Oglala Lakota des Indianerreservats Pine Ridge

South Dakota – Himmel und Hölle

Nur eineinhalb Tage war ich auf meiner Tour in South Dakota. Keine 48 Stunden – das ist nichts.

Aber diese Stunden haben mich mehr geprägt als viele, viele andere während der fünf Monate. Jetzt, wo ich für das darüber schreibe, ist die Zeit in der Pine Ridge Reservation wieder präsent, die Beklemmung, die ich damals gefühlt habe (Artikel).

Natürlich wird es nicht besser, wenn man dann solche Artikel liest – mit „Statistiken aus der Hölle“.

Ich bin immer hin- und hergerissen zwischen „Man, das ist so schlimm, und man kann sowieso nichts tun, und es gibt so viel Schlimmes auf der Welt – ich kann mich nicht mit allem belasten!“ und „Andere mussten/ müssen es erleben, dann sollte ich mich ja wohl zumindest damit beschäftigen!“

Keine Ahnung, wo die Wahrheit liegt – sicher wie immer irgendwo dazwischen. Und sie bewegt sich zumindest bei mir auch abhängig von Tagesform und eigener Situation mal mehr zum einen, mal mehr zum anderen Pol.

In meiner Kindheit und Jugend habe ich meine Indianerbücher („Die Söhne der großen Bärin“) rauf- und runtergelesen. Bin mit dem Indianerjungen Harka in eiskaltes Wasser getaucht (nur nicht so lange) und mit ihm durch die Prärie geritten. Wenn ich die Natives im Reservat so sehe oder im Artikel oben über die Situation der Kids lese, könnte ich heulen.

Ich hab für diesen Artikel keinen netten Twist, kein versöhniches Ende. Ich weiß nur, dass mir damals der nicht weit entfernte Badlands Nationalpark geholfen hat, wieder durchzuatmen.

Wer noch ein paar Bilder gebrauchen kann, findet sie hier.

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Beitragsbild: (c) Aaron Huea/ Alamy

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„Wenn ich groß bin…

… werde ich Niki Lauda!“

Der größte Traum meines kleinen Bruders, er hätte alles dafür getan.

Mit dem Krebs kam die Lähmung – die Sache mit dem Rennfahren wurde schwierig.

Aber Christian wäre nicht Christian gewesen, wenn er sich nicht mit ansteckender Energie einen neuen Traum gesucht hätte: Bauarbeiter! Das ging auch im Sitzen – so konnte es weitergehen, auch ohne zu gehen.

Mein kleiner Bruder war cool. Und ich bin sicher, er hätte seine Träume wahrgemacht.

Mit vier Jahren ist er gestorben. Und heute, mit 70, Niki Lauda. Es ist seltsam, wenn der Traum eines Menschen stirbt, der schon gestorben ist.

Wer mich kennt und/ oder diesen Blog eine Weile gelesen hat, weiß, dass ich eine Traumtante bin. Meine Träume sind mir wichtig. Und wenn ich bei anderen auf große oder kleine Träume stoße, versuche ich zu ermutigen, wo ich kann.

Manchmal denke ich, wir schulden die Verwirklichung unserer Träume all denen, die ihre nicht verwirklichen können. Aber das stimmt nicht. Wir schulden sie nur uns selbst.

Das aber so richtig.

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Die Amerikaner sind so oberflächlich…

… wie ich pünktlich bin.

Wer mich kennt, liegt jetzt lachend und nach Luft schnappend am Boden – ich gebe Euch noch einen Moment, Euch zu beruhigen.

Ich muss das Thema einfach mal ansprechen, denn es regt mich echt auf. Wir hegen und pflegen dieses Oberflächlichkeitsklischee so liebevoll, sodass es ohne jede Daseinsberechtigung zum Dauerblüher geworden ist. Unser Argument: die berühmte „How are you?“-Frage, die in den Staaten tatsächlich immer gestellt wird. Wir Deutschen sind dann gern entrüstet: „Aber die Antwort interessiert sie überhaupt nicht!“ Böse, oberflächliche Amis.

Nö.

