Am Samstag vorgelesen 1: Wie alles begann

Was lange währt, geht tatsächlich manchmal los!

Einige Dinge sind mir bei dieser Vorleseaktion wichtig:

  • Die Texte sind nicht das Buch. Da ist nix fertig – sie sind die erste Fassung überhaupt.
  • Die Texte entstehen z.T. aus meinen Blogeinträgen von der Reise. Wenn ich letztere für unfassbar gelungen halte, dann übernehme ich sie einfach. Die Worte einer professionellen Autorin.
  • Ich freu mich über Eure Gedanken – entweder direkt an mich oder in den Kommentaren, dann haben auch andere was davon.
  • Wenn Ihr was doof findet oder anders schreiben würdet: Seid so lieb und behaltet es für Euch. Nicht, weil ich keine Kritik aushalte, sondern weil ich im Moment so schreibe, wie ich bin und wie ich es am besten kann. Natürlich geht vor Veröffentlichung alles durch die Hände der Lektoren meines Vertrauens. Wenn jetzt aber 20 Leute ihre Meinung schreiben, habe ich 27 sich womöglich widersprechende Tipps und schreibe wahrscheinlich gar nicht mehr.
  • Das hier soll einfach Spaß machen. Uns allen 🙂
  • Was ich hingegen sehr gern annehme, sind Titelvorschläge für das Buch!
  • Das Bild, diese Perle des Fotojournalismus, wird im Video erklärt.

  • Nicht erklären kann ich, warum der Nierengurt über (!) dem Lederanzug sitzt.
  • Und was um alles in der Welt uns damals geritten hat, weiße Turnschuhe zu tragen.

Egal, los geht’s!

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May contain: movie screen, hill, sky

Morgen wird vorgelesen!

Ich habe es Euch versprochen – und nun geht es los: Am Samstag vorgelesen!

Ich hab ja ein bisschen Schiss davor wegen Kamera und Stimme und Frisur und Falten und Licht und überhaupt. UND natürlich davor, mein Geschriebenes in die Öffentlichkeit zu bringen – aber das ist wohl normal.

Das meiste, vor dem ich Schiss habe, schiebe ich gaaaaaanz lange vor mir her – um es dann irgendwann im unpassendsten Moment einfach zu tun.

So auch hier. Mein erstes Video hab ich grad in der Mittagspause aufgenommen und glaubt mir: Nach diesem Video kann es nur noch besser werden – bis morgen also!

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Beitragsbild: Hiroshi Sugimoto.

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Daumen drücken!

Ihr Lieben,

ich platze fast: Der großartige MALIK-Verlag hat dazu aufgerufen, Geschichten vom Alleinreisen einzusenden.

DIE DANN VERÖFFENTLICHT WERDEN!!!

Das ist doch der Knaller – was für eine Gelegenheit!

Natürlich bin ich jetzt dabei, etwas zu basteln – bis zum 18. November müssen die Texte bei MALIK sein.

Ich freu mich über jeden gedrückten Daumen!

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Wie viele Leben?

Vor ein paar Tagen traf ich einen entfernten Bekannten. Nach ihm gefragt, antwortete ich gedankenverloren: „Ich kenne ihn aus einem früheren Leben.“

Ich habe während eines früheren Jobs mit ihm zusammengearbeitet. Gerade mal sechs Jahre ist das her, aber es fühlt sich so weit weg und so anders an – eben wie in einem früheren Leben. Wer mich kennt, weiß, dass ich für Wiedergeburten & Co. wenig übrig habe, das also war es nicht.

Ich hab in meinem Leben so einige bekloppte Entscheidungen getroffen – privat und beruflich. Gradlinig ist hoffentlich mein Charakter, mein Lebenslauf ist weit davon entfernt.

Aber ich bin mir mit jedem Schritt, mit jedem Lebensabschnittsentwurf näher gekommen. Dem, wer ich bin, und dem, wie ich leben möchte. Genau deshalb fühlt sich jede dieser bekloppten Entscheidungen auch immer noch richtig an.

Ich kann mir mein Leben ohne meine USA-Tour nicht mehr vorstellen. Einer der wertvollsten Aspekte war das freie und selbstbestimmte Leben an jedem einzelnen Tag. Nicht nur am Wochenende, wenn man nach der Arbeitswoche doch zu müde ist, um genau das zu genießen. Ich will mehr von diesen langen Reisen – mal sehen, wann und wie ich das in mein Leben integrieren kann. Ride and write – das wär’s!

Der Teilzeitjob bei POLO macht richtig Spaß. Die Kunden sind meist entspannt und gut drauf – es ist eben ein Freizeitbereich. Und fühlt sich durch die Thematik ohnehin wie ein Teil meines Lebens an.

Ich kann mir ein Leben ohne meine Schnuckelwohnung nicht mehr vorstellen – seit Anfang Oktober bin ich wieder hier. Ein kleines Zimmer habe ich untervermietet, damit die Finanzen stimmen. Natürlich ist es immer noch knapper als vorher mit gut bezahltem Vollzeitjob, aber hey, das gehört sich für angehende Autoren schließlich so. Und immer wieder ertappe ich mich bei einem breiten Grinsen, wenn ich an meinem Schreibtisch sitze und den Ausblick genieße. Dann geht’s wieder und ich schreib brav weiter.

Und ich will mir mein Leben ohne das Schreiben nicht mehr vorstellen – auch wenn ich natürlich schon dreimal so weit sein könnte. Aber auch da will ich entspannen. Vielleicht schreibe ich nur dieses eine Buch in meinem Leben, da will ich mich nicht stressen. Es soll Spaß machen. Und das tut es. Die erste Fassung des Ostküstenteils ist fast fertig und könnte schon ein eigenes Buch sein. Ich werde gute Kürzer brauchen…

Lange Rede, hoffentlich mit Sinn: Das ist mein jetziges Leben. Und ich fühle mich pudelwohl darin.

Ich finde, jeder sollte sich so viele Leben nehmen, bis er bei seinem angekommen ist. Wir haben schließlich nur das eine.

 

 

 

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