Erste Eindrücke

Ein ganz wichtiges Thema gleich zu Beginn: Essen. Hier habe ich Vollpension gebucht, was bei Seeleuten offenbar mittags UND abends warmes Essen bedeutet. Plus jeden Morgen Ei nach Wahl. Ich fürchte, ich werde den Koch das eine oder andere Mal vor den Kopf stoßen, indem ich Mahlzeiten auslasse. Aber ich muss an Josi denken – auf so viel ungeplante Last ist sie nicht eingestellt.

 

Zwei Philippinos sind für die Küche zuständig, sie werden liebevoll „Cookie“ und „Messie“ genannt. Während sich ersterer noch relativ leicht von „Cook“ herleiten lässt (weiß jemand, was aus „Smutje“ geworden ist?), brauchte ich beim zweiten Begriff ein wenig, bis ich „Messman“ als Erklärung hatte – er fungiert als Bindeglied zwischen Küche und Messe, deckt ein und ab, füllt nach und sorgt dafür, dass alle satt werden. Seine Existenz soll wohl auch verhindern, dass jeder in die Küche latscht, wenn etwas fehlt. Jedenfalls ist er – Samuel – eine ganz zarte Gestalt, die oft ganz schnell wieder hinter dem Türrahmen verschwindet, nachdem sie die Bedürfnisse in der Messe geprüft hat.

Ich muss hier an Bord übrigens nicht mitarbeiten bzw. darf es gar nicht. Das Prinzip „Hand gegen Koje“, mit dem vor Jahrzehnten viele kostenlos und dafür mit anpackend auf Frachtern mitgefahren sind, gibt es so nicht mehr. Das mag versicherungstechnische Gründe haben – vielleicht war es den Besatzungen aber auch zu ineffizient, auf jeder Tour unterschiedlich begabte und willige Touristen einzuarbeiten. Ich zahle also und bin tatsächlich der einzige Passagier an Bord. Hier kann ich gut üben zu entspannen, während alle anderen arbeiten 😊.

Für alle Schiffsinteressierten kommen hier Bilder von einem Rundgang auf der Independent Spirit – have fun!

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