Zum einen finde ich es gut, dass diese Frage überhaupt gestellt wird. Je nachdem, wie einem grad ist und wie das Verhältnis zur fragenden Person ist, steht es jedem ja frei, mehr oder weniger offen zu antworten. Wird eine solche Frage gar nicht erst gestellt, werden wohl nur die Wenigsten mal eben so ihr Seelenleben ausbreiten.

Zum anderen wurde im Rahmen einer Studie (Quelle folgt!) festgestellt, dass 67% der Deutschen auf die Frage „Wie geht’s?“ mit „Gut.“ antworten, selbst wenn es ihnen nicht gut geht.* Was ihr gutes Recht ist – siehe oben. Aber meiner Meinung nach kann man nicht das Recht auf eine solche kleine Lüge für sich beanspruchen und sich dann darüber beschweren, dass sich jemand nicht für diese Lüge interessiert.

Wie ich jetzt darauf komme?

Im Juli 2017 hat legte mein Containerschiff Independent Spirit in Chester, Philadelphia, an. Unfasssbar, dass das bald zwei Jahre her ist… In den folgenden Wochen und Monaten habe ich die wunderbarsten Amerikaner kennengelernt. Zu den meisten von ihnen habe ich tatsächlich noch Kontakt und dafür staune ich voller Dankbarkeit.

Von Sherry aus Illinois, die mit der Horseshoe Bar den urigsten Pub im Mittleren Westen führt, habe ich vor einigen Tagen die witzigsten Pub-Shirts überhaupt bekommen.

Bisher darf ich nur das langärmelige anziehen (s. ganz oben), weil Gynsburgh die anderen für sich und seine Stummelärmchen reklamiert, aber noch habe ich Hoffnung, sie auch mal tragen zu dürfen.

„I got lei’d* at Horseshoe Bar
*hawaiianische Abwandlung von „laid“
„Ich wurde in der Horseshoe Bar flachgelegt“

Klar, dass Gynsburgh dieses Shirt liebt.
I would cuddle you so hard — Ich würd dich knuddeln wie verrückt.

Amin, der Taxifahrer, der mich auf der Suche nach Josi kühn durch die unbekannten Weiten des Baltimorer Frachthafens gefahren hat, füttert meinen Wunsch, mit dem Motorrad durch Pakistan zu fahren. Es ist sein Heimatland und muss atemberaubend schön sein.

Steve aus Berlin versorgt mich immer wieder montags mit Bildern, Musik und Anekdoten aus dem „Hotel Atlantic“ in Berlin – was war das für ein toller Abend damals!

Mit Chris, dem Bestatter aus Higginsville, Missouri, diskutiere ich online leidenschaftlich über das amerikanische Waffenrecht, mit Porky, dem wunderbar verrückten Motorradbastler aus Wyoming, der mich spontan bei sich beherbergt hat, über Trump und die Baufortschritte in seiner Scheune.

Gut, die Musikerin Spring, Mitglied der Starbuck’s Gang in in Keyport, New Jersey, hatte sich etwas zurückgezogen. Dafür hat sie in den letzten beiden Jahren sowohl den Schock über ihre Krebsdiagnose, als auch den Krebs selbst überwunden. Das lasse ich gelten.

Also, ich hab da drüben nichts Oberflächliches gefunden. Zumindest nicht mehr als hier in Deutschland.

Und jetzt versuche ich nochmal, an die kurzärmligen Shirts von Sherry ranzukommen.

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*Kantar EMNID-Institut im Auftrag von chrismon: https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2019/43282/umfrage-welche-luegen-lassen-sie-noch-durchgehen

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Stoisch reloaded.

Ich bin mal so frei und empfehle Euch einen aktuellen Text von Markus Cerenak, den ich ja sehr schätze. Viel Spaß!

Stoisch leben: Wie dich die Stoiker aus deinem Alltags-Hamsterrad holen

Gleich mal vorweg. Die stoische Philosophie ist keine abgehobene und unverständliche Kopfzerbrecherei, die du von den üblichen Philosophen kennst. Die Stoiker und ihre stoische Lebensweise sind unglaublich alltagstauglich und die Weisheit die viele hundert Jahre zurückreicht ist zeitgemäßer denn je.

