Einfach in die amerikanische Weite hineinfahren – frei und mit unendlich viel Zeit. 2017 habe ich mir diesen Traum erfüllt. Dass fünf Monate dafür viel zu wenig sind, werde ich beim nächsten Mal beherzigen.

Mit Josi, meiner BMW F 650 GS, Zelt George und natürlich Superbär Gynsburgh erlebte ich einige der schönsten Monate meines Lebens.

Hier geht’s zum Anfang des Abenteuers (http://eva-hin-und-weg.de/noch-1-tag *) – viel Spaß beim Lesen und Wegträumen!

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* Es tut mir leid – hier erscheint ums Verrecken kein Hyperlink… Ihr müsst kopieren – entschuldigt bitte!

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Ein Jahr Charlottesville

Vor einem Jahr lenkte ein junger Mann sein Auto in eine Anti-Rassismus-Demo in Charlottesville, Virginia, und tötete die Studentin Heather Heyer. Die Stadt hat sich davon bis heute nicht erholt, wie dieser Radiobericht deutlich macht.

Etwa zwei Wochen später war ich dort. Und wenn ich jetzt die Bilder anschaue, kommt sofort wieder die beklemmende Gefühlsmischung auf – irgendwas zwischen „Man kann es kaum glauben.“ und „Das kann immer und überall passieren.“

Aber gerade Letzteres lähmt wohl eher als es hilft.

Hier meine Eindrücke von damals:

Charlottesville

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Ein ganzes ganzes Jahr.

Ein Jahr ist er her – der Aufbruch aus Kiel in mein großes Abenteuer.

Ja, ich weiß, dass die Zeit schneller vergeht, wenn man älter wird, aber sooo schnell??

Packen in Eile, weil natürlich alles viel knapper ist als geplant. 19 Uhr wollte ich los, es wurde 23 Uhr. 01:50 Uhr Ankunft in Tostedt, Übernachtung bei Cornelia, einer wunderbaren Studienfreundin.

Am nächsten Morgen weiter nach Bremerhaven – Josi abgeben. Meine Kleine fährt auf einem anderen Schiff über den Atlantik als ich, schnief…

Und ich mache mich mit dem ganzen Gepäck auf nach Antwerpen, wo die Independent Spirit auf mich wartet.

(Hier ist alles ausführlicher.)

Mehr braucht man nicht für ein halbes Jahr. Na gut, das Motorrad dann doch noch.

Eines muss ich gestehen: Wenn ich mehr Kohle hätte und weniger Schatz, würde ich sofort wieder losfahren. Die gleiche Strecke nochmal, diesmal aber mit viel mehr Zeit und hoffentlich mit ganz Wyoming, mit Montana, mit dem Crater Lake in Oregon.

Ich hab Sehnsucht.

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NDR 1 Welle Nord – der Knaller!

Ihr Lieben, ich muss einfach nochmal kurz angeben mit diesem Bild – ist das nicht lässig?

Danke an NDR 1 Welle Nord mit Jan Malte Andresen, Astrid Buchholz, Bettina Freitag, den Fotografen und die mir unbekannten Beteiligten für…

  • … die tolle Gesprächsatmosphäre beim Interview,
  • … die Geduld,
  • … die tollen Bilder und
  • … das tolle Marketing!

Ich hatte schon spannende Kontakte, weil im Sender so professionell gearbeitet wird.

Und darüber freuen sich Blog und Buch und ich!

 

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On air!

Es ist soweit: Das Radio-Interview mit Jan Malte Andresen ist online!

Knapp 90 Minuten haben wir im Februar über alles Mögliche gequatscht, nun könnt Ihr hier die Netto-Sabbel-Version von knapp 40 Minuten hören. Ich nehme an, dass wir das Fehlen der Musik der GEMA verdanken, was sehr schade ist. Ich durfte meine Lieblingslieder angeben und sie werden gespielt – das ist schon ein sehr cooles Gefühl.

Am 15.5. erfolgt von 20-22 Uhr die Ausstrahlung MIT Musik. Genauer: im Schleswig-Holstein Talk von und mit Jan Malte Andresen (was ein gaaaaaanz Netter ist – ebenso wie die Redakteurin Astrid Buchholz und die Programmchefin Bettina Freitag). Da gibt es dann auch Bruce und Passenger und Yvonne und ganz viel mehr.

Viel Spaß also!

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Inne Zeitung!

Die Kieler Nachrichten haben über meine Tour berichtet! Ist ja auch passend, so zu Saisonbeginn.

