Eins von drei.

85 Seiten – das erste Drittel meines Buches.

Am Montag gehen sie zum Verlag. Und ich bin ganz schön aufgeregt. Bisher kennt der Verlag ja nur meine acht Seiten Exposé.

Jetzt also deutlich mehr. Mein Liebster hat Korrektur gelesen, und die ersten Rückmeldungen meiner Testleser sind da. Mit Lob und mit wertvollen Anregungen und Vorschlägen. Danke an Euch!

Nun noch ein Durchgang von der Autorin, dann muss ich loslassen.

Und hoffen, dass der Verlag bei seiner Zusage bleibt und sich nicht zu einem „Ähm… wissen Sie, Frau Strehler, eigentlich dachten wir… nun, wir hatten gehofft… aber das hier, ähm…“ genötigt sieht.

Wir werden sehen – ich halte Euch auf dem Laufenden. Gedrückte Daumen sind selbstredend willkommen!

„Ganz ruhig, es ist nur Ungewissheit.“

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Ich hab dann mal (fast) einen Verlag

Mitte Februar ist schon eine kleine Weile her – höchste Zeit also, Euch auf den neuesten Stand in puncto Verlag zu bringen!

Der Programmleiter des Verlags und ich hatten ein sehr angenehmes Telefonat, und wer mich kennt, weiß, wieviel Überwindung mich das Telefonieren gekostet hat – mir wäre die gesamte Kommunikation schriftlich am liebsten. Ich war so aufgeregt!!!
Offenbar hat die Programmkonferenz mein Manuskript wirklich gut aufgenommen: Stil, Bilder, ich allein als Lady (manchmal) auf dem Motorrad und vor allem mein „etwas anderer Blick auf Land und Leute“ kamen an. Gerade über Letzteres habe ich mich total gefreut.

Die Buchveröffentlichung ist für Frühjahr 2020 geplant, was bedeutet, dass der Text Ende Oktober/ Anfang November fertig sein muss. In diese Zeit fällt auch mein Geburtstag – ich denke, ich werde mir das zum Geschenk machen.

Wir haben über die Bildauswahl, das Layout und den möglichen Ladenpreis gesprochen, und es entspricht alles sehr meinen Vorstellungen. Die kommenden Monate werde ich also meist in obiger Pose verbringen. Ab und zu werde ich selbige wohl auf den Balkon verlegen.

Und wenn nicht, bin ich mit Josi und meinem Liebsten unterwegs. Denn es wird endlich Frühling! Ich hab Josi auch schon ein bisschen geschmückt: Entdeckt Ihr den Deputy Sheriff-Stern? Erinnerungen an Wyoming, seufz…

Gynsburgh trägt seinen natürlich auch noch. Sollte ich ihn mal der Sonne aussetzen, wird sein Tuch wohl sternförmig ausbleichen.

PS.: Und warum nun das in Klammern gesetzte fast in der Überschrift? Weil es noch keinen unterschriebenen Vertrag gibt. Das kommt erst im Mai, wenn ich etwa ein Drittel eingereicht habe. Bisher kennen sie ja nur meine acht Manuskriptseiten.

PPS.: Natürlich wäre es mir anders lieber. Aber es ist ein renommierter Verlag und ich übe mich in Vertrauen. Außerdem will ich das Buch ja eh schreiben. Sollte es da also doch nix werden, ist nichts verloren. Ich werde es irgendwie auf den Markt bringen.

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Was macht dein Buch?

Das ist fertig und es kommt echt gut an! Ich bekomme ganz viele Rückmeldungen, dass es Spaß gemacht habe, es zu lesen, dass man sich gefühlt habe, als sei man dabei gewesen, dass man es sogar schon verschenkt habe und überhaupt.

Es ist so schön…

„In your dreams!“ würden die Amis jetzt sagen – und der pragmatische Norddeutsche „Is klar“. Denn so weit ist es natürlich noch lange nicht. Ich erwarte immer noch die Rückmeldung des Verlags und schreibe derweil weiter. Ich bin selbst erstaunt und froh, wie gut ich nach der langen Schreibpause seit Anfang November (Autorenwettbewerb, Fotoshow-Vorbereitung und das Leben allgemein) wieder reinkomme.

Mehr gibt es derzeit auch nicht zu sagen/ zu schreiben – ich wollte nur einen kurzen Zwischenstand geben.

Am Wegesrand in Plön.

Und einen schönen Artikel über das Reisen empfehlen. Es ist ein Interview u.a. mit Meike Winnemuth, die das tolle Buch „Das große Los“ geschrieben hat.