Der Stoizismus ist viel mehr als nur Philosophie. Nach den Prinzipien der Stoiker leben bedeutet eine wirkliche und handfeste Gebrauchsanleitung für dein Alltagsleben in den Händen zu halten. Nicht umsonst erleben die Stoiker Seneca, Epiktet und Marc Aurel heute so eine atemberaubende Renaissance. Viel erfolgreiche Menschen aus allen möglichen Bereich geben an, stark von der stoischen Lebensweise beeinflusst worden zu sein.

Vielleicht ist ein wenig griechische Philosophie genau das, was dir der Arzt verschrieben hat, damit du „loslassen“ kannst, damit du glücklich weitermachen kannst und deinen Hamsterrad-Alltag besser im Griff hast.

Stoiker

Die wichtigsten Grundgedanken der Stoiker zusammengefasst:

1. Das Hindernis ist der Weg. 

Hindernisse sind nichts, was man vermeiden sollte. Sie sind dazu bestimmt, bewältigt zu werden. Hindernisse liegen auf dem direktesten Weg zum Erfolg. Deshalb kannst du froh sein, dass es Hindernisse gibt. Es bedeutet, dass du große Fortschritte machen wirst. Klar ist, dass es ein Leben ohne Hindernisse nicht gibt. Deswegen kannst du aufhören dir zu wünschen ein Leben ohne Hürden zu führen. Sie gehören dazu. (Buchtipp: Dein Hindernis ist dein Weg von Ryan Holiday)

2. Kümmere dich nur um die Dinge unter deiner Kontrolle. 

Die Handlungen anderer, das Wetter und die Tatsache, dass deine Mutter als Kind nicht nett zu dir war, sind außerhalb deiner Kontrolle. Bewahre deinen Fokus und andere Ressourcen für die Dinge auf, die du beeinflussen kannst. Beeinflussen kannst du in Wahrheit nur deine Gedanken, wie du auf etwas reagierst und wie du in bestimmten Situationen entscheidest. Das ist alles, was unter deiner Kontrolle ist.

3. Verstehe, dass du die einzige Quelle deiner Emotionen bist. 

Ereignisse erzeugen keine Emotionen. Andere Menschen erzeugen keine Emotionen. Die Geschichten, die du dir selbst über diese Ereignisse und Menschen erzählst, erzeugen deine Emotionen. Jeder Konflikt beginnt in dir. Und er endet auch dort.

4. Ein Erfolg und ein Misserfolg sind nicht endgültig. 

Es gibt keinen Grund, negative Emotionen bezüglich des Scheiterns oder positive Emotionen bezüglich des Erfolgs zu haben. Beide sind nur Ergebnisse, die logisch und intelligent behandelt werden können. Ein Stoiker akzeptiert Erfolg und Misserfolgt. Er lässt nicht die Korken knallen, wenn er erfolgreich ist und hadert auch nicht mit seinem Schicksall, wenn er nicht erfolgreich ist.

5. Erledige Dinge. 

Die Stoiker glaubten daran, produktiv zu sein, anstatt sich wohl zu fühlen. Oder besser gesagt: Sie waren überzeugt, dass man sich nur wohlfühlen könne, wenn man handelt und produktiv ist. Entscheide, was getan werden muss, und erledige diese Dinge. Halte deine Emotionen in Schach und kümmere dich um deine Angelegenheiten. Die Stoiker waren sich der Bedeutung von Zeit sehr bewusst und vermieden, sie zu verschwenden. Es gehört zum Grundgedanken, der Philosophie, dass der Mensch die Aufgabe hat etwas zu tun und sich nicht zurück zu lehnen.Den Alltag im GriffKostenlose Video-Serie: Ziele erreichen, Leben verändernhttp://markuscerenak.com

6. Sei präsent. 

Stoiker waren dagegen, im eignen Kopf zu leben und in der Abgeschiedenheit über die Dinge des Lebens für sich alleine zu philosophieren. Wir leben heute in einer Zeit großer Ablenkungen. Wir sind auch gut darin, viel in der Vergangenheit zu leben und uns in die Zukunft zu hineinzuversetzen. Die Stoiker waren unnachgiebig im Umgang mit der Vergangenheit und Zukunft. Es ging ihnen immer nur im die Realität des hier und jetzt. Frage dich: Was hast du jemals erreicht, indem du nur an die Vergangenheit oder die Zukunft gedacht hast?

