May contain: movie screen, hill, sky

Morgen wird vorgelesen!

Ich habe es Euch versprochen – und nun geht es los: Am Samstag vorgelesen!

Ich hab ja ein bisschen Schiss davor wegen Kamera und Stimme und Frisur und Falten und Licht und überhaupt. UND natürlich davor, mein Geschriebenes in die Öffentlichkeit zu bringen – aber das ist wohl normal.

Das meiste, vor dem ich Schiss habe, schiebe ich gaaaaaanz lange vor mir her – um es dann irgendwann im unpassendsten Moment einfach zu tun.

So auch hier. Mein erstes Video hab ich grad in der Mittagspause aufgenommen und glaubt mir: Nach diesem Video kann es nur noch besser werden – bis morgen also!

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Beitragsbild: Hiroshi Sugimoto.

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Daumen drücken!

Ihr Lieben,

ich platze fast: Der großartige MALIK-Verlag hat dazu aufgerufen, Geschichten vom Alleinreisen einzusenden.

DIE DANN VERÖFFENTLICHT WERDEN!!!

Das ist doch der Knaller – was für eine Gelegenheit!

Natürlich bin ich jetzt dabei, etwas zu basteln – bis zum 18. November müssen die Texte bei MALIK sein.

Ich freu mich über jeden gedrückten Daumen!

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Wie viele Leben?

Vor ein paar Tagen traf ich einen entfernten Bekannten. Nach ihm gefragt, antwortete ich gedankenverloren: „Ich kenne ihn aus einem früheren Leben.“

Ich habe während eines früheren Jobs mit ihm zusammengearbeitet. Gerade mal sechs Jahre ist das her, aber es fühlt sich so weit weg und so anders an – eben wie in einem früheren Leben. Wer mich kennt, weiß, dass ich für Wiedergeburten & Co. wenig übrig habe, das also war es nicht.

Ich hab in meinem Leben so einige bekloppte Entscheidungen getroffen – privat und beruflich. Gradlinig ist hoffentlich mein Charakter, mein Lebenslauf ist weit davon entfernt.

Aber ich bin mir mit jedem Schritt, mit jedem Lebensabschnittsentwurf näher gekommen. Dem, wer ich bin, und dem, wie ich leben möchte. Genau deshalb fühlt sich jede dieser bekloppten Entscheidungen auch immer noch richtig an.

Ich kann mir mein Leben ohne meine USA-Tour nicht mehr vorstellen. Einer der wertvollsten Aspekte war das freie und selbstbestimmte Leben an jedem einzelnen Tag. Nicht nur am Wochenende, wenn man nach der Arbeitswoche doch zu müde ist, um genau das zu genießen. Ich will mehr von diesen langen Reisen – mal sehen, wann und wie ich das in mein Leben integrieren kann. Ride and write – das wär’s!

Der Teilzeitjob bei POLO macht richtig Spaß. Die Kunden sind meist entspannt und gut drauf – es ist eben ein Freizeitbereich. Und fühlt sich durch die Thematik ohnehin wie ein Teil meines Lebens an.

Ich kann mir ein Leben ohne meine Schnuckelwohnung nicht mehr vorstellen – seit Anfang Oktober bin ich wieder hier. Ein kleines Zimmer habe ich untervermietet, damit die Finanzen stimmen. Natürlich ist es immer noch knapper als vorher mit gut bezahltem Vollzeitjob, aber hey, das gehört sich für angehende Autoren schließlich so. Und immer wieder ertappe ich mich bei einem breiten Grinsen, wenn ich an meinem Schreibtisch sitze und den Ausblick genieße. Dann geht’s wieder und ich schreib brav weiter.

Und ich will mir mein Leben ohne das Schreiben nicht mehr vorstellen – auch wenn ich natürlich schon dreimal so weit sein könnte. Aber auch da will ich entspannen. Vielleicht schreibe ich nur dieses eine Buch in meinem Leben, da will ich mich nicht stressen. Es soll Spaß machen. Und das tut es. Die erste Fassung des Ostküstenteils ist fast fertig und könnte schon ein eigenes Buch sein. Ich werde gute Kürzer brauchen…

Lange Rede, hoffentlich mit Sinn: Das ist mein jetziges Leben. Und ich fühle mich pudelwohl darin.

Ich finde, jeder sollte sich so viele Leben nehmen, bis er bei seinem angekommen ist. Wir haben schließlich nur das eine.

 

 

 

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Voller Überraschungen: der Grand Central Terminal in New York

Ein bisschen bin ich ja doch noch Lehrerin. So will ich zum einen mit meinem Buch auch etwas Wissen vermitteln und betreibe dafür zum anderen auch ein wenig Recherche. Beim Kapitel über meine Nacht in New York hab ich diesen Beitrag über den Grand Central Terminal gefunden – und ein paar Mal gestaunt. Ich wette, es wird Euch ähnlich gehen – viel Spaß dabei!

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Nachmacher, Nachmacher!

Ich gestehe: Ich bin eine Nachmacherin.

Und schiebe noch zwei Selbstverständlichkeiten hinterher. Erstens: Manchmal ist Nachmachen okay. Großartig sogar. Zweitens: Wir alle sollten Menschen haben, denen wir das eine oder andere nachmachen wollen.

In meiner Kindheit wurde oft die Frage „Und wer ist dein Vorbild?“ gestellt.  Fragt man das heute noch? Ich weiß, dass ich Juri Gagarin toll fand, weil er so mutig war. Und Gerlinde, die Heldin des Buches „Gerlinde der Jockey“ – die hat sich in der Männerdomäne Rennreiten durchgesetzt.

