5 Meter Adrenalin

Nicht in der Horizontalen, sondern in der Vertikalen – das macht es ja auch ungleich aufregender.

Du erinnerst Dich an meine Vorsätze für 2019? Genau: Mein Buch schreiben und vom 10er springen. Mit etwas mathematischer Akrobatik (na gut, Schummelei) habe ich heute ein Drittel davon erledigt!

Der Plan war und ist, mich quasi türmchenweise an den 10er Sprungturm in der Uni-Schwimmhalle heranzutasten: 1er, 3er, 5er, 7,5er und schließlich der 10er.

Der 1er war kein Problem – wäre ja auch noch schöner. Ich hatte lediglich vergessen, wie sehr das Brett schwingt. Das letzte Mal bin ich mit der Hälfte meines derzeitigen Gewichts darauf entlangstolziert…

Eine Lehre aus diesem Sprung: Nase zuhalten, sonst kommt Wasser rein.

Der 3er war geschlossen, warum auch immer. Soviel zu meinem Plan.

Es hilft nichts: Hoch auf den 5er. Ich werde hier nicht mit dem 1er auf meiner Liste rausgehen.
Während sich die ganze Zeit Trauben von Halbstarken auf dem 5er tummelten, ist da jetzt niemand mehr. Kein Mensch, hinter dem ich mich verstecken und mich erstmal an die Höhe gewöhnen könnte.

Ich gehe nach vorn und schaue runter. Anfängerfehler – es sieht ja alles ungleich höher aus, als es tatsächlich ist. Von draußen wirkte der 5er richtig piefig.
Aber jetzt bin ich drinnen, oben. Schaue nochmal runter – warum??? Der Gedanke „Okay, es wird nicht besser, wenn ich warte“ schießt mir durch den Kopf und ich springe.

Naja, mache den Schritt ins Nichts – ein Sprung ist das nicht. Versuche, mich noch mit der lächerlich kurzen Falldauer zu beruhigen: nicht mal eine Sekunde. Bei einem Sprung vom 10er fällt man 1,43 Sekunden. Ein Pups.

Gerade runter, nur kein Bauchklatscher, Nase zuhalten, läuft. Äh, fällt. Bis auf die Tatsache, dass es sich anfühlt wie 4 sek – das Gehirn macht also auch hier, was es will.

Aber ich komme tatsächlich unten an, wie die meisten! Schneller Check unter Wasser: Die Nase ist frei, das Bikinioberteil sitzt, das Höschen wird fix aus der Knackporitze gezubbelt. Dann bin ich auch schon an der Wasseroberfläche…

… und erleichtert wie dieser Stupsnasendelphin (ja, der heißt so – ist er nicht entzückend??).

Zittrig vor Freude und Adrenalin bin ich dann nochmal nach oben gestapft, um mich an den 5er zu gewöhnen. Und um dann ganz easy-peasy und natürlich mega-elegant herunterzuspringen. Man hat so Vorstellungen.

War nix mit easy-peasy – zu viel Adrenalin im Blut. Ich bin dann so mega-elegant wie möglich die Treppe wieder runtergestiegen, vorbei an Horden halbwüchsiger Jungs, die der alten Frau mitleidig und höflich den Weg nach unten freimachten.

Egal. Beim nächsten Mal ist mindestens der 7,5er dran – wenn nicht sogar der 10er.

Und das Buch wird in diesem Jahr auch fertig.


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… oder auch nicht.

So schnell kann das gehen, können Dinge sich ändern.

Wegen organisatorischer Schwierigkeiten vor Ort findet mein USA-Bilderbericht leider nicht statt.

Schade.

Aber so ist das nun mal.

Ich freu mich auf die Shows, die ich hier in Kiel zeigen kann – und irgendwann werde ich auch Hannover ganz sicher erobern.

 

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Morgen wird vorgelesen!

Ich habe es Euch versprochen – und nun geht es los: Am Samstag vorgelesen!

Ich hab ja ein bisschen Schiss davor wegen Kamera und Stimme und Frisur und Falten und Licht und überhaupt. UND natürlich davor, mein Geschriebenes in die Öffentlichkeit zu bringen – aber das ist wohl normal.

Das meiste, vor dem ich Schiss habe, schiebe ich gaaaaaanz lange vor mir her – um es dann irgendwann im unpassendsten Moment einfach zu tun.

So auch hier. Mein erstes Video hab ich grad in der Mittagspause aufgenommen und glaubt mir: Nach diesem Video kann es nur noch besser werden – bis morgen also!

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Beitragsbild: Hiroshi Sugimoto.

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