Driving home for Christmas

Ich bin zuhause. Und es ist gut.

Drei Tage auf den Florida Keys haben mich versöhnt. Ich konnte – legal! – ohne Helm über die vielen langen und kurzen Brücken dieses Paradieses fahren, wie ich es mir schon seit Jahren vorgestellt habe…

… noch ein wenig Restbräune mitnehmen, zweimal allein an einem (leider noch hurrikanverwüsteten) Strand zelten…

… und hier auch, quasi an meinem Privatstrand, im Atlantik baden:

Nur der Dicke ließ sich nicht dazu bewegen, ins Wasser zu gehen – aber er ist ja auch so dekorativ genug.

Die Keys waren der perfekte Abschluss für mich. Danach hieß es, nach Miami fahren und Josi für ihre Überfahrt abzugeben. Ich wusste, es würden gute Hände sein – schließlich hantieren diese vorrangig mit Traumautos. Kurz habe ich überlegt, mich über Nacht in der Halle einschließen zu lassen – aber da waren überall Kameras…

Dann hieß es freilich, ohne Josi zum 12,3 km entfernten Flughafen zu kommen. In meiner energisch-deutschen Euphorie bin ich erstmal zu Fuß los – 14 kg Gepäck hatte ich auch schon auf dem Jakobsweg getragen, und zwar 974 km weit. Dass dieses Gepäck damals in einem tollen Rucksack und nicht in zwei Schlenkertaschen, ich damals Wanderschuhe und keine Motorradstiefel getragen habe und ich vor allem fast 20 (krächz…) Jahre jünger war, fiel mir dann so Schritt für Schritt ein. Eben die Erkenntnisse, die man beim Laufen so hat. Geld für ein Taxi wollte ich nicht ausgeben, Trampen klappte nicht – blieb also nur, Polizisten, die gerade an einer Ampel warteten, um eine Mitfahrgelegenheit zu bitten. Hat geklappt! Was soll ich sagen: Die Polizisten in den USA sind super – das belegt meine Quer-durch-alle-Staaten-Analyse ganz eindeutig.

Die Wartezeiten auf den Flughäfen in Miami und Brüssel habe ich mir mit der letzten Handwäsche der Saison…

… und allerlei Beobachtungen versüßt:

Käse mit Brie-Geschmack…

So richtig absurd war, dass Menschen 15 Dollar dafür bezahlen, ihre stabilen und robusten Koffer, die zur Unterscheidung von anderen Koffern verschiedene Designs haben, mit einer Plastikfolie zu umhüllen, die den Koffer vor Reisespuren schützt und ihn optisch an hunderte andere angleicht, so sie derselben Prozedur unterzogen wurden. Und das nicht nur in blau bei den verrückten Amis…

… sondern in grün auch bei den Belgiern:

Bescheuert. Und aus Umweltsicht unerträglich.

Jetzt bin ich zuhause. Wurde von meinem Liebsten am Flughafen abgeholt, habe Badewanne und Kuschelbett genossen – Letzteres 13 Stunden lang. Tja, gekonnt ist gekonnt! Ich bin noch nicht ganz sicher, wie es ist, wieder hier zu sein; bisher tut es jedenfalls noch nicht weh.

Naja, nicht mir. Der Dicke leidet schon – unser kleiner Schwarzfußcowboy muss sich an den Gedanken gewöhnen, doch bald ein Bad zu nehmen…

Ich gehe mir jetzt in Kiels schönster Straße etwas Weihnachtsstimmung holen – die Deko in den USA war dazu nicht gerade angetan. Obwohl… Dieser Weihnachtsmann an einem Strand am Golf von Mexiko war schon süß, oder?

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One thought on “Driving home for Christmas

  1. Gabriele karas

    Hallo liebe eva .
    Einfach toll deine Erlebnisse und vorallem Hochachtung vor deinem mut dich auf dieses Abenteuer einzulassen .
    Gabriele

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