7. Halte deine Erwartungen angemessen. 

Die großen Stoiker der Vergangenheit glaubten, dass es lächerlich und seltsam sei, von allem überrascht zu sein, egal ob positiv oder negativ. Frustration ist oft das Ergebnis unangemessener Erwartungen. Wenn du zum Beispiel dieses Jahr 10.000 Dollar verdient hast, ist es unwahrscheinlich, dass du im nächsten Jahr 1 Million Dollar verdienen wirst.

8. Sei tugendhaft. 

Die größte Errungenschaft für stoisches Leben war es, ein tugendhaftes Leben zu führen, unabhängig von den Umständen. Bleib bei deinen Werten, auch wenn das Leben am schwierigsten ist. Es geht darum, was du bist und was du tust nicht, darum was du besitzt. Je mehr Dinge du besitzt umso mehr besitzen die Dinge dich. Je mehr du nach Dinge strebst umso mehr kannst du auch wieder verlieren.

9. Hör auf, dich darum zu kümmern, was andere denken. 

Wir neigen dazu, uns selbst mehr zu schätzen als andere, aber wir kümmern uns mehr um die Meinungen anderer als um unsere eigenen Meinungen. Beeindrucke dich selbst und mache dir keine Sorgen darüber, ob alle anderen beeindruckt sind.

10. Sei dankbar. 

Vermeide es, dich auf die Dinge zu konzentrieren, die dir fehlen. Sei stattdessen glücklich und dankbar (LINK) mit deinen Segnungen. Das ist ein Zeichen der Weisheit für einen Stoiker.

Stelle dir am Ende eines jeden Tages ein paar Fragen. Was habe ich richtig gemacht? Welche Maßnahmen waren weniger effektiv als effektiv? Wie kann ich morgen einen besseren Tag haben?

Perfekter Buchtipp dazu: Der tägliche Stoiker und das dazu passende Workbook.

Der tägliche Stoiker

Hier ein Vortrag von Ryan von der Stoicon 2016

Die meisten Menschen in der modernen Gesellschaft könnten es gut gebrauchen, etwas stoischer zu sein. Es ist Zeit, sich ein wenig zu entspannen. Stell dich dem Leben und seinen vielen Hindernissen. Nimm eine Lektion von den großen griechischen Philosophen und versuche es mit dieser neuen Denkweise. Die Ergebnisse werden dir gefallen.

Was du von einem Hollywood-Boxer über stoische Lebensweise lernen kannst

Einer der motivierendsten und inspirierendste Filme aller Zeiten ist ohne Zweifel „Rocky“ (Anmerkung es geht nur um den ersten Teil. Nicht um die Pop-Corn-Kino Fortsetzungen). Rocky ist ein Film über Menschen, die sich gegenseitig schlagen, aber es ist viel mehr als das aus diesem Film geworden. Der Film ist perfekt um sich zu motivieren.

Aber Rockys Faszination liegt tiefer als die Männlichkeit, Muskeln und 80er Jahre Rock. Der Schlüssel zum Einfluss von Rocky liegt in seiner Botschaft.

Denn wenn Rocky gegen einen unglaublich großen Gegner antreten muss, weißt du, dass es eine Metapher ist. Dies ist eine Metapher nämlich für alle Hindernisse in deinem Leben. Du weißt, dass Rocky irgendwann seine Hindernisse hinter sich lassen wird und du spürst, dass du mit der Zeit das Gleiche tun kannst.

stoische Philosophie

Stoisch wie Sylvester Stallone

Rocky’s Ausgangssituation ist am Anfang des Films fürchterlich. Rocky beginnt mittellos und allein und nur durch die Bewältigung dieser Herausforderungen ist es ihm möglich, seinen Lebensstil und sein Glück zu verbessern.

