Aus dem Steinstraßenschreibstübchen

Es ist Sonntag, ganz Kiel sitzt draußen in der Sonne und isst Eis. Ganz Kiel? Nein… In einem gemütlichen Zimmer im fünften Stock einer frühlingsfrischen Altbauwohnung sitze ich und schreibe. An meinem Buch. Endlich.

Nachdem ich mir einen Überblick über die Literatur zum Thema „Schreiben“ verschafft, mich in die Erfahrungen und Vorgehensweisen von Stephen King („Das Leben und das Schreiben“ – inspirierend) und Elizabeth George („Wort für Wort“ – nicht so meins) vertieft, etliche online-Tutorials angeschaut und verschiedene Schreibprogramme ausprobiert habe, ist folgender Rat als gemeinsamer Nenner übriggeblieben und offenbar am erfolgversprechendsten:

„Setz dich auf deinen Allerwertesten und schreib.“

Nun gut. Wie gesagt: Heute habe ich es endlich mal wieder geschafft, vorher lief ein paar Tage nix. Aber es war ja auch alles aufregend mit Bewerbungsgespräch und Job und Josi und überhaupt.

Ich fühle ich mich gerade ein wenig in die Reisezeit zurückversetzt, weil ich endlich Josis Taschen ausgeräumt habe. Bisher hab ich mich davor gedrückt – als ob meine Traumtour damit wirklich zu Ende ist. Dabei bin ich schon seit vier Monaten wieder hier! Mir war nicht klar, dass es so viele Enden für eine Sache geben kann.

Beim Anblick dieser Dinge werde ich zugleich froh und wehmütig:

  • meine „Weltkarte“ – die einzige USA-Karte, die ich genutzt habe. Von den hier dargestellten Straßen aus ging es nach Gefühl und Sonnenstand auf kleine und kleinste Straßen – irgendwann kam ja sicher wieder ein Highway;
  • Maine – ein Traum… und Moab – ohne Worte…
  • der Kompass, über den meine Jungs auf der Independent Spirit sich liebevoll kaputt gelacht haben, der mir aber ausreichende Dienste leistete;
  • die Wärmflasche, die ich mir tatsächlich das eine oder andere Mal in einem Diner oder einem Pub auffüllen ließ, um mich dann in Schlafsack und Zelt zu kuscheln – bestens versteckt, Ihr wisst schon;
  • meine Laufhose („Wenn ich irgendwo ankomme, laufe ich erstmal eine Runde – das ist bestimmt gut für meinen Rücken“). Das mag so sein, aber die Hose hat nicht einmal amerikanische Luft geschnuppert, sondern ist original zip-verpackt wieder mit nach Hause gekommen;
  • die Anti-Juck-Salbe, die wirklich gegen alle von Insekten verursachten Schmerzen half – danke, Lisa und Tina!
  • meine Visitenkarte, die ich an meinen kreativ gewählten Übernachtungsplätzen morgens im Zelt hinterlassen habe, wenn Kaffee und Frühstück in der Nähe waren. Niemand sollte sein Zelt abbauen und packen müssen, ohne vorher 1+x Kaffee genossen zu haben;

  • der Drumstick, den ich nach einer großartigen Bluesnacht in einem entzückenden Café im Mini-Örtchen Jemez, New Mexico, geschenkt bekam – Ronald Reagan moderierte zwischen den Cowboyfilmen, die den ganzen Tag liefen;

  • und natürlich der dicke, freche Gynsburgh, der sich bis heute geweigert hat, den Sheriffstern abzulegen, der ihm in Baggs, Wyoming, verliehen wurde. Dass der Dreck der gesamten 37.000 km auch noch an seinen Füßen sitzt, ist für ihn kein Widerspruch dazu…

Ach ja, genug geschwelgt… Weiter schreiben. Damit all die Erinnerungen im Buch einen kuscheligen gemeinsamen Raum finden.

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No more kicks on Route 66

Nach den Bildern des lebendigen oder zum Teil irgendwie am Leben gehaltenen Mythos Route 66 kommen hier die traurigen Bilder davon, wie er an anderer Stelle einfach und im wahrsten Sinne des Wortes in sich zusammenfällt.

In den meisten Orten entlang der noch bestehenden Route 66 wird man noch angemessen willkommen geheißen…

 

… aber dann sieht man sich auch schon schnell mit dem Verfall konfrontiert – es bricht einem echt das Herz. All die Motels…

… Cafés, Diners und Läden…

… verfallen einfach so vor sich hin. Und doch spürt man es noch: Hier war richtig was los.

Man kann den Niedergang natürlich auch mit Humor sehen:

Ich habe keine Ahnung, wie man das Ganze wiederbeleben könnte – zumal die Straße wie gesagt nicht mehr durchgängig und zum Teil richtig beschissen befahrbar ist. Stichwort „Bad roads are worse than no roads.“ Außerdem ist mit den schönen großen Oldtimern offenbar auch die Lust am Fahren als solches verlorengegangen – zumindest bei den Autofahrern. Motorradfahrer reichen als Zielgruppe bestimmt nicht aus.

