„… da ist meine Seele zuhause.“

Auf meiner Tour hatte ich das Glück, mit einigen ganz wunderbaren Taxifahrern unterwegs zu sein, wenn Josi gerade auf deutscher oder amerikanischer Seite im Zoll oder sogar noch auf ihrem Schiff war.

Einer von ihnen ist Ted, ein ganz großartig durchgeknallter Typ, der mich vom Überseehafen in Bremerhaven zum Hostel fahren soll. Ich habe das gesamte Gepäck für die Reise auf meinen Schultern und mein Herz ist schwer, weil ich Josi zwischen hunderttausenden von Containern zurücklassen musste. Nach einer Weile frage ich ihn nach seinem größten Traum:

„Ich habe keine Träume mehr – ich habe sie mir alle erfüllt. Ich war sieben Mal auf Jamaika, das war einfach nur großartig.“ Er verfällt in Reggae-Slang und spricht/singt weiter: „Ich hab da so viel gesehen und mit so vielen Leuten gesprochen – da ist meine Seele zuhause. Und die Musik – hör mal hier!“

Die Reggae-Musik erfüllt das Auto und ist tatsächlich sehr cool – man muss unwillkürlich grinsen. „Das ist Sugar Minott. You know: Bob (Marley) is the creator (of Reggae) and Sugar is the Master. Ich hab ihn mal für ein Konzert hergeholt in mein Dorf, von gesammelten Spenden. Ein größerer Traum geht gar nicht.“

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