Laura’s Dream

Laura habe ich in einem schnuckeligen Diner nördlich von Ogden, Utah, kennengelernt. Nachts herrschten inzwischen Temperaturen um 0°C – für mich nicht unbedingt eine Einladung zum Zelten. Trotzdem hätte ich es getan – der Inhaber des Diners hatte mir seinen Innenhof angeboten.

Mit Lauras Mom.

Plötzlich kam ein „You can sleep on my couch!“ von links – dort saß Laura. Aus dem Nichts bot sie mir die Couch in ihrem Apartment an, in das sie erst einige Tage zuvor eingezogen war. Ich habe bei ihr ganz wunderbar geschlafen und ich freu mich sehr, dass sie mich und Euch an ihrem größten Traum teilhaben lässt:

„My biggest dream is to start an organization that provides housing, education, and developmental opportunities for children in foster care where they can progress and be better prepared for their future in an environment that is supporting and loving.“

Dass Laura fürsorglich ist, habe ich selbst erlebt – neben ihrer Badewanne konnte ich noch allerlei Beautyprodukte ausprobieren, während sie mit einer Freundin unterwegs war.

Vertrauen und Fürsorge – danke für beides, Laura, und von Herzen alles Gute für Deinen tollen Traum!

 

 

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„Traveling is my favorite activity.“

Um in die USA zu kommen, habe ich den Atlantik an Bord der „Independent Spirit“ überquert – zwei großartige Wochen, an die ich voller Sehnsucht zurückdenke.

Das hat ganz bestimmt auch mit der tollen 22-köpfigen Crew zu tun. Ein Crewmitglied war Dmytro, ein freundlicher Hüne aus der Ukraine. Der Chief Engineer will seinen großen Traum in diesem Jahr umsetzen:

„Ich will im Sommer mit meiner Familie durch Europa fahren. Einfach ins Auto steigen und dann von Odessa durch Polen und Deutschland nach Dänemark. Und dann über die Niederlande, Belgien und Frankreich bis nach Spanien.

Ich hab so etwas schon einmal gemacht, aber das war eine kleinere Tour. Diesmal will ich mir mehr Zeit nehmen. So acht bis neun Wochen – darauf freue ich mich.“

Dmytro, wir wollen Fotos von der Reise – habt ganz viel Spaß!

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(c) Karte

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„… da ist meine Seele zuhause.“

Auf meiner Tour hatte ich das Glück, mit einigen ganz wunderbaren Taxifahrern unterwegs zu sein, wenn Josi gerade auf deutscher oder amerikanischer Seite im Zoll oder sogar noch auf ihrem Schiff war.

Einer von ihnen ist Ted, ein ganz großartig durchgeknallter Typ, der mich vom Überseehafen in Bremerhaven zum Hostel fahren soll. Ich habe das gesamte Gepäck für die Reise auf meinen Schultern und mein Herz ist schwer, weil ich Josi zwischen hunderttausenden von Containern zurücklassen musste. Nach einer Weile frage ich ihn nach seinem größten Traum:

„Ich habe keine Träume mehr – ich habe sie mir alle erfüllt. Ich war sieben Mal auf Jamaika, das war einfach nur großartig.“ Er verfällt in Reggae-Slang und spricht/singt weiter: „Ich hab da so viel gesehen und mit so vielen Leuten gesprochen – da ist meine Seele zuhause. Und die Musik – hör mal hier!“

Die Reggae-Musik erfüllt das Auto und ist tatsächlich sehr cool – man muss unwillkürlich grinsen. „Das ist Sugar Minott. You know: Bob (Marley) is the creator (of Reggae) and Sugar is the Master. Ich hab ihn mal für ein Konzert hergeholt in mein Dorf, von gesammelten Spenden. Ein größerer Traum geht gar nicht.“

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Faltenfrei? No way…

Andi, ein guter Freund aus Kiel, war mein Testobjekt in Sachen „Was ist dein größter Traum?“ Denn irgenwie ist das ja doch eine recht persönliche Frage – ich war nicht sicher, wie sie ankommen würde.

Kurz vor meiner Abfahrt in die USA haben Andi und ich noch eine kleine Motorradtour gemacht. Und auf meine Frage antwortete er ohne auch nur eine Sekunde zu überlegen:

„Falten. Wenn ich alt bin, will ich ganz viele Falten haben. Ich hab mal einen alten Mann gesehen, bei dem war das so. Ein paar von den Falten werden sicher von schweren Zeiten kommen, aber das ist normal. Die meisten sollen aber davon kommen, dass ich so viel gelacht habe. Davon, dass ich glücklich war und viel Zeit mit den Menschen verbracht habe, die mir wichtig sind.“

Schnief. Es leben die Falten.

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(c) Bilder: Hund / Andi: Nicky Manten

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