Bisher bemühen sich einige Anwohner zumindest um einen würdevollen Verfall der Reste. Das ist bei Autos sicherlich einfacher als bei Gebäuden – von uns Menschen wollen wir jetzt mal gar nicht erst reden…

A propos „Verfall“: Wer immer schon mal überlegt hat, die Route 66 oder Teile davon zu fahren: MACHEN! Es lohnt sich noch immer – und links und rechts gibt es hunderttausende toller Dinge zu sehen und zu tun.

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Get your kicks on Route 66

„Was? Du fährst durch die USA? Mit dem Motorrad? Dann fährst Du die Route 66, oder?“

Es war spannend zu erleben, wie viele meiner Freunde und Bekannten diese Straße als Inbegriff von Freiheit und Fahren in den USA abgespeichert haben – sicher befördert durch Lieder und verschiedene Filme. Die muss man nicht mal selbst gesehen haben, um die Mythosluft zu schnuppern, die sie verströmen. Ich sag nur Easy Rider. Na, klappt’s?

Dann lasst mich den Mythos der Route 66 mal mit einigen Fakten unterfüttern:

  • Sie war ab 1926 eine der ersten durchgehend befestigten Straßenverbindungen von der Ost- zur Westküste.
  • Sie war ursprünglich 3.944 Kilometer (2.451 Meilen) lang.
  • Sie verläuft von Chicago (Illinois) nach Santa Monica/ Los Angeles (Kalifornien).
  • Sie wurde und wird liebevoll Mother Road oder Main Street of America genannt.
  • Heute ist sie leider nicht mehr durchgehend befahrbar.

Eigentlich hatte ich gar nicht geplant, auf der 66 zu fahren, weil es mir bei meiner Tour vor allem um die Landschaften geht. Und die 66 führt eben nicht zwangsläufig durch die schönsten Gegenden. Sie wurde rein pragmatisch angelegt, um dem steigenden Verkehrsaufkommen und dem wachsenden landesweiten Handel gerecht zu werden. In ihrer Blütezeit entstanden links und rechts neue Orte, schon bestehende verzeichneten einen unerhofften Aufschwung – Unmengen von Tankstellen, Diners und Motels wurden gebaut und genutzt. Aber letztlich hatte das arme Ding als einspurige Straße von vornherein verloren. In dem Maße, in dem der Verkehr zunahm und die Trucks erst erfunden und dann größer, schwerer und länger wurden, war sie überlastet.
In den 1950er Jahren wurden auf Initiative von Präsident Dwight D. Eisenhower die ersten Interstates gebaut. Der Gute hat sich dabei in Teilen am deutschen Autobahnnetz orientiert:

  • Wichtige Interstates erhalten ein- bis zweistellige Nummern.
  • Gerade Nummern verlaufen in Ost-West-Richtung, ungerade Nummern in Nord-Süd-Richtung.
  • Je nördlicher bzw. östlicher, desto höher die Straßennummer.
  • Interstates, deren Nummer glatt durch 5 teilbar ist, sind die wichtigsten Routen, die über besonders lange Strecken führen.

Mit den neuen Interstates verlor die Route 66 ihre Bedeutung, Orte und Einrichtungen entlang der Strecke verfielen. Teilweise gibt es noch Abschnitte der 66 entlang der Interstates, teilweise ist sie komplett verwahrlost und teilweise gibt es noch richtig schöne Stücke. Zwei davon lagen tatsächlich auf meinem Weg – beziehungsweise habe ich meinen Weg von Las Vegas nach Utah ein wenig danach ausgerichtet.

Wenn man die Straße fährt, gibt es auch außerhalb der Ortschaften einiges an Abwechslung. Zum einen die unterschiedlichen Landschaften, durch die die 66 führt, zum anderen ihre unterschiedlichen Zustände. Da ist echt alles dabei – Josi hatte ihre helle Freude.

Ich allerdings auch – denn mit Löwen am Rande der Straße hätte ich nun ganz gewiss nicht gerechnet. Zwei Stück standen dort einige hundert Meter voneinander entfernt. Aus Marmor, etwa zweieinhalb Meter hoch, stolz. Jetzt kann sich jeder eine schöne Geschichte ausdenken, wie sie dorthin kamen – und warum sie allein dort blieben…

So, genug der Preliminarien – jetzt kommen Bilder von dem, was man heute noch an „Route 66“ erleben kann.

Natürlich wird an allen möglichen und unmöglichen Stellen damit geworben. Warum sich aber gerade Seligman, Arizona, als Geburtstort der Route 66 bezeichnet, ist nicht ganz klar. Und vielleicht auch egal.