Wer nicht lesen mag, kann gucken. Aber ich warne: Dieser Blick auf das heutige Amerika ist eher traurig (in der arte-Mediathek verfügbar bis 22.4.19).

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„Hast du schon einen Verlag?“

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!

Am 19. Dezember hatte ich sechs Verlage meiner Wahl mit meinem Manuskript beglückt. Überblick, Zielgruppen, Stand der Dinge, Textprobe, Bilderauswahl.

Unglaublicherweise meldeten sich zwei (!) Verlage in den folgenden Tagen bei mir – mein Manuskript gefalle ihnen, man werde intern darüber sprechen und die Bilder prüfen. Der absolute Wahnsinn. Überall hört und liest man, dass es Monate dauere, bis man etwas von den Verlagseminenzen höre – wenn überhaupt. Denn Absagen werden nicht verschickt.

Ich denke, ich habe Glück, dass sowohl meine Geschichte als auch die dafür in Frage kommenden Verlage überschaubar sind. Meine Reisestory ist keine Belletristik, die in x Verlagen veröffentlicht werden könnte, dort aber bereits unter y ebenfalls unaufgefordert eingesandten Manuskripten verhungert.

Ich habe versucht, auf die Emails so erwachsen-freudig-cool-zugewandt-souverän und Alter-du-machst-Witze-ist-das-dein-Ernst-vermeidend zu antworten wie möglich: Klar, prüft das ruhig, alles easy, ich mach hier derweil locker weiter. Kein Ding.

Und am Dienstag nun schreibt mir dieser Mensch, dass sein Verlag tatsächlich mein Buch machen will!!! Ich hab schon gezittert, als ich seine Email im Posteingang sah. Ein „Ja“ und ein „Nein“ waren möglich – und der einzige Weg herauszufinden, was es ist, war nun, die Email tatsächlich zu lesen. Wo ist der Champagner? Einatmen… ausatmen… Email öffnen.

Gnädigerweise machte er schon im ersten Absatz klar, dass es ein „Ja“ ist. Den Rest habe ich nicht mehr wahrgenommen, ihn einfach irgendwo zwischen Augen und Gehirn geparkt. Und dann versucht weiterzuatmen.

Die Email hab ich an meinen Liebsten weitergeleitet, der kennt das schon. Er ist Lehrer, hat die Email gleich ausgedruckt, damit wir sie am Abend durchsprechen können. Wir hatten ohnehin einen Tisch bei unserem Haus-und-Hof-Italiener reserviert.

Eigentlich konnte das alles nicht wahr sein. Vielleicht war das ein Fake-Verlag? Oder einer, dem man erstmal tausende von Euro geben muss, bevor die was veröffentlichen? Was sagt Google, was Wikipedia? Okay, beide geben Entwarnung. Renommierter Verlag, europaweit. Krass… Die wollen mein Buch machen, die Suche ist vorbei.

Erst, als ich das breite Grinsen meines Liebsten sah und er mich stolz umarmte, drang ein wenig von dem, was geschehen war, wirklich zu mir durch. So ganz abgeschlossen ist dieser Prozess immer noch nicht – fragt mal die Angestellten der Buchhandlung, die ich mit Blicken auf und in Veröfflichungen aus diesem Verlag genervt habe…

Kurz und gut: Mein Buch wird entstehen.

Etwa Mitte Februar werden der Verlagsmensch und ich uns zusammensetzen um zu besprechen, wie es weitergeht: Stand des Buches, Zeitplan, Konditionen usw.

Und wenn ich unterschrieben habe, verrate ich auch den Verlag. Fühlt sich jetzt noch zu unausgegoren an.

Bis dahin: Einfach mit mir freuen!

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Psssst!

Ganz leise und nur unter uns: Verlage antworten tatsächlich!

Und man muss auch gar nicht immer die berühmten vier bis zehn Monate warten – manchmal reichen zehn bis zwanzig Tage. Klingt nach Angeben, ist es auch, aber nur ein ganz kleines bisschen!!!!

Ich kann Dir sagen: Ich platze fast vor Freude!

Mehr zu schreiben gehört sich an dieser Stelle nicht, aber sobald sich etwas Handfestes entwickelt, sage ich natürlich Bescheid.

Bis dahin: Freu Dich einfach mit mir!

Und ich gönn mir jetzt erstmal was.

(c) Eva Strehler: Fiedler – was sonst.

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Beitragsbild: (c) Eva Strehler: Kiel – irgendwo am Wegesrand.

