Stählerner Lärm und amerikanische Weite

Ein Buch empfehlen, obwohl ich es noch nicht gelesen habe?
Einen Link weiterleiten, obwohl der Text dahinter mir noch unbekannt ist?

Ich gebe zu: So etwas mache ich – wenn ich den Quellen vertraue. In diesem Fall dem Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk nova. Sie haben beide wunderbar unabhängig voneinander den äußerst sympathischen Fredy Gareis interviewt.

https://i2.wp.com/www.piper.de/uploads/import/produkte/produkt-13677.jpg?resize=415%2C631&ssl=1Der wiederum ist dreieinhalb Monate lang durch die USA gereist. Nicht irgendwie, auch nicht mit dem Motorrad, sondern mit den Hobos auf zwei Kilometer langen Güterzügen. Die Hobos tun das seit dem Bau der Eisenbahn – es war einer der Hauptwege, von Ort zu Ort und damit von Arbeitsstelle zu Arbeitsstelle zu fahren. Heute sind diese train rider vor allem Arbeitslose, Wanderarbeiter, Aussteiger – Mark Twain saß sicherlich versteckt in einer der rumpelnden Ecken.

Meine Sonntags- und Sommerempfehlungen sind also:

  • zum einen die beiden Interviews (beide mehrfach gehört)
    Deutschlandfunk Kultur (29:02 min)
    Deutschlandfunk nova (17:10 min).  Richtig grinsen musste ich bei den erstaunten Fragen der Moderatorin, wie im um alles in der Welt Fredys verrückte Pläne denn finanziell funktionieren sollen 🙂
  • zum anderen das Buch, das Fredy Gareis geschrieben hat über diese Zeit und die besonderen Menschen, denen er unter den Hobos begegnet ist (Link zum Buch = Klick aufs Cover).

So eine Reise würde mich tatsächlich mal reizen – wohl auch, weil so ein leises „nebengesetzliches“ Element dabei ist…

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Das schmerzt.

Habt Ihr von der Opiod-Krise in den USA gehört oder gelesen?

Jeden Tag (!) sterben etwa 100 (!!!) Menschen an dem Medikament, das überall als absolut harmlos verkauft wird: OxyContin.

In Moab, Utah.

Auf meiner Tour habe ich Hinweise auf Selbsthilfegruppen gesehen – aber es scheint, als müsse das Ganze noch sehr viel schlimmer werden, damit sich wirklich was tut. Denn die Verantwortlichen verdienen sich natürlich eine goldene Nase.

Die ARD hat einen deprimierend-erhellend Bericht gezeigt:

https://www.ardmediathek.de/tv/ttt-titel-thesen-temperamente/Horrordroge-auf-Rezept/Das-Erste/Video?bcastId=431902&documentId=53710370

 

(c) Beitragsbild: https://rwcnews.com

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Träume nicht dein Leben – lebe deinen Traum.*

Seit meiner Teenagerzeit war die Motorradtour einer meiner größten Träume. Erst mit Ende 30 habe ich meinen Führerschein gemacht, endlich rückte der Traum näher. Mit dem Motorrad durch die USA, als Frau, allein – das klang für andere immer verrückt. Für mich nur ein bisschen; ich wusste, ich würde diesen Traum wahr machen.

Deshalb gefiel mir der Gedanke, während der Verwirklichung dieses Traums Menschen nach ihrem größten Traum zu fragen. Ich war nicht vorbereitet auf die Offenheit, mit der mir diese Menschen, die meinen Weg ja nur zufällig kreuzten, antworten würden.

Von ihren Träumen zu erfahren, war und ist ein großes Geschenk, das ich hier gern mit Euch teilen möchte. Danke an alle Träumer, dass ich Euren Wunsch und Euer Bild hier weitergeben darf!

Außerdem möchte ich Euch einladen: Wenn Ihr mögt, schreibt Euren großen Traum ins Kommentarfeld oder direkt an mich – ich puzzle ihn dann direkt in die Träume-Seite hinein. Das wär doch eine schöne Inspiration für andere und vielleicht ein Ansporn für Euch!

Und wer weiß – vielleicht wird ja bald einigen dieser Träume Leben eingehaucht?

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* Hat schon Marc Chagall gesagt.

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