Lilo, die ich leider weder gesehen noch getroffen habe, ist vor 25 Jahren von Deutschland nach Seligman ausgewandert und hat hier ihr Restaurant eröffnet. Unnötig zu erwähnen, dass Deutsche hier besonders willkommen sind.

Ein ganz besonders interessantes Menü hat das Roadkill Café:

Die werden wahrscheinlich nie Nachschubschwierigkeiten haben…

Als wäre das alles noch nicht genug Nostalgie, geht es an einigen Stellen noch weiter zurück:

Das Witzige ist, dass man irgendwie so sehr in diese Route 66-Welt eingetaucht ist, dass einem diese Dinge als Reise in die Vergangenheit vorkommen, nach deren Betrachtung man wieder in die Gegenwart (!) der Route 66 zurückkehrt.

Ich glaube, wir bleiben da noch eine Weile. Bilder vom Verfall zeige ich Euch extra – die machen echt traurig.

Jetzt aber ist Freuen angesagt – über Josis neues Tattoo. Was muss, das muss!

Wisst Ihr, was total verrückt ist? Dass es sich tatsächlich einfach genial anfühlt, auf der Route 66 zu fahren. Obwohl sie natürlich nur eine Straße ist wie x andere auch. Zumindest physikalisch. Ich bin ja auch ohne Erwartungen an die Sache rangefahren – aber trotzdem. Sie hat schon was. Jedenfalls dann, wenn sie nicht gerade neben einer Interstate verläuft. Das kann man sich natürlich schenken. Aber fernab davon und in den Orten, die damals pulsierten – da kriegt man noch seine Kicks.

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Kacktag

Nun, dann wollen wir mal fortsetzen, was wir hier begonnen haben. An dieser Stelle aber zunächst DANKE für alle aufmunternden, tröstenden, neckenden Bemerkungen sowie Tipps für Offroad-Riding! Ein sehr cooles Gefühl, so begleitet zu werden!

Wo waren wir? Ach nein, nicht wir. Ich, ganz allein. In the middle of the fucking 4°-cold nowhere, immerhin in einem Zelt, unter dem weiten Himmel Utahs, der offenbar auch Kummer hatte – es regnete die ganze Nacht. Halbblind wegen der verlorenen Kontaktlinse musste ich den traurigen Anblick der liegenden Josi wenigstens nur halb verschwommen ertragen, als ich im kalten Regen ohne Taschentuch oder Ersatz Pipi machte. Ich denke, Situation und Stimmung sind klar.

Als es hell wurde, regnete es immer noch. Und weil ich in der Nacht kaum geschlafen hatte, gönnte ich mir den Luxus, mich noch ein paarmal umzudrehen und weiterzudösen – eine Freundin nennt das „schnitzeln“. Nichts von dem Mist da draußen würde weglaufen… Plötzlich näherten sich Motorengeräusche – unfassbar! So schnell wie ohne Kaffee möglich schälte ich mich aus dem Schlafsack und rutschte in meine Klamotten, während der Wagen draußen langsamer wurde, anhielt und … allen Ernstes weiterfuhr. Hallo??? Liegt hier etwa ständig eine BMW mitten auf der Straße? Mit einem Zelt direkt daneben? So parkt doch niemand! Da ruft man doch mal? Arschlöcher…

Kurz hab ich mir vorgestellt, dass in der Nacht jemand vorbeigefahren wäre und Josi einfach aufgestellt hätte. DANN hätte der Mistkerl natürlich vorbeifahren dürfen – in diesem Fall wäre Josi ja einfach der tolle Anblick wie immer gewesen, bei dem man natürlich langsamer wird. Aber ebenso natürlich war dem nicht so. Josi lag unverändert da, die obere Seite immerhin blitzblank sauber geregnet. Na schau – ich kann dem Ganzen doch noch was Gutes abgewinnen.


Immer noch ohne Kaffee hab ich wieder versucht, sie aufzurichten – nix. Natürlich hatte ich sie in Moab vollgetankt, damit ich nicht liegenbleibe – haha! Somit konnte ich mich nun mit den gesamten liegengebliebenen 210 kg plus Koffer plus Inhalt auseinandersetzen. Auch das Loch für den Hinterreifen ließ sich wegen des Lehms nicht weiter vertiefen – scheiße. Jetzt konnte ich entweder warten, bis jemand vorbeikam, oder in Richtung der Road 191 gehen, die ja irgendwann kommen musste. Ich wollte lieber was tun als warten, also bin ich losgetapert. Im Regen, bei jetzt immerhin 7°. Es war gar nicht leicht, Josi so zurückzulassen…