Was sagt uns das? Ganz einfach: Das Leben ist hart. Und wir können froh sein, dass unseres nicht so hart ist, wie das von Rocky. Der die wichtige Frage ist nicht der, wie hart du zuschlagen kannst, es zählt bloß, wie viele Schläge du einstecken kannst.

Hier spricht sich Rocky für stoische Weisheit aus. Stoizismus ist vielleicht die hartnäckigste Philosophie und ihr zentraler Nenner ist, dass das Leben hart ist. 

Schlimme Dinge werden passieren. Es nützt nichts, blindlings optimistisch zu sein: Alles, was wir tun können, ist, uns auf den Umgang mit den schwierigen Zeiten zu konzentrieren, wenn sie kommen. Das bedeutet nicht das die Stoiker Pessimisten sind und immer vom Schlimmsten ausgehen. Ganz und gar nicht. Die stoische Philosophie ist eine sehr positive. Der Stoiker ist nur nicht überrascht, wenn mal etwas nicht so läuft, wie geplant. Wir können in unserem Hamsterrad-Alltag uns viel von der stoischen Denkweise abschauen.

Indem wir dies tun, bereiten wir uns auf die kommenden Gewitter vor und stärken uns gegen sie. Wir sind auf harte Zeiten vorbereitet und mental bereit, damit umzugehen. Und deshalb: kann uns nichts überraschen und nichts kann uns aufhalten.

Es macht unglaublich stolz, harte Zeiten zu überstehen. Es macht uns stärker, es macht uns besser. Schließe also die harten Zeiten nicht aus: gedeihe und wachse an ihnen und lasse sie dich stärker machen. Das ist Stoizismus und so kannst du sicherstellen, dass du nie mit einer Herausforderung konfrontiert wirst, die du nicht bewältigen kannst.

Hier alles nochmal kurz zusammen gefasst:

Dein Einstieg in die stoische Lebensweise: Die Selbstbetrachtungen von Marcus Aurelius

Die griechischen Philosophen wie Aristoteles, Sokrates und Plato sind uns allen bekannt. (Weniger haben sie verstanden und gelesen und das ist auch nicht sonderlich erstaunlich)

Doch nicht viele Menschen wissen, dass die Römer auch große Philosophen waren. Die Römer und die römischen Kaiser waren nicht gerade für ihre bescheidene Lebensweise bekannt. Umso erstaunlicher ist, dass ein römischer Kaiser, nämlich Marc Aurel zu den bedeutendsten Stoikern gehört.

Überraschend, dass Marcus Aurelius nicht nur ein großer Kaiser war, der die römischen Legionen siegreich gegen die Germanen und Gallier anführte, er ist auch ein weiser stoischer Philosoph, der das Buch „Selbstbetrachtungen“ schrieb.

Die „Selbstbetrachtungen“ gehören zu den wichtigsten philosophischen Werken. Unglaublich weise und tiergehend und gleichzeitig alltagstauglich und sehr leicht verständlich.

Marcus Aurelius  hat das Buch nicht zur Veröffentlichung geschrieben sondern für sich selbst, daher enthält es eine Reihe von persönlichen Ansichten und Schilderungen des Autors.  Spannend ist, dass Marc Aurel seine Alltagsprobleme und Hürden beschreibt und wie er sie meistert. Und obwohl das Buch fast 2000 Jahre als ist, liest es sich, als sei es gestern geschrieben worden.

Marc Aurel schrieb es für seine persönliche Weiterentwicklung und diente es als Anleitung für seine eigene Lebensführung. 

Marc Aurels stoisches Prinzip widmet sich den Emotionen. Er schrieb, dass es die wichtigste Fähigkeit sei, seine Emotionen kontrollieren zu können. Die Guten und die weniger Guten. Nur so können der Mensch frei sein, da dann die materielle Welt keinen Einfluss auf seine Seelenheil und seine Zufriedenheit hat.  