Heute spricht man wohl eher und cooler von Menschen, die einen inspirieren. Die Inspiration kann die gesamte Lebensweise betreffen, muss sie aber nicht.

Zwei Menschen haben mich in den vergangenen zwölf Monaten inspiriert. Weil sie ihren Traum umgesetzt haben und ihn leben – und dafür Einschränkungen und Mühen auf sich nehmen. Eben weil es der Preis ist.

Zum einen ein Bekannter, der mir hier in Kiel immer wieder über den Weg läuft. Manchmal sitzt er tagsüber draußen, einen Kaffee vor sich, eine Zeitung in der Hand und offenbar alle Zeit der Welt. Und das ist genau das, was er will: Zeit haben zum Leben. Er hat sich zwei Teilzeitjobs gesucht, durch die er mit Sicherheit nicht reich wird, die ihm aber auch noch Spaß machen. Und er lebt – hier und jetzt. Nicht vielleicht irgendwann in der Rentenzeit. Er strahlt Ruhe und Zufriedenheit aus.

Der zweite Mensch, der mich nachhaltig inspiriert hat, ist Biggi aus Luckenwalde. Wo sie aber schon lange nicht mehr ist. Seit ihrer Jugend wollte sie im Land der Weite, Pferde, Cowboys und Indianer leben – und das macht sie seit vielen, vielen Jahren. Ich habe sie allerdings nicht zu Pferde kennengelernt, sondern hinter dem Tresen einer Bar im kleinen Örtchen Dubois (gesprochen Dübeus, ohne Scheiß) in Wyoming, USA. Das ist einer von zwei Jobs, die sie hat, um ihren Traum zu ermöglichen. Der zweite Job hat sogar mit Pferden zu tun – sie organisiert Reiterferien auf Ranches. Biggi hat mehrere Pferde. Seht Ihr sie vor Euch, wie sie glücklich und entspannt durch Wyoming reitet? Jep, genau so.

Ich saß wegen eines Schneesturms in Dubois fest, und so konnten wir uns nochmal auf einen Plausch in einem kleinen Café treffen. Und als ich ihr dort zuhörte, hat sich etwas in mir eingenistet. Ein leises Gefühl von „Es geht. Wenn man will, geht es.“ Was auch immer es ist.

Biggi hat mich zu dem Modell inspiriert, das ich jetzt ausprobiere. Ich will mein Buch schreiben – dafür brauche ich mehr Zeit als ein Vollzeitjob bietet. Und Geld, um die Lebensgrundlagen zu sichern. Deshalb jetzt der Teilzeitjob bei POLO Motorrad. Ich muss mir noch was einfallen lassen, damit noch etwas Geld dazukommt. Das wird sich finden.

 

PS.: Ich finde, dieser 106-Jährige taugt allemal als Vorbild:

106-Year-Old Great-Great-Grandfather Breaks Zip Line World Record

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Bild: (c) praxis-herzerfrischend.de

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Wer nichts ändert, darf nicht jammern.

Du kennst diese Sätze.

„Love it, change it or leave it.“  Oder – auch immer wieder gern genommen – das sogenannte Gelassenheitsgebet des US-Theologen Reinhold Niebuhr: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Ich gestehe, dass ich bisher dachte, der Überlebenskünstler Rüdiger Nehberg habe das gesagt – aber zum einen kann der das sicher auch gebrauchen und zum anderen macht es den Grundgedanken nicht weniger wahr.

Fakt ist, dass ich meine derzeitige Situation doof fand. Auf der einen Seite ein Job, der sich anders entwickelte als erwartet, auf der anderen zu wenig Zeit und/ oder zu viel Müdigkeit, anständig an meinem Buch zu schreiben. Bei acht Stunden Büro und neun bis zehn Stunden Schlaf bleibt nicht so viel übrig. Natürlich hätte ich weniger schlafen können, aber glaubt mir: Das willst Du nicht erleben.

Ich konnte mein Jammern, keine Zeit fürs Buch zu haben, selbst nicht mehr hören. Und wusste gleichzeitig, dass ich diesen Traum nicht aufgeben will, ohne alles versucht zu haben, ihn zu verwirklichen.

Und weil man seine schlauen Sätze nicht nur anderen sagen, sondern auch selbst danach leben sollte, habe ich gestern meinen Job gekündigt.

Nein, ich habe noch nichts anderes. Nein, ich weiß noch nicht, wie ich das – mich – finanziere. Und ja, ich hab Schiss. Hatte ich bei meiner Tour nicht, ganz seltsam. Sicher, da hatte ich einen Online-Job, der mir Grundversicherungen und einen kleinen Geldzufluss sicherte. Ich glaube aber, dass sich mein gutes, zuversichtliches Grundgefühl ohne diesen Job nicht geändert hätte.

Jetzt hingegen breche ich gefühlt zum zweiten Mal aus unserem ach so sicheren System aus – als wollte ich das Schicksal oder den Heiligen Geist des geordneten Lebens zum zweiten Mal so richtig ärgern. Dabei ist es nicht so, dass ich in mir ein riesiges Talent vermute – ich werde mit meinem Buch weder reich noch berühmt werden. Ich will es einfach nur in der Hand halten und mich daran freuen.

PS.: Du hast bis hierhin gelesen? Herzlichen Glückwunsch! Du hast Dir damit das Recht zum Kauf eines Exemplars erworben 🙂

Teile den Artikel am besten gleich mit drei Herzensmenschen – das bringt drei Jahre Glück! Und natürlich dürfen Deine Herzensmenschen auch ein Buch kaufen.

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