Eine Stunde lang latschte ich durch den Regen. Dabei hinterließ ich im roten Matsch Fußabdrücke, die mich in ihrer Einsamkeit an die Abdrücke auf dem Mond erinnerten. Kein Auto kam mir entgegen, keines überholte mich, auch eine Straße kam nicht in Sicht. Nachts hatte ich in der Ferne immerhin noch Autoscheinwerfer gesehen…

Ratlos bin ich umgekehrt – inzwischen war ich echt angepisst. Nach der logischen Stunde Rückweg gab es zum Frühstück erstmal den Rest Reis vom Vortag – um mich dann mit letzter Energie wieder an Josi zu versuchen. Es regte sich nichts, aber auch gar nichts. Ich hab’s sogar mit den Kraftschreien der Gewichtheber versucht, vergeblich. Vor lauter Frust, Hilflosigkeit, Müdigkeit, Verschwommenheit, Kaffeelosigkeit und Regen hab ich mir dann mal erlaubt, eine Runde zu heulen. Und genau auf diesen Moment hatte Mistkerl-Murphy nur gewartet, um die beiden entzückenden Jungs Victor und Cameron in ihrem 4-Wheeler auf der Bildfläche erscheinen zu lassen. Es war echt nicht zu fassen…

Die beiden kamen von einem ins Wasser gefallenen Bike-Trip zurück – der Weg war wegen des Regens gesperrt. Sie stellten Josi auf und hatten den Anstand, dabei zu ächzen. Dann boten sie mir an, mit mir zusammen bis zur 191 zu fahren. Das hab ich nur zu gern angenommen – ich fühlte mich so matschig, dass ich nicht für eine aufrechte Fahrt garantieren konnte. Dass der Untergrund, der vor uns lag, noch viel matschiger war als ich, ahnten wir alle nicht… Also fix George abgebaut und hinter den beiden her. Am Anfang war alles okay, der rote Boden ein bisschen matschig, aber machbar. Ich hab mir schon ein bisschen Erleichterung gestattet – wie naiv…

Der Boden wurde grau, der Matsch etwa 10 cm tief und so rutschig, dass selbst die Jungs in ihrem Truck hin- und herschlingerten. Wer jemals „Ghost – Nachricht von Sam“ gesehen hat, wird sich an die Töpferszene erinnern. So rutschig. Nichts ging. Das Mistzeug hat sich in die Profilrillen der Reifen gesetzt, sodass keines mehr vorhanden war. Und dann Schicht um Schicht aufgetragen, was die Reifen immer dicker und schwerer und nutzloser machte. Das war der Moment, in dem Josi zur Seite rutschte – ich weiß nicht, ob sie einfach weiterschlafen oder doch mal eine Schlammkur ausprobieren wollte. Die Jungs hielten an, wühlten sich durch den Schlamm zu uns durch, richteten Josi auf, wateten zum Truck und weiter ging es. Dieses Spielchen wiederholten wir etwa vier bis fünf Mal – und wer glaubt, dass zwischen den einzelnen Malen größere Strecken zurückgelegt wurden, der irrt. Wir reden von Metern im 10er-20er-Bereich. Nicht einmal haben die Jungs gemurrt, das war echt toll. Aber sie merkten in ihrem Truck ja auch, wie kacke das alles war. Nur ich kam immer mehr an meine Grenzen.

Irgendwann war klar, dass das Ganze keinen Sinn mehr ergab, zumal die Jungs ja sicher auch andere Pläne hatten. Es gab nur eine beschissene Lösung: Josi zurücklassen und irgendwie wieder in die Wildnis kommen, wenn der Weg befahrbar war. Allein die Vorstellung war schrecklich, aber ich sah keine andere Möglichkeit. Wir haben Josi an den Straßenrand geschoben, sie rutschte noch ein wenig, dann hatte sie ihren Platz. Sobald ich im Truck saß, war ich wie benommen. Warm, trocken, sicher, mit dem ganzen Mist (Life could be a lot better, too!) hinter mir – ich war ausgeschaltet. Victor machte geistesgegenwärtig einen GPS-Screenshot von Josis Standort und dann fuhren wir etwa 40 min zum nächsten Zivilisationspunkt: einer Tankstelle.

Dort wartete hinter dem Tresen schon der nächste Engel auf mich: Gary. Wunderbar durchgeknallt und ein Herz aus Gold. Er machte sogar ein Bild von mir für seine Gästewand 🙂

Gary und die Jungs verbündeten sich gleich, um mir zu helfen. Überlegten verschiedene Möglichkeiten, telefonierten Abschleppunternehmen durch. Aber das schien mir wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen – zumal die Kanonen ca. 300 Dollar kosten sollten. Als Gary mir von einem günstigen Motel in Green River 20 Meilen weit weg erzählte, zu dem er mich nach seinem Feierabend fahren könne, war die Sache für mich klar. Ich hätte an dem Tag nichts mehr leisten können, geschweige denn, nochmal da rauszufahren. Ich wollte duschen, wieder warm werden, schlafen und mich um Josi kümmern, wenn ich wieder fit und der Weg trocken war.