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Vorsätze und so

Okay, nun ist also 2019. Und natürlich geht der „Gute-Vorsätze“-Kelch auch an mir nicht vorbei. Sei es als „Und? Was hast Du für Vorsätze?“-Frage von anderen, sei es als Frage an mich selbst. Einige können das mit einem Schulterzucken abtun – mir gelingt das nicht so gut. Was Vor- und Nachteile hat.

„Neujahrsvorsätze? ICH?? Was willst du damit sagen? Dass ich mich VERÄNDERN muss?? Kumpel, so wie ICH das sehe, bin ich perfekt, wie ich BIN!“

Inzwischen ist wohl bekannt, dass 80% der Vorsätze bis Ende Januar gebrochen werden – irgendwo ist da ein Fehler im System. Aber egal, wir halten daran fest.

Dabei bin ich gar nicht sicher, welche Vorsätze ich für 2018 gefasst hatte. Ich glaube, es ging in die Richtung „Wieder in Deutschland ankommen und klären, wie es weitergeht“. Herrlich unkonkret und gleichzeitig herrlich vertretbar. Mein Jahr 2018 lässt sich dann auch in etwa so zusammenfassen:

Januar

  • Herzensprojekt: Scheiße, meine Tour ist tatsächlich vorbei…
  • Zeit: Aber es ist cool, so viel Zeit zu haben!
  • Geld: Es lebe das Arbeitslosengeld!
  • Job: Och nö, noch nicht.
  • Wohnen: Ich liebe meine Wohnung.

Februar

  • Herzensprojekt: Schluchz, meine Tour ist tatsächlich vorbei…
  • Zeit: Meine freie Zeit verbringe ich damit, meine Finanzen durchzurechnen.
  • Geld: So richtig weit komme ich mit dem Arbeitslosengeld nicht.
  • Job: Na gut, wenn es denn sein muss…
  • Wohnen: Ich liebe meine Wohnung, aber ich kann sie mir nicht leisten.

März

  • Herzensprojekt: Okay, meine Tour ist tatsächlich vorbei. Aber ich schreibe jetzt ein Buch darüber.
  • Geld: Man reiche mir den Mantel des Schweigens.
  • Job: Ich habe wieder einen Job – bin schließlich ein großes, vernünftiges Mädchen. Und brauche Geld.
  • Zeit: Schreiben neben dem 40-Stunden-Job? Klar, locker! Alles eine Frage der Organisation.
  • Wohnen: Ich ziehe bis Oktober zu einem Kumpel, meine geliebte Wohnung vermiete ich unter.

April

  • Herzensprojekt: Ich mache mich schlau über Schreibprogramme, Buchlayouts, Verlage und so weiter. Aber schreibe noch nicht. Typisch – erstmal sieben Jahre Vorbereitung. Oder Schiss?
  • Wohnen: WG ist gut. Mitbewohner Jens klasse, Hund Balou zum Knutschen.
  • Job: Puh, 40 Stunden sind schon nicht ohne, wenn man gerade ein paar Monate ohne Uhr und Verpflichtungen gelebt hat.
  • Geld: Besser.

Mai

  • Herzensprojekt: Ich fange tatsächlich an zu schreiben und es macht richtig Spaß.
  • Zeit: Aber neben dem Vollzeitjob schaffe ich nicht so viel, wie ich möchte. Organisieren ist ja schön und gut, aber ich werde nie ein Mensch für eine 6-Stunden-Nacht sein…
  • Wohnen: Gut.
  • Job: Gut.
  • Geld: Ist endlich mal kein Thema. Kein Überfluss, aber auch kein Mangel.

Juni

  • Herzensprojekt: siehe Mai.
  • Zeit: Nun ja.
  • Wohnen: immer noch gut.
  • Job: Läuft.
  • Geld: Auch noch alles gut.

Juli

  • Herzensprojekt: Ich streng mich echt an, regelmäßig zu schreiben. Also täglich. Aber es ist SOMMER MIT MOTORRAD IN KIEL. Klar, dass mein Liebster und ich die Feierabende am Strand und die Wochenenden auf Touren genießen.

  • Zeit: Siehe Herzensprojekt. Man lebt nur einmal.

  • Wohnen: Siehe Juni.
  • Geld: Ebenso.
  • Job: Läuft. Inzwischen zwar nur noch so rund wie ein Dreieck, aber läuft.

Die Zeit, die du brauchst, existiert.

