„Hast du schon einen Verlag?“

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!

Am 19. Dezember hatte ich sechs Verlage meiner Wahl mit meinem Manuskript beglückt. Überblick, Zielgruppen, Stand der Dinge, Textprobe, Bilderauswahl.

Unglaublicherweise meldeten sich zwei (!) Verlage in den folgenden Tagen bei mir – mein Manuskript gefalle ihnen, man werde intern darüber sprechen und die Bilder prüfen. Der absolute Wahnsinn. Überall hört und liest man, dass es Monate dauere, bis man etwas von den Verlagseminenzen höre – wenn überhaupt. Denn Absagen werden nicht verschickt.

Ich denke, ich habe Glück, dass sowohl meine Geschichte als auch die dafür in Frage kommenden Verlage überschaubar sind. Meine Reisestory ist keine Belletristik, die in x Verlagen veröffentlicht werden könnte, dort aber bereits unter y ebenfalls unaufgefordert eingesandten Manuskripten verhungert.

Ich habe versucht, auf die Emails so erwachsen-freudig-cool-zugewandt-souverän und Alter-du-machst-Witze-ist-das-dein-Ernst-vermeidend zu antworten wie möglich: Klar, prüft das ruhig, alles easy, ich mach hier derweil locker weiter. Kein Ding.

Und am Dienstag nun schreibt mir dieser Mensch, dass sein Verlag tatsächlich mein Buch machen will!!! Ich hab schon gezittert, als ich seine Email im Posteingang sah. Ein „Ja“ und ein „Nein“ waren möglich – und der einzige Weg herauszufinden, was es ist, war nun, die Email tatsächlich zu lesen. Wo ist der Champagner? Einatmen… ausatmen… Email öffnen.

Gnädigerweise machte er schon im ersten Absatz klar, dass es ein „Ja“ ist. Den Rest habe ich nicht mehr wahrgenommen, ihn einfach irgendwo zwischen Augen und Gehirn geparkt. Und dann versucht weiterzuatmen.

Die Email hab ich an meinen Liebsten weitergeleitet, der kennt das schon. Er ist Lehrer, hat die Email gleich ausgedruckt, damit wir sie am Abend durchsprechen können. Wir hatten ohnehin einen Tisch bei unserem Haus-und-Hof-Italiener reserviert.

Eigentlich konnte das alles nicht wahr sein. Vielleicht war das ein Fake-Verlag? Oder einer, dem man erstmal tausende von Euro geben muss, bevor die was veröffentlichen? Was sagt Google, was Wikipedia? Okay, beide geben Entwarnung. Renommierter Verlag, europaweit. Krass… Die wollen mein Buch machen, die Suche ist vorbei.

Erst, als ich das breite Grinsen meines Liebsten sah und er mich stolz umarmte, drang ein wenig von dem, was geschehen war, wirklich zu mir durch. So ganz abgeschlossen ist dieser Prozess immer noch nicht – fragt mal die Angestellten der Buchhandlung, die ich mit Blicken auf und in Veröfflichungen aus diesem Verlag genervt habe…

Kurz und gut: Mein Buch wird entstehen.

Etwa Mitte Februar werden der Verlagsmensch und ich uns zusammensetzen um zu besprechen, wie es weitergeht: Stand des Buches, Zeitplan, Konditionen usw.

Und wenn ich unterschrieben habe, verrate ich auch den Verlag. Fühlt sich jetzt noch zu unausgegoren an.

Bis dahin: Einfach mit mir freuen!

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