Mit Garys Hilfe fand ich das Robbers Roost Motel in Green River – günstig und perfekt. Sogar mit einer Badewanne, die ich selbstredend als erstes nutzte. Der rote Sand am Wannenboden kam übrigens nicht von mir, sondern von meiner Hose. Ob ich darin hätte lesen können, wann ich Josi wieder bei mir haben würde? In Ray’s Tavern hab ich mir einen ordentlichen Burger gegönnt – so langsam kamen die Lebensgeister wieder. Zumal es sogar Wein gab – und das im mormonengeprägten Utah!

Am nächsten Morgen konnte ich im fußläufig entfernten und wunderbaren Green River Coffee Co. ausgiebig frühstücken – ich hab aber auch echt viel Glück mit meinen Leib-und-Seele-Lokalitäten!

Weil ich seine Motorradkoffer spannend fand (Plastikkoffer mit Metallösen – wie ich es vor meiner Tour selbst lange überlegt hatte), kam ich mit John ins Gespräch. Pech, dass er nach meinem Motorrad fragte, so bekam er natürlich die ganze Geschichte zu hören. Ein bisschen Mitleid tat mir immer noch gut – auch wenn ich inzwischen mehrfach von Einheimischen gehört hatte, dass auf diesem nassen Lehm nichts und niemand fahren kann. John schlug vor, doch einfach mal nachzuschauen, wie weit man auf der Straße inzwischen kommt. Hmmm. Einerseits verlockend, andererseits hatte ich gerade gemerkt, wie gut mir zwei oder drei Tage Ruhe tun würden. Auch Gary hatte angeboten, mich rauszufahren, und/ aber er wäre erst zwei Tage später da.

Letztlich konnte ich der Möglichkeit, Josi so schnell wie möglich aus der Wildnis rauszuholen, nicht widerstehen. Und auch wenn die Sonne noch nicht so viel Zeit gehabt hatte, den Mistlehm zu trocknen, so hatte Johns Maschine eindeutig besser geeignete Reifen als Josi. Also sind wir rausgefahren – und tatsächlich durchgekommen! Der Weg war zwar noch nicht ganz trocken, aber befahrbar. Und Josi ordentlich eingesaut und eingetrocknet – aber in diesem Moment hab ich ihr alles verziehen 🙂

Ja, so war das. Und abgesehen von den zwei Stunden, die ich brauchte, um die Rillen in Josis Reifen vom verkrusteten Schlamm zu befreien und sie somit wieder fahrtüchtig und sicher zu machen, ist hier das gute Ende der Geschichte. Ich bin trotzdem noch eine weitere Nacht im Motel geblieben, habe am Abend noch einen Burger bei Ray und am Morgen einen leckeren Chorizo Burrito im Green Coffee gegessen und George die Sonne genießen lassen.

Und sollte ich mal wieder in den Schlamm fahren…

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Was für Scheißtage…

Man, was waren die letzten Tage scheiße. Aber so richtig. Ich bin inzwischen sicher: Utah mag mich nicht.

Der aufmerksame Leser meines Blogs und Betrachter meiner Karten fragt sich jetzt vielleicht, was um alles in der Welt ich in Utah verloren habe, wo ich doch nach Seattle wollte. Glaub mir, das frage ich mich auch… Mein letzter Artikel kam aus Nebraska und von dort aus wollte ich Wyoming und Montana erkunden – zwei meiner absoluten Wunschstaaten – und von hier aus durch/ über die Rockys kommen. Und wieder einmal gilt: Wenn Du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihm Deine Pläne…

In Wyoming holte mich der Winter ein, der in diesem Jahr beschlossen hatte, besonders früh in den Rockys Einzug zu halten. Die Straßen in den Bergen und die Pässe in Richtung Norden und Nordwesten waren zum größten Teil unbefahrbar und daher gesperrt.


Hinzu kamen unzählige größere und kleinere Waldbrände in Montana, Idaho, Oregon und Kalifornien – derartige Gegensätze gibt es wohl nur in den USA.


Selbst wenn ich irgendwie durch diese Gegenden hätte fahren können, wäre das Sightseeing doch stark beeinträchtigt gewesen. Also hab ich die Berge Wyomings („Brokeback Mountain“, schnief…) und Montana schwersten Herzens abgeschrieben – es fiel mir echt nicht leicht. Die einzige Möglichkeit für mich, Seattle zu erreichen, wo am 13. Oktober mein Liebster ankommt, ist nun die Umrundung oder Überquerung der Rockys im Süden. Und Süden heißt hier: janz weit runta…


Deshalb bin ich jetzt in Utah. Die Rockys habe ich hinter mir, nun geht es nach Norden. Und ich verspreche Euch, dass Ihr hiervon noch Berichte und Bilder bekommt:

  • South Dakota – wunderschön und beklemmend zugleich;
  • Wyoming – hat mich schon mit dem bisschen beeindruckt, das ich durchfahren habe – und ich habe noch nicht einmal die schönsten Teile gesehen;
  • Colorado – atemberaubend. Nichts hätte mich auf so etwas Großartiges vorbereiten können.