Die Einfachheit des Buches ist für die meisten Menschen, die es lesen überwältigend. Die Schreibweise ist deswegen so spannend, weil Marc Aurel es nur für sich geschrieben hat.. Dadurch wird der Inhalt nicht durch das Bewusstsein der Anwesenheit der Leser verschleiert. Es ist buchstäblich ein Buch für jeden einzelnen Leser.

Deine nächsten, stoische Schritte

Wenn du Interesse an der stoischen Lebensweise hast und du neugierig geworden bist, dann kannst du die Selbstbetrachtungen von Marc Aurel völlig kostenlos lesen. Auf Amazon gibt es für den Kindle eine Gratis-Version.

Wenn du die Grundgedanken des Buches kennen lernen willst

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Lass es dir gut gehen!

sig

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

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5 Meter Adrenalin

Nicht in der Horizontalen, sondern in der Vertikalen – das macht es ja auch ungleich aufregender.

Du erinnerst Dich an meine Vorsätze für 2019? Genau: Mein Buch schreiben und vom 10er springen. Mit etwas mathematischer Akrobatik (na gut, Schummelei) habe ich heute ein Drittel davon erledigt!

Der Plan war und ist, mich quasi türmchenweise an den 10er Sprungturm in der Uni-Schwimmhalle heranzutasten: 1er, 3er, 5er, 7,5er und schließlich der 10er.

Der 1er war kein Problem – wäre ja auch noch schöner. Ich hatte lediglich vergessen, wie sehr das Brett schwingt. Das letzte Mal bin ich mit der Hälfte meines derzeitigen Gewichts darauf entlangstolziert…

Eine Lehre aus diesem Sprung: Nase zuhalten, sonst kommt Wasser rein.

Der 3er war geschlossen, warum auch immer. Soviel zu meinem Plan.

Es hilft nichts: Hoch auf den 5er. Ich werde hier nicht mit dem 1er auf meiner Liste rausgehen.
Während sich die ganze Zeit Trauben von Halbstarken auf dem 5er tummelten, ist da jetzt niemand mehr. Kein Mensch, hinter dem ich mich verstecken und mich erstmal an die Höhe gewöhnen könnte.

Ich gehe nach vorn und schaue runter. Anfängerfehler – es sieht ja alles ungleich höher aus, als es tatsächlich ist. Von draußen wirkte der 5er richtig piefig.
Aber jetzt bin ich drinnen, oben. Schaue nochmal runter – warum??? Der Gedanke „Okay, es wird nicht besser, wenn ich warte“ schießt mir durch den Kopf und ich springe.

Naja, mache den Schritt ins Nichts – ein Sprung ist das nicht. Versuche, mich noch mit der lächerlich kurzen Falldauer zu beruhigen: nicht mal eine Sekunde. Bei einem Sprung vom 10er fällt man 1,43 Sekunden. Ein Pups.

Gerade runter, nur kein Bauchklatscher, Nase zuhalten, läuft. Äh, fällt. Bis auf die Tatsache, dass es sich anfühlt wie 4 sek – das Gehirn macht also auch hier, was es will.

Aber ich komme tatsächlich unten an, wie die meisten! Schneller Check unter Wasser: Die Nase ist frei, das Bikinioberteil sitzt, das Höschen wird fix aus der Knackporitze gezubbelt. Dann bin ich auch schon an der Wasseroberfläche…

… und erleichtert wie dieser Stupsnasendelphin (ja, der heißt so – ist er nicht entzückend??).

Zittrig vor Freude und Adrenalin bin ich dann nochmal nach oben gestapft, um mich an den 5er zu gewöhnen. Und um dann ganz easy-peasy und natürlich mega-elegant herunterzuspringen. Man hat so Vorstellungen.

War nix mit easy-peasy – zu viel Adrenalin im Blut. Ich bin dann so mega-elegant wie möglich die Treppe wieder runtergestiegen, vorbei an Horden halbwüchsiger Jungs, die der alten Frau mitleidig und höflich den Weg nach unten freimachten.

Egal. Beim nächsten Mal ist mindestens der 7,5er dran – wenn nicht sogar der 10er.

Und das Buch wird in diesem Jahr auch fertig.

 

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