August

  • Herzensprojekt: So geht das nicht weiter – ich brauche mehr Zeit.
  • Job: Ich kündige meinen Vollzeitjob, eine Teilzeitstelle muss her.
  • Wohnen: Noch immer gut, aber so langsam vermisse ich das Alleinwohnen. Wer gern allein wohnt, weiß, was ich meine.
  • Geld: Noch gut.

September

  • Herzensprojekt: Die Flyer für meine Fotoshows werden fertig! Hab Teile der Show zwar schon ein paar Mal gezeigt, aber man kann das Ganze ja auch professioneller angehen.
  • Zeit: Endlich wieder genug.
  • Wohnen: Siehe August. Mit mehr Vermissen. Und mit Vorfreude auf Oktober.
  • Job: Ab Mitte des Monats Teilzeitjob von POLO Motorrad – ich freu mich drauf!
  • Geld: Zum Weinen. Wegen Kündigung von meiner Seite kein ALG, Gehalt von POLO erst Ende des Monats.

Oktober

  • Herzensprojekt: Locations suchen, Flyer verteilen, weiter schreiben.
  • Zeit: Endlich genug für mein Wohlgefühl.
  • Wohnen: Endlich zurück in meiner Wohnung, es ist ein Traum. Aber für ein halbes Einzelhandelsgehalt ist sie immer noch zu teuer. Erste Gedanken an eine Teilzeitmitbewohnerin.

  • Job: Macht Spaß!
  • Geld: Siehe Wohnen.

November

  • Herzensprojekt: Autorenwettbewerb!
  • Zeit: Endlich genug für mein Wohlgefühl.
  • Wohnen: Das Experiment Mitbewohnerin entwickelt sich zum absoluten Albtraum und wird zu Ende des Monats beendet. Scheiße.
  • Job: Die ruhigen Zeiten beginnen – nur wenige fahren im Winter Motorrad.
  • Geld: Arschknapp – siehe Wohnen. Ich hab jetzt einen Putzjob.

Dezember

  • Herzensprojekt: Beim Autorenwettbewerb bin ich nicht unter den Gewinnern. Schade. Aber ich bekomme wertvolle Tipps zum Thema „Wie bringe ich mein Manuskript an den Verlag?“ Sechs Verlage dürfen sich jetzt glücklich schätzen, mein Manuskript auf ihren Rechnern zu haben.
  • Zeit: Wohl mehr als die meisten in der Adventszeit. Teilzeit hat was.
  • Wohnen: Schön… Meine Schnuckelwohnung nur für mich.
  • Job: Die ruhigen Zeiten werden etwas lebendiger – jetzt kommen die Frauen und Mütter der Biker, um ihnen Geschenke und Gutscheine zu kaufen.
  • Geld: Geht. Wenn man die Augen zumacht. Alles wird gut.

Ich denke, ich habe meine beiden 2018-er Vorsätze erfüllt. Bin angekommen in Deutschland (obwohl ich ohne Zögern sofort wieder losführe, wenn ich das Geld hätte) und habe eine Richtung für mich gefunden. Keine, mit der ich reich werde, aber eine, mit der ich mich in meinem Leben zuhause fühle. Merkmal 1 dieser Richtung: nicht mehr Vollzeit arbeiten, mehr Lebenszeit haben. Merkmal 2: In dieser Lebenszeit sollen Motorradfahren und Schreiben angemessenen Raum einnehmen. Ride & write, das klingt doch gut.

Und 2019?

Will ich das Buch so weit bringen wie möglich. Wieder etwas schwammig, ich weiß. Aber das Leben kommt einem ja gern mal in die Quere. Und es hängt auch nicht alles nur von mir ab. Wenn es das täte, könntest Du das Buch als Weihnachtsgeschenk für einen oder mehrere Herzensmenschen kaufen. Nachdem Du es selbst voller Begeisterung gelesen hast, versteht sich.

Das Motorradfahren wird natürlich nicht zu kurz kommen. Mein Liebster und ich überlegen schon, wohin es gehen wird. Für meine Alleintouren machen sich in meinem Herzen zwei Ziele immer breiter: der TET (TransEuroTrail, eine 38.000 km lange offroad-Strecke durch Europa) und Pakistan (total bekloppt, aber wer mal hier reinschaut, wird mich verstehen). Keines davon werde ich in diesem Jahr ansteuern, aber das macht nichts. Träume dürfen auch wachsen.

„Gib niemals einen Traum auf wegen der Zeit, die vergehen wird, um ihn zu verwirklichen. Die Zeit vergeht in jedem Fall.“
Earl Nightingale

 

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