Leben wie die Franzosen Auto fahr’n

Mein Lied fürs Wochenende. Und für danach.

Die Akustik ist mäßig, der Text toll.

Ich möchte leben wie Franzosen Auto fahren
eine Delle macht nichts aus
und wenn die Kreuzung voll ist
fährt man trotzdem drauf
kann sein, dass man im Weg steht
wenn man nicht auf dem Gehweg geht
tut mir auch nicht leid
tut mir auch nicht leid

Auch Sommersprossen sind Gesichtspunkte
hab ich irgendwo gelesen
und selbst die verschwinden mit zu wenig Sonne
gerade so als wäre nichts gewesen

Ich möchte leben wie Franzosen Auto fahren
egal wo man parkt
und eine rote Ampel ist immer nur ein Vorschlag
kann sein, dass man sich weh tut
wenn man den falschen Typen anhupt
tut mir auch nicht leid
tut mir auch nicht leid

Unsere Blicke sind so eingefahren,
dass unsere Augen Spurrillen haben
und immer auf dieselbe Stelle blicken
sich immer die gleichen
Dinge aus den Dingen picken

Ich möchte leben wie Franzosen Auto fahren
mal rechts, mal links, mal rückwärts
vom jetzigen Standpunkt aus
geht es immer nur vorwärts
kann sein, dass mal was schief geht
wenn man nicht den geraden Weg wählt
tut mir auch nicht leid
tut mir auch nicht leid
nein, nein, nein

Es gibt nicht viel zu entscheiden
letzten Endes nur zu gehen oder zu bleiben
und der, der geht ist langsamer als der, der bleibt
weil er viel später
seinen Ruhepunkt erreicht

Ich möchte leben wie Franzosen Auto fahren
eine Delle macht nichts aus
und wenn die Kreuzung voll ist
fährt man trotzdem drauf
kann sein, dass man im Weg steht
wenn man nicht den geraden Weg wählt
tut mir auch nicht leid
tut mir auch nicht leid
nein. nein. Nein.

© Wolfgang Müller

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Trump kuratiert

Trump als Kurator – man fragt sich, was denn noch kommen mag. Jetzt schon zum zweiten Mal eine Ausstellung im Weißen Haus, in der er viele tolle Produkte zeigt, die in den USA hergestellt werden.

Am Montag soll es soweit sein. Jeder der 50 Bundesstaaten beteiligt sich und die Auswahl ist bunt: ein Pickup von Ford, Jeans, Cowboystiefel, getrocknete Rindfleischstreifen, Snowboards und sogar Keksausstecher (woher die wohl kommen?). Außerdem – natürlich – Produkte aus dem Arsenal: ein Kampfjet (wohl eher auf dem Rasen), Waffen und Waffenschränke. Eine bunte Auswahl mit Military-Outfit.

Komplett zusammenhanglos fällt mir dabei ein: Hat eigentlich jemand mitbekommen, ob Trump das goldene Klo angenommen hat, das das Guggenheim ihm Ende Januar anstelle des gewünschten van Goghs angeboten hatte (ehrlich!)? Ich bin sicher, das hätte er sogar behalten dürfen.

Was die „Made in America“-Ausstellung im Weißen Haus angeht, so mag Trump zwar ebenfalls made in America sein – aber ich mach drei Kreuze, wenn er wieder raus ist aus dem Weißen Haus.

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Bild Goldenes Klo: (c) Reuters

Ausstellung Weißes Haus: (c) Handelsblatt

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„Ach – nach den Caprifischern ist Capri benannt?“

Einer der vielen schönen Aspekte am eigenen Blog ist, dass man reinsetzen kann, was man möchte.

Und so ist der Beitrag heute für all diejenigen, die…

  • nicht in den Urlaub fahren (in diesem Jahr bleibt angeblich jeder 6. Deutsche aus Kostengründen zu Hause – man, geht’s uns schlecht…),
  • ihren Urlaub schon hinter sich haben,
  • noch auf ihn warten,
  • gern Pauschalreisen machen,
  • gern über Pauschaltouristen lästern
  • und für alle FDGB-Geschädig… äh… -Erfahrenen. Wusstet Ihr, dass der FDGB drei (!) Kreuzfahrtschiffe hatte?

Hier nun der äußerst unterhaltsame Bericht über die Geschichte der Pauschalreisen. Die Interviews mit Reisenden sind der Knaller.

Zum Anhören (30 min) hier – als Lektüre hier.

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Von einer Fahrradklingel und den Leerstellen des Lebens

„Leon und Louise“ von Alex Capus – eines der schönsten und zärtlichsten Bücher, die ich je gelesen habe.

Dieses Buch sollte bei den etwas über 5.000, die man in seinem Leben schaffen kann, unbedingt dabei sein. Wirklich – das ist ganz besonders.

Mehr Infos hier.

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Beitragsbild: © https://urbanstmagazine.com/cycling-life-bike-lane/

Cover: © www.katjaholst.de

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