Wünschewagen goes TV

Lebensträume und letzte Wünsche sollte man nicht mit ins Grab nehmen.

Wo die eigenen Möglichkeiten nicht mehr reichen, hilft der Wünschewagen – ein liebevoll getarnter Krankenwagen, in dem sterbend kranke Menschen von medizinischem Personal zu ihren letzten Wünschen gefahren werden.

Morgen gibt’s bei sternTV eine Reportage:

 

Und bis dahin könnt Ihr ja überlegen, welchen Traum Ihr schon jetzt angehen könnt. Wir haben schließlich nur ein Leben. Aber wenn wir es richtig leben, reicht das auch :-).

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Beitragsbild: (c) Hans Op de Beeck (Ausschnitt)

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Mein erster Pin Up-Einsatz!

Bekannte haben sich durch einen Zeitungsartikel über meine Tour inspirieren lassen, auch für den Wünschewagen zu sammeln – und bei einer Party ihre Gäste um Spenden statt Geld gebeten.

Und jetzt haltet Euch fest: Damit sich alle in Ruhe über das Projekt informieren konnten, wurde der Zeitungsartikel im stillen Örtchen aufgehängt! Ich könnte mich wegschmeißen 😀

500 Euro kamen so zusammen – einfach genial. Dafür häng ich doch gern an der Klowand!

Und ich finde, die Idee ist so toll, dass man übernehmen sollte – wann ist Eure nächste Party?

Bilder: Familie Gläser, Kiel

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Noch einmal glücklich ~ ~ ~ Einblicke in die Wünschewagen-Arbeit

Ihr Lieben, es gibt einen neuen, wundervollen Film über die Arbeit des Wünschewagens – schaut mal rein!

Alle Infos zum ASB-Wünschewagen Schleswig-Holstein und wie Ihr ihn unterstützen könnt gibt es hier. Oder natürlich bei mir 🙂 .

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Beitragsbild: (c) ASB Schleswig-Holstein

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Verrücktes Leben

Bruce Springsteen dröhnt durch die Wohnung – liebe Nachbarn, entschuldigt bitte!

Aber das war zur Vorbereitung auf mein Vorstellungsgespräch gestern Nachmittag offenbar genau das Richtige – ich habe heute am frühen Vormittag (vor 10…) telefonisch die Zusage bekommen! Ich war ziemlich verdutzt, weil ich so schnell gar nicht damit gerechnet hatte. Nächstes Mal bleibe ich gleich da :-).

Was das für ein Job ist? Ich werde als Landesfachreferentin (hört, hört!) beim ASB arbeiten und dort für das Fundraising in Schleswig-Holstein verantwortlich sein. Warum ich das überhaupt hier in den Blog schreibe? Weil dazu auch der Wünschewagen gehört! Ist das nicht verrückt? Hier schließt sich mal wieder ein Kreis und ich kann mich nur verwundert freuen.

Am 15.5. geht’s in Vollzeit los, der Job ist hier in Kiel. Nur die Kleiderfrage muss noch geklärt werden. Ich denke, dieses Shirt ziehe ich nicht gleich am ersten Tag an…

Natürlich wird das jetzt einiges verändern. Nicht nur mein Mittagsschlaf wird mir nach drei Monaten Arbeitslosigkeit fehlen (und darin bin ich richtig gut), sondern auch Zeit für mein Buch. Wobei ich die freien Tage bisher auch nicht konsequent dafür genutzt habe. Der Umzug in die WG mit vorangehender Suche nach geeigneten Zwischenmietern für meine Schnuckelwohnung hat mich Zeit und vor allem Energie gekostet. Die kann jetzt ins Buch fließen. Also, nach dem Job natürlich.

Überhaupt wird es ein schönes Gefühl, finanziell mal wieder etwas entspannter unterwegs zu sein. In den USA war es ja immer knapp und seit meiner Rückkehr auch. Aber ich hab dadurch einiges gelernt und mich auch wieder an die Reis-Gemüsebrühe-Suppe meiner Studienzeit erinnert. Ganz wichtig: Ich will nicht klagen – ich habe mich für all das entschieden und so unendlich viel Gutes gesehen, gelernt und gewonnen.

Nichts möchte ich missen – und nun kommt die nächste Phase. In der Josi, Bruce und das Buch natürlich ihren Platz haben.

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(c) Shirt

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Besuch beim Wünschewagen

Am Dienstag, 16.1., war es soweit: Wir haben die Einladung beim Wünschewagen Schleswig-Holstein wahrgenommen. Den Mittwoch habe ich mit vergeblichen Versuchen verbracht, das wunderbare Video im Blog einzubinden, Donnerstagmorgen funktionierte es dann mit der naheliegendsten Option. Deshalb kommt der Bericht erst jetzt – ich finde, der Film war das Warten wert.

