Ein ganzes ganzes Jahr.

Ein Jahr ist er her – der Aufbruch aus Kiel in mein großes Abenteuer.

Ja, ich weiß, dass die Zeit schneller vergeht, wenn man älter wird, aber sooo schnell??

Packen in Eile, weil natürlich alles viel knapper ist als geplant. 19 Uhr wollte ich los, es wurde 23 Uhr. 01:50 Uhr Ankunft in Tostedt, Übernachtung bei Cornelia, einer wunderbaren Studienfreundin.

Am nächsten Morgen weiter nach Bremerhaven – Josi abgeben. Meine Kleine fährt auf einem anderen Schiff über den Atlantik als ich, schnief…

Und ich mache mich mit dem ganzen Gepäck auf nach Antwerpen, wo die Independent Spirit auf mich wartet.

(Hier ist alles ausführlicher.)

Mehr braucht man nicht für ein halbes Jahr. Na gut, das Motorrad dann doch noch.

Eines muss ich gestehen: Wenn ich mehr Kohle hätte und weniger Schatz, würde ich sofort wieder losfahren. Die gleiche Strecke nochmal, diesmal aber mit viel mehr Zeit und hoffentlich mit ganz Wyoming, mit Montana, mit dem Crater Lake in Oregon.

Ich hab Sehnsucht.

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Noch 1 Tag…

… und das bedeutet: MORGEN!

Es ist unglaublich, dass jetzt alles so nah ist. Ich schreibe diese Zeilen in Aachen, wo ich auf meiner Reise von Kiel nach Antwerpen bei meiner Schwester und meinen drei Neffen übernachtet habe. Die letzte Nacht auf deutschem Boden – heute geht es weiter nach Antwerpen, wo mein Schiff „Independent Spirit“ in See sticht.

Aber der Reihe nach. Nach einer Erledigungs- und Packorgie bin ich Freitagnacht gegen 23 Uhr aus Kiel losgefahren.

Geplant war 19 Uhr – aber wie war das mit Gott und den Plänen? Und obwohl ich erst um 1:30 Uhr bei meiner Studienfreundin Cornelia in Tostedt ankam, hat der Ritt durch Nacht und Regen sich gelohnt, weil ich den Samstag etwas entspannter angehen konnte.

Bis 12 Uhr sollte Josi am Terminal in Bremerhaven sein – 11:45 Uhr waren wir da. Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss 🙂

So beeindruckend das Containerhafengelände auch war, so schwer fiel mir doch der Abschied von Josi. Auf Wiedersehen in der Neuen Welt! Und weil ich nun das gesamte Gepäck allein ohne fahrbaren Untersatz nach Antwerpen bringen musste, wurde der Abschied von ihr im wahrsten Sinne des Wortes mit jedem Schritt schwerer… Viel weiter ging es an diesem Samstag auch nicht mehr – nur mit Taxifahrer Ted ins Havenhostel, wo ich ein 6-Bett-Zimmer ganz für mich allein hatte.

Gestern – Sonntag – weiter. Ziel: So weit die Kräfte reichen.

Also von Bremerhaven mit dem Zug nach Bremen, von da mit dem Flixbus nach Dortmund, von da mit dem Zug nach Aachen, von da mit Chauffeur (Schwager Dominik) ans Tagesziel. Ein Traum…

Heute – Montag – geht es mit dem Zug nach Antwerpen. Das zweimalige Umsteigen werde ich hoffentlich schaffen – ich hab überall Muskelkater vom gestrigen Schlepperballett. In Antwerpen werde ich mich wieder in ein Hostel einmieten und kurz mit meinem Agenten (jawohl :-)) sprechen. Dienstagabend oder Mittwochmorgen soll das Schiff starten – bei Containerschiffen ist immer etwas Spiel.

Ich werde berichten!

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