Trump kuratiert

Trump als Kurator – man fragt sich, was denn noch kommen mag. Jetzt schon zum zweiten Mal eine Ausstellung im Weißen Haus, in der er viele tolle Produkte zeigt, die in den USA hergestellt werden.

Am Montag soll es soweit sein. Jeder der 50 Bundesstaaten beteiligt sich und die Auswahl ist bunt: ein Pickup von Ford, Jeans, Cowboystiefel, getrocknete Rindfleischstreifen, Snowboards und sogar Keksausstecher (woher die wohl kommen?). Außerdem – natürlich – Produkte aus dem Arsenal: ein Kampfjet (wohl eher auf dem Rasen), Waffen und Waffenschränke. Eine bunte Auswahl mit Military-Outfit.

Komplett zusammenhanglos fällt mir dabei ein: Hat eigentlich jemand mitbekommen, ob Trump das goldene Klo angenommen hat, das das Guggenheim ihm Ende Januar anstelle des gewünschten van Goghs angeboten hatte (ehrlich!)? Ich bin sicher, das hätte er sogar behalten dürfen.

Was die „Made in America“-Ausstellung im Weißen Haus angeht, so mag Trump zwar ebenfalls made in America sein – aber ich mach drei Kreuze, wenn er wieder raus ist aus dem Weißen Haus.

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Bild Goldenes Klo: (c) Reuters

Ausstellung Weißes Haus: (c) Handelsblatt

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„Ach – nach den Caprifischern ist Capri benannt?“

Einer der vielen schönen Aspekte am eigenen Blog ist, dass man reinsetzen kann, was man möchte.

Und so ist der Beitrag heute für all diejenigen, die…

  • nicht in den Urlaub fahren (in diesem Jahr bleibt angeblich jeder 6. Deutsche aus Kostengründen zu Hause – man, geht’s uns schlecht…),
  • ihren Urlaub schon hinter sich haben,
  • noch auf ihn warten,
  • gern Pauschalreisen machen,
  • gern über Pauschaltouristen lästern
  • und für alle FDGB-Geschädig… äh… -Erfahrenen. Wusstet Ihr, dass der FDGB drei (!) Kreuzfahrtschiffe hatte?

Hier nun der äußerst unterhaltsame Bericht über die Geschichte der Pauschalreisen. Die Interviews mit Reisenden sind der Knaller.

Zum Anhören (30 min) hier – als Lektüre hier.

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Von einer Fahrradklingel und den Leerstellen des Lebens

„Leon und Louise“ von Alex Capus – eines der schönsten und zärtlichsten Bücher, die ich je gelesen habe.

Dieses Buch sollte bei den etwas über 5.000, die man in seinem Leben schaffen kann, unbedingt dabei sein. Wirklich – das ist ganz besonders.

Mehr Infos hier.

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Beitragsbild: © https://urbanstmagazine.com/cycling-life-bike-lane/

Cover: © www.katjaholst.de

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Stählerner Lärm und amerikanische Weite

Ein Buch empfehlen, obwohl ich es noch nicht gelesen habe?
Einen Link weiterleiten, obwohl der Text dahinter mir noch unbekannt ist?

Ich gebe zu: So etwas mache ich – wenn ich den Quellen vertraue. In diesem Fall dem Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk nova. Sie haben beide wunderbar unabhängig voneinander den äußerst sympathischen Fredy Gareis interviewt.

https://i2.wp.com/www.piper.de/uploads/import/produkte/produkt-13677.jpg?resize=415%2C631&ssl=1Der wiederum ist dreieinhalb Monate lang durch die USA gereist. Nicht irgendwie, auch nicht mit dem Motorrad, sondern mit den Hobos auf zwei Kilometer langen Güterzügen. Die Hobos tun das seit dem Bau der Eisenbahn – es war einer der Hauptwege, von Ort zu Ort und damit von Arbeitsstelle zu Arbeitsstelle zu fahren. Heute sind diese train rider vor allem Arbeitslose, Wanderarbeiter, Aussteiger – Mark Twain saß sicherlich versteckt in einer der rumpelnden Ecken.

Meine Sonntags- und Sommerempfehlungen sind also:

  • zum einen die beiden Interviews (beide mehrfach gehört)
    Deutschlandfunk Kultur (29:02 min)
    Deutschlandfunk nova (17:10 min).  Richtig grinsen musste ich bei den erstaunten Fragen der Moderatorin, wie im um alles in der Welt Fredys verrückte Pläne denn finanziell funktionieren sollen 🙂
  • zum anderen das Buch, das Fredy Gareis geschrieben hat über diese Zeit und die besonderen Menschen, denen er unter den Hobos begegnet ist (Link zum Buch = Klick aufs Cover).

So eine Reise würde mich tatsächlich mal reizen – wohl auch, weil so ein leises „nebengesetzliches“ Element dabei ist…

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Das schmerzt.

Habt Ihr von der Opiod-Krise in den USA gehört oder gelesen?

Jeden Tag (!) sterben etwa 100 (!!!) Menschen an dem Medikament, das überall als absolut harmlos verkauft wird: OxyContin.

In Moab, Utah.

Auf meiner Tour habe ich Hinweise auf Selbsthilfegruppen gesehen – aber es scheint, als müsse das Ganze noch sehr viel schlimmer werden, damit sich wirklich was tut. Denn die Verantwortlichen verdienen sich natürlich eine goldene Nase.

Die ARD hat einen deprimierend-erhellend Bericht gezeigt:

https://www.ardmediathek.de/tv/ttt-titel-thesen-temperamente/Horrordroge-auf-Rezept/Das-Erste/Video?bcastId=431902&documentId=53710370

 

(c) Beitragsbild: https://rwcnews.com

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