Vielleicht musste nach Colorado einfach ein Absturz kommen. Obwohl: Nein, musste es nicht. Utah mag mich einfach nicht. Und ich mag es auch nicht, so.

Wie fing es an? Auf einem Rastplatz hatte ich Paul getroffen, der mit seiner 800 GS (Josis größere Schwester) auf Wochenendtour war. Und ich sag Euch: kein Spritzer, null Dreck an Maschine oder Outfit – unfassbar. Darüber lästere ich ja gern und als er zögerte, eine abkürzende dirt road (hier in den Staaten allgemein für „unbefestigte Straße“) nach Moab, auch meinem nächsten Ziel, zu fahren, sagte ich: „C’mon, the road is dry! Take it and get that bike dirty!“ Ich meine, dafür sind unsere Halb-Enduros doch da, oder?

Paul hatte vor allem Sorge, mit dem Bike zu stürzen und es allein nicht wieder aufrichten zu können. Eva 1, böse: Ein ausgewachsener Mann, der seine 800er nicht aufheben kann, sollte besser eine Harley fahren… Eva 2, demütig: Schätzchen, das kannst Du denken, wenn Du Josi allein aufheben kannst. Nicht vorher.

Während ich das hier eintippe, frage ich mich, ob es nicht vielleicht doch so etwas wie Karma gibt oder ob Josi meine Gedanken lesen kann. Und ich weiß nicht, welche Möglichkeit ich schlimmer fände…

Ich bin die dirt road eine Weile nach Paul gefahren, sie war für mich anspruchsvoll und hat richtig Spaß gemacht. Sogar die Haarnadelkurven mit Steigung auf Schotter hab ich geschafft!

Zwischendurch immer wieder Eva 1: Na, mal sehen, ob wir dem Paul beim Aufheben seines Motorrads helfen können. Böse, böse, böse.
Dann kam auf der Utah-Seite das Castle Valley – und was da einfach so in der Gegend rumsteht, hat mir einfach den Atem verschlagen:

Auch die halbe Stunde durch die Schlucht am Colorado entlang (ja, dieses Flüsschen ist genau der Colorado, der später den Grand Canyon formt, äh, geformt hat, äh, formen würde – Ihr wisst, was ich meine) war unglaublich. Ich hab mich mehrmals gefragt, wie Menschen auf die Idee kommen, da noch weiterzugehen und tatsächlich eine Stadt zu gründen?

Moab selbst ist eine unglaublich touristische Stadt mit Preisen bis sonstwohin: 0,1 Rotwein = 8 Dollar – ich hab mich gar nicht mehr getraut, nach einer Margarita zu fragen und das will was heißen. Gegessen hab ich in dem Laden dann auch nix mehr.

Dafür hab ich für George das perfekte Plätzchen gefunden – hoch leben die Bibliotheken!

So weit, so gut. Nach eineinhalb Tagen in Moab (ich hatte einiges zu erledigen) wollte ich am Sonntagnachmittag endlich raus aus diesem Ort und in den naheliegenden Arches Nationalpark – Ihr kennt vielleicht Bilder dieser tollen Felsenbögen. Tagsüber wäre es mir dort zu voll gewesen – man merkt das Wochenende in den Parks total. Bei Moab kommt hinzu, dass es offenbar nur vier Wochen im Jahr zu genießen ist, weil es sonst zu heiß oder zu kalt ist: Mai/ Juni und September/ Oktober. Volltreffer…

Und jetzt fing der Mist an. Zunächst bin ich in die falsche Richtung gefahren. Ich sag Euch, das hat total an meinem Ego gekratzt. Seit zweieinhalb Monaten fahre ich hier mit Karte, Straßenschildern (auf denen immer nord/süd/ost/west steht), Sonnenstand und Bauchgefühl umher und es klappt fast immer – hier nun nicht. Außerdem war ich nicht warm genug angezogen, nach der Kälte von Colorado hatte ich Utah falsch eingeschätzt. Tagsüber werden das im Moment schon mal 28 Grad, aber Fahrtwind und der Schatten zwischen den Felsen nehmen davon einiges weg. Ich bin also umgekehrt, um in die richtige Richtung zu fahren, um mich wärmer anzuziehen. Inzwischen hatte ich auch noch Hunger bekommen – super. Aber 15 Uhr und noch kein Mittag, das geht gar nicht. Beim Chinesen in Moab wurde mir dieser Glückskeks zuteil:


