Auszeit mit Smurfy

Es fährt ja nicht jeder mit dem Motorrad los.

Manch einer wagt seine Auszeit mit einem betagten T2-Bulli – wobei die schlumpfblaue Farbe und der schnuckelige Name „Smurfy“ die Sache eindeutig schöner machen.

Wer nun im Wort Smurphy das legendäre „Was-schief-gehen-kann-wird-schief-gehen“-Gesetz vermutet, liegt absolut richtig.

Martin Röhrig hat über seine Auszeit ein Buch geschrieben, zu dem ich nur so viel sagen will: Ich mag keine Reiseberichte, diesen hier liebe ich. Authentisch, witzig, reisesehnsuchtsausbruchsfördernd und haptisch rundum ansprechend – ich habe im Moment kaum Kohle, aber die 19,90 Euro für dieses Juwel ausgegeben zu haben, bringt mich auf jeder neuen Seite zum Strahlen.

(c) Delius Klasing Verlag GmbH

Also: Hier mehr dazu lesen und dann gleich dort oder besser noch in der Buchhandlung um die Ecke kaufen!

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„Hast du schon einen Verlag?“

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!

Am 19. Dezember hatte ich sechs Verlage meiner Wahl mit meinem Manuskript beglückt. Überblick, Zielgruppen, Stand der Dinge, Textprobe, Bilderauswahl.

Unglaublicherweise meldeten sich zwei (!) Verlage in den folgenden Tagen bei mir – mein Manuskript gefalle ihnen, man werde intern darüber sprechen und die Bilder prüfen. Der absolute Wahnsinn. Überall hört und liest man, dass es Monate dauere, bis man etwas von den Verlagseminenzen höre – wenn überhaupt. Denn Absagen werden nicht verschickt.

Ich denke, ich habe Glück, dass sowohl meine Geschichte als auch die dafür in Frage kommenden Verlage überschaubar sind. Meine Reisestory ist keine Belletristik, die in x Verlagen veröffentlicht werden könnte, dort aber bereits unter y ebenfalls unaufgefordert eingesandten Manuskripten verhungert.

Ich habe versucht, auf die Emails so erwachsen-freudig-cool-zugewandt-souverän und Alter-du-machst-Witze-ist-das-dein-Ernst-vermeidend zu antworten wie möglich: Klar, prüft das ruhig, alles easy, ich mach hier derweil locker weiter. Kein Ding.

Und am Dienstag nun schreibt mir dieser Mensch, dass sein Verlag tatsächlich mein Buch machen will!!! Ich hab schon gezittert, als ich seine Email im Posteingang sah. Ein „Ja“ und ein „Nein“ waren möglich – und der einzige Weg herauszufinden, was es ist, war nun, die Email tatsächlich zu lesen. Wo ist der Champagner? Einatmen… ausatmen… Email öffnen.

Gnädigerweise machte er schon im ersten Absatz klar, dass es ein „Ja“ ist. Den Rest habe ich nicht mehr wahrgenommen, ihn einfach irgendwo zwischen Augen und Gehirn geparkt. Und dann versucht weiterzuatmen.

Die Email hab ich an meinen Liebsten weitergeleitet, der kennt das schon. Er ist Lehrer, hat die Email gleich ausgedruckt, damit wir sie am Abend durchsprechen können. Wir hatten ohnehin einen Tisch bei unserem Haus-und-Hof-Italiener reserviert.

Eigentlich konnte das alles nicht wahr sein. Vielleicht war das ein Fake-Verlag? Oder einer, dem man erstmal tausende von Euro geben muss, bevor die was veröffentlichen? Was sagt Google, was Wikipedia? Okay, beide geben Entwarnung. Renommierter Verlag, europaweit. Krass… Die wollen mein Buch machen, die Suche ist vorbei.

Erst, als ich das breite Grinsen meines Liebsten sah und er mich stolz umarmte, drang ein wenig von dem, was geschehen war, wirklich zu mir durch. So ganz abgeschlossen ist dieser Prozess immer noch nicht – fragt mal die Angestellten der Buchhandlung, die ich mit Blicken auf und in Veröfflichungen aus diesem Verlag genervt habe…

Kurz und gut: Mein Buch wird entstehen.