Das Fahrweh, das bisher halbwegs ruhig in mir geschlummert hat, ist nun natürlich vollends erwacht. Zunächst gönne ich mir Anfang Mai eine kleine Deutschlandtour, auf der ich so flexibel übernachten will wie in den Staaten. Mal sehen, wie das wird!

Natürlich werde ich hier im Blog davon berichten – nun gibt es erstmal den KN-Artikel. Danke an Karina Dreyer und die Kieler Nachrichten!

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Mein Leben danach

So, das war jetzt aber eine ganz schön lange Pause seit dem letzten Eintrag. Was daran lag, dass ich mich hier in Kiel erstmal wieder sortieren musste. Wettertechnisch, klamottentechnisch, wohnungstechnisch, kontaktetechnisch, jobtechnisch, finanziell.

Ich bin froh, dass ich nicht in ein Loch gefallen bin – manch einem geht es nach einer langen Reise so. Ob es daran liegt, dass ich so gern schlafe? Ich habe mir eine richtig schöne Winterschlafphase gegönnt mit täglichem Mittagschlaf. Luxus pur. Und zwischendurch natürlich trotzdem einiges getan.

Vor der Reise hatte ich geplant, danach wieder in meinen alten Job zurückzugehen – was ja leider nicht klappte. Das hatte natürlich auch sein Gutes, weil ich nicht gleich ab Januar wieder funktionieren musste. Natürlich schaue ich nach Jobs, die mich interessieren – zwei sind tatsächlich gerade im Prozess. Nun ist freie Zeit gut und schön, aber man muss sie sich auch leisten können. Mein Arbeitslosengeld liegt 160 Euro über meinen Mietkosten und das ist selbst für mich eng. Natürlich würde Bernd mich bis sonstwohin unterstützen, aber ich denke, zu viel „Geschnorre“ tut einer Beziehung auch nicht gut. Außerdem soll er ja nicht für mein Abenteuer zahlen.

Nach einigem gedanklichen Hin und Her habe ich meine geliebte Wohnung nun an ein junges Pärchen zwischenvermietet. Und bin selbst zur Untermieterin geworden – ich fühle mich jetzt wieder studentisch jung. Jens, ein charmanter, großartig tattoowierter Kerl, den ich bis dato nur flüchtig kannte, und seine Alte Englische Bulldogge Balou haben mich in ihre Wohnung aufgenommen. Seitdem bin ich entspannter – und freue mich, dass ich mich ganz unkompliziert als Hundehalterin ausprobieren kann. Balou hilft mir sogar bei meinen altmodischen Fotoalben:

Was ist sonst noch passiert? Josi ist fast zu Hause! Wegen des fast komplett abgefahrenen Hinterreifens kam meine Kleine per Anhänger von Bremen zum BMW-Händler in Neumünster. Danke, Conny, für Zeit und Ausrüstung! In Neumünster wird Josi jetzt einmal komplett durchgecheckt und fit gemacht, damit wir endlich wieder auf die Straße können.

Eigentlich hätte ich schon in Seattle neue Reifen gebraucht, aber als ich erfuhr, dass Reifen plus Montage doppelt (!!!) so teuer sein würden wie in Deutschland – nämlich knapp 500 Dollar – war der Trotz stärker als die Vernunft. Ich weiß, dass das doof war, schließlich hatte ich noch zwei Drittel der Strecke vor mir. Aber irgendwie hat es bis zum Ende nie gepasst, sodass ich tatsächlich mit einem Set Reifen 34.000 km gefahren bin. Die empfohlene Kilometerzahl verschweige ich an dieser Stelle lieber. Was bleibt? Metzeler Tourance Reifen sind sehr zu empfehlen :-).

Und ich habe tatsächlich mit meinem Buch angefangen. Das fühlt sich noch richtig seltsam an, aber es ist schließlich auch das erste Mal. Wie immer vor einer mir neuen Sache kaufe ich mir erstmal x Bücher zum Thema. Als ich mich mit Mitte 20 in einen Typen meines Alters verliebte, der bereits Vater war, war die erste Anschaffung das Buch „Der gebrauchte Prinz“. Geholfen hat es nicht :-). Manchmal muss ich wegen dieser Angewohnheit über mich selbst lachen – aber das ist ja auch nicht das Schlimmste. Wie es mir mit dem Schreiben ergeht, erfahrt Ihr allerdings nicht mehr an dieser Stelle. Dafür ganz bald – versprochen!

 

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