Ich hab ein zärtliches Gefühl

Herman van Veen ist so besonnen, so zärtlich, so kraftvoll, so inspirierend – unglaublich.

Gerade höre ich dieses Interview mit ihm und bekomme eine Gänsehaut nach der anderen. Manchmal scheinen seine Worte und Gedanken aus einer anderen Welt zu kommen.

Was ich heute mitnehme: „Wenn man eine Frage artikulieren kann, dann ist die Antwort eigentlich schon da.“

Und kennt Ihr seinen „Tango für November“? Nein? Dann jetzt:

Ist das nicht wunderschön?

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Bild: über Deutschlandfunk Kultur

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Besonders tanken

Jep, Arne Jacobsen hat tatsächlich auch Tankstellen entworfen (oben: Skovshoved/ Kopenhagen, Dänemark). Da kann man schon mal hin und weg sein, oder?

Eine meiner Lieblingsseiten, atlas obscura, zeigt besondere Orte dieser Welt, die nicht so im Fokus sind. Und hier eben einige außergewöhnliche Tankstellen. Einmal volltanken, bitte!

Und wer nicht genug bekommt, kann gleich ein ganzes Buch mit den tollen Bildern kaufen – Zeitgeschichte inklusive.

 

Bilder aus:  Gestalten & Sascha Friesike (Hg.): It’s a Gas

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Philosophie second hand

Kennt Ihr das Phänomen der Problemkonstanz?

Das ist ganz einfach: Egal, in welcher Situation Du bist, Du hast immer in etwa die gleiche Menge an Problemen. Nur eben andere.

Woran das liegt? Gute Frage. Ich glaube, wir nehmen deshalb immer die Probleme wahr, weil gut Funktionierendes für unser Überleben keine Gefahr darstellt (gut funktionierende Waffen etc. ausgenommen). Wenn alles so läuft, wie wir das wollen, muss sich unser Gehirn nicht damit beschäftigen. Und deshalb konzentriert es sich auf andere potentiell gefährliche Dinge – irgendwas gibt es immer.

In einem kleinen Laden in den USA las ich auf einem Schild den Satz „Wenn du keine Probleme hast, bist du höchstwahrscheinlich tot.“ Hart, aber wahr.

Man muss sich ja nicht gleich an jedem Problem erfreuen. Aber sich öfter mal zu sagen, dass dessen Existenz fast normal ist – einfach weil wir leben – kann sicher nicht schaden.

Worauf ich aber eigentlich hinaus will: Diese Konstanz scheint nicht nur bei Problemen gegeben zu sein.

Der alte T. Adorno sagte mal sinngemäß, dass ein Zugewinn an Freiheit gleichzeitig einen Zuwachs an Zwängen mit sich bringt.

Hab ich nicht selbst gelesen, sondern die Schriftstellerin Thea Dorn (wem fällt beim Namen was auf?). Ich wiederum hab diesen Gedanken im Magazin der Süddeutschen entdeckt und finde ihn sehr spannend. Auf der einen Seite schmeißt man Zwänge über Bord, freut sich ein Loch in den Bauch, und zack!, sind sie frech auf die andere Seite des Bootes geschwommen, sind hochgekraxelt und lachen einen von da aus an.

Kurz und knackig kann man das auch so sagen: „Tue, was du willst – und zahle dafür.“ Sagen angeblich die Spanier.

Und das wiederum bedeutet doch eigentlich, dass man keine Angst haben muss – auf einer der beiden Seiten zahlt man sowieso.

Dann bezahle ich doch lieber für was richtig Gutes, oder?

 

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Was für ein Typ – was für eine Geschichte!

Ich fühle mich spießig und langweilig – dieser Kerl war nicht nur vier Jahre lang unterwegs, sondern ist allen Ernstes mit 50 Euro in der Tasche gestartet. Um in der ersten Nacht 35 davon in Amsterdam auszugeben.

Ein Interview mit Christopher Schacht gibt’s hier.

Was ich aber am krassesten finde, ist die Tatsache, dass er sechs Monate nach seiner Rückkehr ein Buch über seine Reise in die Buchhandlungen gebracht hat. Respekt!

Da wäscht er Gold in Venezuela.

 

Danke, Kathrin, für diese Empfehlung und für Deine Ermutigung!

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Bilder (c) Christopher Schacht

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