Oglala Lakota des Indianerreservats Pine Ridge

South Dakota – Himmel und Hölle

Nur eineinhalb Tage war ich auf meiner Tour in South Dakota. Keine 48 Stunden – das ist nichts.

Aber diese Stunden haben mich mehr geprägt als viele, viele andere während der fünf Monate. Jetzt, wo ich für das darüber schreibe, ist die Zeit in der Pine Ridge Reservation wieder präsent, die Beklemmung, die ich damals gefühlt habe (Artikel).

Natürlich wird es nicht besser, wenn man dann solche Artikel liest – mit „Statistiken aus der Hölle“.

Ich bin immer hin- und hergerissen zwischen „Man, das ist so schlimm, und man kann sowieso nichts tun, und es gibt so viel Schlimmes auf der Welt – ich kann mich nicht mit allem belasten!“ und „Andere mussten/ müssen es erleben, dann sollte ich mich ja wohl zumindest damit beschäftigen!“

Keine Ahnung, wo die Wahrheit liegt – sicher wie immer irgendwo dazwischen. Und sie bewegt sich zumindest bei mir auch abhängig von Tagesform und eigener Situation mal mehr zum einen, mal mehr zum anderen Pol.

In meiner Kindheit und Jugend habe ich meine Indianerbücher („Die Söhne der großen Bärin“) rauf- und runtergelesen. Bin mit dem Indianerjungen Harka in eiskaltes Wasser getaucht (nur nicht so lange) und mit ihm durch die Prärie geritten. Wenn ich die Natives im Reservat so sehe oder im Artikel oben über die Situation der Kids lese, könnte ich heulen.

Ich hab für diesen Artikel keinen netten Twist, kein versöhniches Ende. Ich weiß nur, dass mir damals der nicht weit entfernte Badlands Nationalpark geholfen hat, wieder durchzuatmen.

Wer noch ein paar Bilder gebrauchen kann, findet sie hier.

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Beitragsbild: (c) Aaron Huea/ Alamy

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Mini Frau ganz groß

Ruth Bader Ginsburg ist Richterin am Supreme Court der USA. Und sie ist 86 Jahre alt – eine absolut toughe Frau.

Vor einiger Zeit lief eine Dokumentation über ihr Leben im Kino, und ich habe selten einen so spannenden und unterhaltsamen Bericht gesehen.

Der Max Moor von ttt empfiehlt den Film hier…

 

… und das ZDF hat den ganzen Film noch bis zum 19. Juli 2019 in der Mediathek. Es lohnt sich!

Gynsburgh freut sich natürlich über den Bericht aus der Familie :-D!

 

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Friedrich

Hin und weg – mal ganz anders.

Florian Jänicke, Photograph, portraitiert seit nunmehr 14 Jahren seinen Sohn Friedrich. Weil dieser schwerst behindert ist, sind die Bilder nicht immer nur schön. Dafür aber immer ehrlich und selbst in ihrer Verzweiflung zärtlich.

Wie der Vater im Interview.

Mich berühren die Photos sehr, ich tu mich so schwer im Umgang mit behinderten Menschen. Vielleicht auch, weil man im Alltag keinen selbstverständlichen Umgang entwickeln kann – man sieht sie ja kaum.

Das ZEIT-Magazin veröffentlicht derzeit eine Auswahl der Photos. Bilder und Kommentare sind sehr besonders – traut Euch!

Fotokolumne ZEIT Magazin – Jänicke 9/21

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Beitragsbild: Ausschnitt von 19/21 (c) Florian Jänicke

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Endlich Neues vom Boss

Ich bin hin und weg: Das neue Album von Bruce ist da!

Allein das Cover ist einfach toll, oder?

Den Song „Hello Sunshine“ hat er schon vor einigen Tagen veröffentlicht. Wenn Ihr heute nur noch ein Lied hört, dann dieses – laut natürlich. Denn leise Musik muss man laut hören.

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Cruisin‘ on memory road

Ich schwelge gerade mal wieder…

Obwohl ich brav an meinem Schreibtisch sitze und schreibe, bin ich auch gerade in Ashland, Tennessee. In dieser Kleinstadt habe ich auf meiner Tour im Cody’s Diner gefrühstückt, und wenn ich jetzt darüber schreibe, bekomme ich sofort eine sonderbare Mischung aus Fern- und Heimweh.

Cody’s Diner ist einer dieser besonderen kleinen Familienbetriebe voller Herzlichkeit, rauem Lachen, entspannten Gästen, mit witziger Einrichtung, leckerem Essen und einer besonderen Geschichte. Enkel Cody, nach dem das Diner benannt ist, erkrankte als kleines Kind an Krebs, kaum jemand setzte einen Cent auf seine Heilung. Zu Unrecht – heute treibt er seine Eltern als Teenager in den Wahnsinn.

Ich bilde mir ein, dass man die Dankbarkeit der Familie im Diner spürt. Man weiß, was wirklich zählt.

Wenn Ihr mal in Tennessee seid: Esst in Cody’s Diner! Meist ist das Wetter auch besser als auf meinem Bild oben.

Bis dahin gibt es hier Einblicke:

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*Unterwegs auf der Straße der Erinnerung

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„Wenn ich groß bin…

… werde ich Niki Lauda!“

Der größte Traum meines kleinen Bruders, er hätte alles dafür getan.

Mit dem Krebs kam die Lähmung – die Sache mit dem Rennfahren wurde schwierig.

Aber Christian wäre nicht Christian gewesen, wenn er sich nicht mit ansteckender Energie einen neuen Traum gesucht hätte: Bauarbeiter! Das ging auch im Sitzen – so konnte es weitergehen, auch ohne zu gehen.

Mein kleiner Bruder war cool. Und ich bin sicher, er hätte seine Träume wahrgemacht.

Mit vier Jahren ist er gestorben. Und heute, mit 70, Niki Lauda. Es ist seltsam, wenn der Traum eines Menschen stirbt, der schon gestorben ist.

Wer mich kennt und/ oder diesen Blog eine Weile gelesen hat, weiß, dass ich eine Traumtante bin. Meine Träume sind mir wichtig. Und wenn ich bei anderen auf große oder kleine Träume stoße, versuche ich zu ermutigen, wo ich kann.

Manchmal denke ich, wir schulden die Verwirklichung unserer Träume all denen, die ihre nicht verwirklichen können. Aber das stimmt nicht. Wir schulden sie nur uns selbst.

Das aber so richtig.

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