Zu viert sind wir beim ASB Kiel aufgetaucht: meine Freunde Gabi, Marco, Hinrich – stellvertretend für alle, die gespendet haben – und ich. Es war ein schönes Gefühl, auch mal auf der Spenderseite zu sitzen; aus meiner Zeit im Ronald McDonald Haus kannte ich das ja nur andersrum. Diesmal war der Kaffee für uns :-). Macht Euch doch ruhig auch einen und schaut Euch diesen berührenden Film über beschenkte Fahrgäste und ihre erfüllten Wünsche an:

Also, ich hatte Tränen in den Augen und ich war nicht die einzige. Ich meine, ein Fallschirmsprung – wie krass ist das denn! Habt Ihr das Strahlen in den Augen des Mannes gesehen? Drei Wochen danach ist er gestorben – drei Wochen, in denen er sich immer wieder daran freuen konnte, dass er seinen letzten großem verrückten Wunsch leben konnte.

Bevor unsere Gastgeber Annette Peters (Öffentlichkeitsarbeit ASB) und Axel Schröter (Projektleiter Wünschewagen SH) uns den Film zeigten, haben sie ausführlich vom Projekt erzählt. Weil ich glaube, dass es einige unter Euch interessiert, hier die m.E. wichtigsten Aspekte:

  • Der Wagen, der in Elmshorn nahe Hamburg stationiert ist, wurde 2015 eingeweiht – als zweiter überhaupt in Deutschland (Essen war schneller, aber die sind auch näher dran an den Niederlanden, woher die Idee kommt).
  • Inzwischen gibt es in 14 Bundesländern Wünschewagen. Immer wieder wird bundeslandübergreifend zusammengearbeitet, etwa bei Wünschen mit entsprechenden Distanzen oder bei Engpässen. Dann wird bei zwei Wunscherfüllungen am gleichen Tag schon mal ein Fahrzeug ausgeliehen.
  • Die Wünschewagen sind komplett ausgestattete Krankenwagen – schließlich handelt es sich immer noch um Krankentransporte mit schwerst kranken Menschen. Die Ausrüstung ist jedoch gut versteckt und die „Patienten“ werden konsequent als Fahrgäste bezeichnet – man macht eine Ausflugsfahrt.
  • Mit einer Pflegefachkraft und einer Rettungsdienstkraft sind immer zwei medizinisch geschulte Begleiter an Bord, einer davon i.d.R. als Fahrer.
  • Fahrten werden ausschließlich mit ärztlicher Genehmigung angetreten.
  • Für die Fahrgäste ist das gesamte Unternehmen kostenfrei, selbst wenn es Konzertkarten, Hotelbesuch o. Ä. beinhaltet.
  • Es werden etwa 2-3 Wünsch pro Woche erfüllt – das deckt sich ungefähr mit dem Bedarf.
  • Insgesamt benötigt das Projekt 30.000 Euro pro Jahr (da hatte ich vor meiner Fahrt eine falsche Zahl genannt).

Es ist spannend, welch vielfältige Wünsche geäußert werden. Noch einmal an die Förde. Der Fallschirmsprung. Zum Konzert des Lieblingsstars. Zu einem Fußballspiel. Noch einmal durch das Heimatdorf. Zur Hochzeit der Enkelin. Zum Geburtstag der Schwester. Noch einmal in den Lieblingsgitarrenladen.

Meist können die Menschen sich ihre Wünsche selbst nicht mehr erfüllen, weil sie aufgrund von Alter oder Krankheit nicht mehr beweglich genug sind, oder weil es ohne medizinische Betreuung gar nicht ginge. In beidem Fällen hilft der Wünschewagen, die letzten Wünsche doch noch zu wagen.

Am Ende der 90 min beim ASB hatte ich mehr denn je das Gefühl, mit dieser Spendenaktion alles richtig gemacht zu haben – und ich hoffe, es geht Euch, die Ihr gespendet habt, ähnlich. Ich werde die Aktion weiterlaufen lassen und mal mehr, mal weniger intensiv darauf hinweisen. Sollte es tatsächlich zu meinen geplanten Bilderabenden und zum Buch kommen (meine nächsten großen Wünsche/ Ziele), dann geht davon selbstverständlich auch Geld ins Projekt.

Danke nochmal für Eure großartige Unterstützung!!!

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(c) Beitragsbild: Annette Peters, ASB Schleswig-Holstein / Bilder vom Wagen: ASB Schleswig-Holstein

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Einladung zum Wünschewagen-Projekt

Ihr Lieben, die Ihr zu den 1.039 Euro für den Wünschewagen beigetragen habt:
 
Wir sind herzlich eingeladen, am Dienstag, dem 16.1., oder am Mittwoch, dem 17.1., jeweils um 15 Uhr, in der ASB-Geschäftsstelle hier in Kiel vorbeizuschauen und bei einem Käffchen (Zitat!) die Arbeit des Wünschewagens näher kennenzulernen.
 
Hat jemand Lust, mit mir dorthin zu fahren? Wenn ja, wann? Di oder Mi?
 
Gebt fix Laut, damit ich einen festen Termin ausmachen kann!
 
Liebe Grüße
Eva
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