Dann gegen 5 Uhr endlich in den Park. An sich sollte das okay sein: zum einen hoffentlich weniger Leute, zum anderen wollte ich auf dem Campingplatz im Park übernachten. Pustekuchen 1: Von wegen weniger Leute. Nun, vielleicht waren es weniger als vorher, aber immer noch zu viele für mich. Vor allem zu viele Japaner (dieser Artikel ist in puncto political correctness ohnehin verloren). Pustekuchen 2: Nix mit Campen: So-Do schließt der Park um sieben. Ätzend. Ich hatte mich sehr auf den Park gefreut – nach den Google-Bildern könnt Ihr das vielleicht verstehen. Auf den Bögen klettern allerdings entweder Touristen herum, die man nicht auf seinen Fotos haben möchte, oder aber die Bögen sind erst nach 45 min Fußmarsch zu sehen. Außerdem fand ich doof, dass man die schönen Punkte entlang der Straße regelrecht abfrühstückt. Man wird hingeleitet, parkt, vorn gibt es jeweils Fotos von dem, was einen erwartet, sodass auch ja kein Überraschungseffekt entsteht. Man hätte ja mal staunen können. Es war so gar nicht meins. Insofern gibt es auch keine guten, liebevollen oder aussagekräftigen Bilder aus meiner Kamera – sorry.

Nun sollte es auf einer Nebenstraße nordwestlich aus dem Park hinausgehen, um dann weiter nach Norden in Richtung Salt Lake City, Idaho und schließlich Seattle zu kommen.
Ja, an der Straße stand ein Warnschild: „Unbefahrbar, wenn nass.“ Aber ich schwöre, es war trocken!
Beim Anblick dieser Straße dachte ich nur: Endlich was Gutes an diesem Tag…


… aber wir wissen ja, dass Murphy ein Arschloch ist. Die erste halbe Stunde war großartig, aber dann bin ich in einer Kurve in feinsten roten Tiefsand geraten und Josi ist weggerutscht. Es war die Situation, von der alle gesagt haben, dass sie kommen würde – und ich wusste es ja auch. Josi am Boden und nur ich, um sie aufzuheben. In Kiel habe ich das nicht ein einziges Mal geschafft. Und bisher hatte ich auch immer das Glück, dass ein bis drei Jungs in der Nähe waren, um den Helden für das blonde deutsche Mädchen zu geben. Aber nicht jetzt.
Ich hab es ein paarmal mit verschiedenen Techniken versucht – man hört ja so einiges. Mein Lieblingsrat ist: „Heb sie auf, solange Du noch richtig sauer über die Situation bist.“ Blöd nur, dass ich nicht sauer war. Obwohl – ein bisschen doch. Auf mich, weil ich zwar die tollsten Apps für Krafttraining auf mein Handy geladen, die Übungen aber nur am Anfang meiner Reise gemacht hatte. Davon war jetzt nix mehr übrig.

Aber man kann ja auch ein Loch buddeln, alles entfernbare Gepäck entfernen und das Motorrad soweit aufrichten, dass das Hinterrad in das Loch fällt. Das ist sehr viel weniger Strecke, zumal sie durch den Koffer ohnehin nicht ganz auf dem Boden liegt. Und dann einfach aus dem Loch rausfahren. Alter, ich war stolz wie Bolle und tierisch erschöpft – zum Auflockern der Erde hatte ich nur einen von Georges Heringen gehabt. Aber egal: Es hatte geklappt!

Naiv, wie ich bin, dachte ich, dass der Tag nun wenigstens gut enden würde. Dass ich auf dieser dirt road weiterfahren und entweder irgendwann auf die Road 191 treffen oder bei Einbruch der Dunkelheit irgendwo campen würde. Das mit dem Campen sollte klappen… Vorher aber fuhr ich in der Dämmerung über schlichten Schotter…


… in Dunkelheit über diesen amerikanischen Albtraum – steinharte Wellen im perfekten Folterabstand:

… und schließlich – selbstredend ebenfalls in tiefster Dunkelheit – wieder in eine rote Feinstaubfläche. Eine Fläche mit 10 cm Tiefe, was sonst. Wieder kam Josi ins Schlingern, wieder rutschte sie elegant auf die Seite. Ich vermute inzwischen, dass sie das Motto von Moab zu Ernst genommen hatte…


Ich hab noch zweimal versucht, sie aufzurichten, wusste aber im Grunde, dass ich zu müde dafür war. Unter dem 10 cm Feinstaub kam eine feste Lehmschicht, die ich kaum auflösen konnte – auch hier war also nichts zu holen. Na gut, dann also in the middle of nowhere übernachten. Stand das nicht auf meiner Bucket List? Übernachten im Nationalpark unter Sternen?