Etwa Mitte Februar werden der Verlagsmensch und ich uns zusammensetzen um zu besprechen, wie es weitergeht: Stand des Buches, Zeitplan, Konditionen usw.

Und wenn ich unterschrieben habe, verrate ich auch den Verlag. Fühlt sich jetzt noch zu unausgegoren an.

Bis dahin: Einfach mit mir freuen!

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Psssst!

Ganz leise und nur unter uns: Verlage antworten tatsächlich!

Und man muss auch gar nicht immer die berühmten vier bis zehn Monate warten – manchmal reichen zehn bis zwanzig Tage. Klingt nach Angeben, ist es auch, aber nur ein ganz kleines bisschen!!!!

Ich kann Dir sagen: Ich platze fast vor Freude!

Mehr zu schreiben gehört sich an dieser Stelle nicht, aber sobald sich etwas Handfestes entwickelt, sage ich natürlich Bescheid.

Bis dahin: Freu Dich einfach mit mir!

Und ich gönn mir jetzt erstmal was.

(c) Eva Strehler: Fiedler – was sonst.

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Beitragsbild: (c) Eva Strehler: Kiel – irgendwo am Wegesrand.

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Am Samstag – nicht mehr – vorgelesen

Manchmal verliebt man sich in eine Idee und fragt sich nicht, ob sie sinnvoll oder langfristig umsetzbar ist. Ich hab mich beides ganz kurz gefragt, fand meine Vorlese-Idee aber zu toll, um sie richtig einzuschätzen.

Ich schaffe es nicht, regelmäßig vorzulesen – schon gar nicht regelmäßig wöchentlich. Es ist doof, Euch regelmäßig zu vertrösten.
Und ich denke, dass ich mit dieser Idee den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht habe. Statt aus einem Buch vorzulesen, dass es noch gar nicht gibt, sollte ich es fertigschreiben und dann daraus vorlesen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Hier wird erstmal nicht weiter vorgelesen.

Ich freu mich über diejenigen, die die bisherigen „Lesungen“ angehört haben – ich hoffe, es hat gefallen!

Den Blog schreibe ich natürlich weiter. Über den Stand der Ich-schreibe-ein-Buch-Dinge, über Banales und Besonderes, über Fundstücke aus den USA und vor allem über meine Versuche, dieses momentan doch recht seltsame Leben in Balance zu halten.

Ich hoffe, Ihr bleibt dabei!

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Schade.

An alle, die mir die Daumen gedrückt haben für den Autorenwettbewerb: DANKE!!!

Heute wurden die Ergebnisse bekanntgegeben und die Titel der zehn Geschichten für die Shortlist des MALIK-Sammelbands veröffentlicht.

Leider bin ich nicht dabei. Das ist natürlich echt schade – es wäre eine feine Sache gewesen.

Aber ich hab ja nix verloren – ich hätte nur was gewinnen können. Und wenn die zehn ausgewählten Geschichten besser sind als meine, dann MÜSST Ihr sie einfach lesen! Entweder in den kommenden Wochen online oder dann als Sammelband.

Ich mach mich jetzt wieder an die Arbeit und schreibe mein Buch weiter. Und wer weiß – vielleicht kann ich den Verlag ja damit überzeugen?

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Warten ist kacke. Aber so richtig.

Heute sollen die zehn Geschichten bekannt gegeben werden, die im Rahmen des Autorenwettbewerbs gewonnen haben.

Nun ist „heute“ jetzt genau 20 Stunden alt und wisst Ihr was? Ich bin nicht gut im Warten.

Die Gewinnergeschichten auf der Webseite der Veranstalter erscheinen. Vielleicht vorher eine Benachrichtigung per Email – nur würden die dann sicher schon raus sein. Da ich keine erhalten habe, bin ich wohl selbiges – ABER WER WEIß DAS SCHON?

Ich habe heute eine absolute Abhängigkeit entwickelt – gleichmäßig aufgeteilt auf Handy und Laptop. Tatsächlich kann man beides überall hin mit sich tragen. Aber glaubt mir: Schön ist anders!

Aber egal. Das Wichtigste ist: Ihr könnt immer noch die Daumen drücken 🙂

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