Der Nacht war nicht viel Gutes abzugewinnen:

  • es gab keine Sterne. Also schon, aber über den Wolken, wo sie ihre Freiheit genossen;
  • die Nacht war mit 3 Grad arschkalt;
  • ich hatte zwar noch Taschentücher, aber sie waren natürlich in dem Koffer, auf dem Josi schlief. Nase putzen mag ohne irgendwie gehen, Pipi ist schon deutlich weniger schön und von allen anderen Bedürfnissen blieb ich zum Glück verschont (Murphy muss geschlafen haben);
  • ich verlor meine linke Kontaktlinse (es ist immer die linke, die Probleme macht!) – alles Kommende bitte ich Euch also halbblind zu lesen;
  • und natürlich fing es in der Nacht an zu regnen. Wieder naiv dachte ich: Oh schön, vielleicht wird der Boden dann etwas fester! Wer sich aber an das Schild zu Beginn der Straße erinnert, ahnt, dass die Geschichte noch weitergeht…

Aber nicht mehr heute – es tut mir leid. Die Pizzeria, deren WLAN ich nutze, schließt gleich. Immerhin habe ich George schon auf dem Rasen hinter selbiger aufbauen dürfen. Ich hatte die Hoffnung, nach einem schönen Glas Merlot weinselig in den Schlafsack zu krabbeln und die Kälte wegzuschlafen – aber ich bin in Utah. Da haben viele gerade kleinere Lokale keine Lizenz, weil die unsäglich teuer ist. Aber vielleicht ändert sich das bald – angeblich sitzt inzwischen ein Alkoholiker im Liquor Control Board (die für Alkoholausschanklizenzen zuständige Behörde). Nicht mein Witz…

Also: Morgen oder übermorgen bekommt Ihr den Rest der Story. Versprochen!

Und hier isser!

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Mut zur Lücke – oder eher zu Gräben

Meine Lieben, ich kann das Gerede von Kälte und Frieren nicht mehr hören – geht es Euch auch so? Deshalb schreibe ich das nächste Mal aus Texas und dann wieder aus Florida. Dann ist mir warm und Euch wird es das vielleicht beim Lesen.

Nein, Quatsch, das ist nicht der Grund dafür, dass ich jetzt ein paar Lücken in meinem Bericht ungefüllt lasse. Es ist einfach so, dass ich sehr viel mehr erlebe, als ich in der entsprechenden Zeit aufschreiben kann. Hinzu kommt, dass ich – abgesehen von Ost- und Westküste – nicht selbstverständlich davon ausgehen kann, einen Ort zu finden, dessen WLAN ich nutzen kann. Auch das gehört zu den Realitäten hier. Ab und zu kaufe ich mir etwas Netz, aber das dient eher dem Kontakthalten nach Hause und meinen Facebook-Weisheiten. Einen Artikel, der inklusive Bildbearbeitung mehrere Stunden braucht, um auf die Welt zu kommen, will ich für 3 Euro pro 10 min nicht schreiben – ich hoffe, Ihr vergebt mir das.

Außerdem will ich mich jetzt auf die letzten drei Wochen konzentrieren, will Euch noch auf der Route 66, in einige Canyons, nach New Orleans und über die Florida Keys mitnehmen. Ich hoffe, das klingt gut!

Und noch ein sehr guter Grund für die Lücken in meinem Blog: Ich will ein Buch schreiben! Über diese Reise, über die Menschen, die ich kennenlernen durfte, über das, was diese Tour mit mir gemacht hat. Und damit Ihr das Buch auch schön kauft, dürft Ihr natürlich noch nicht alles wissen! Aber ein bisschen neugierig kann ich Euch machen, okay?

So fragt sich der geneigte Leser vielleicht, was zum Himmel ich denn nun tatsächlich in einem Polizeiauto mache…

… wie es um den sozialen Wohnungsbau in Aspen, Colorado, steht…

… wie ich in höchsten Höhen plötzlich zur Celebrity wurde…

… wie man so viel Schönheit wie in Colorado überhaupt aushält…

… wie Gynsburgh sich verliebte…

… und ich mich trösten musste…

… wie ich eine Salzfarm erkundete – oder doch nicht?

… und jede Menge weitere Grenzerfahrungen.

Also, ich würde das Buch kaufen wollen. Ihr auch? Super. Der Plan ist, dies zu Weihnachten 2018 möglich zu machen. Dann habt Ihr auch gleich ein Geschenk für alle Eure Lieben 🙂

Eine wesentliche Erkenntnis dieser Reise ist übrigens, dass bei allen Unterschieden zwischen Deutschland und Amerika einige Dinge auch gleich sind – wie Kuhmistinspektor Gynsburgh heldenmutig (das Wort verdient, für ihn erfunden zu werden) feststellte:

So, ich mach mich wieder auf die Straße, Ihr vergebt mir die Lücken und Gräben und kauft dafür dann mein Buch. See you later!

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