„Kann ich Ihnen helfen?“

Vorgestern hatte ich meinen ersten Tag bei POLO Motorrad und was soll ich sagen? Es war toll, hat wirklich Spaß gemacht. Dazu trägt natürlich das Umfeld bei – von Motorradkrams umgeben zu sein, macht einfach glücklich.

Vor allem aber ist es das nette, witzige und hilfsbereite Team. Mit sehr guten Erklärungen, mit kritischen Fragen zu den Produkten, die ich selbstbewusst mit „Äh… ja.“ beantworten konnte und mit der Gelassenheit, mich auch schon auf Kunden loszulassen, haben sie mir einen perfekten ersten Tag geschenkt.

Und ich hab schon was verkauft! Eine Regenhose und ein Helmvisier. Jawohl.

Ich denke, es wird sich gut mit dem Schreiben vertragen – ich bin gerade auf dem Weg nach New York :-). In vier Wochen ziehe ich dann endlich zurück in meine schöne Wohnung. Das WG-Leben ist auch charmant, aber ich vermisse sie sehr. Ein kleines Zimmer werde ich untervermieten – wie Schriftsteller das eben so machen.

Und morgen geht’s wieder zu POLO – ich freu mich drauf!

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Mein Leben danach

So, das war jetzt aber eine ganz schön lange Pause seit dem letzten Eintrag. Was daran lag, dass ich mich hier in Kiel erstmal wieder sortieren musste. Wettertechnisch, klamottentechnisch, wohnungstechnisch, kontaktetechnisch, jobtechnisch, finanziell.

Ich bin froh, dass ich nicht in ein Loch gefallen bin – manch einem geht es nach einer langen Reise so. Ob es daran liegt, dass ich so gern schlafe? Ich habe mir eine richtig schöne Winterschlafphase gegönnt mit täglichem Mittagschlaf. Luxus pur. Und zwischendurch natürlich trotzdem einiges getan.

Vor der Reise hatte ich geplant, danach wieder in meinen alten Job zurückzugehen – was ja leider nicht klappte. Das hatte natürlich auch sein Gutes, weil ich nicht gleich ab Januar wieder funktionieren musste. Natürlich schaue ich nach Jobs, die mich interessieren – zwei sind tatsächlich gerade im Prozess. Nun ist freie Zeit gut und schön, aber man muss sie sich auch leisten können. Mein Arbeitslosengeld liegt 160 Euro über meinen Mietkosten und das ist selbst für mich eng. Natürlich würde Bernd mich bis sonstwohin unterstützen, aber ich denke, zu viel „Geschnorre“ tut einer Beziehung auch nicht gut. Außerdem soll er ja nicht für mein Abenteuer zahlen.

Nach einigem gedanklichen Hin und Her habe ich meine geliebte Wohnung nun an ein junges Pärchen zwischenvermietet. Und bin selbst zur Untermieterin geworden – ich fühle mich jetzt wieder studentisch jung. Jens, ein charmanter, großartig tattoowierter Kerl, den ich bis dato nur flüchtig kannte, und seine Alte Englische Bulldogge Balou haben mich in ihre Wohnung aufgenommen. Seitdem bin ich entspannter – und freue mich, dass ich mich ganz unkompliziert als Hundehalterin ausprobieren kann. Balou hilft mir sogar bei meinen altmodischen Fotoalben:

Was ist sonst noch passiert? Josi ist fast zu Hause! Wegen des fast komplett abgefahrenen Hinterreifens kam meine Kleine per Anhänger von Bremen zum BMW-Händler in Neumünster. Danke, Conny, für Zeit und Ausrüstung! In Neumünster wird Josi jetzt einmal komplett durchgecheckt und fit gemacht, damit wir endlich wieder auf die Straße können.

Eigentlich hätte ich schon in Seattle neue Reifen gebraucht, aber als ich erfuhr, dass Reifen plus Montage doppelt (!!!) so teuer sein würden wie in Deutschland – nämlich knapp 500 Dollar – war der Trotz stärker als die Vernunft. Ich weiß, dass das doof war, schließlich hatte ich noch zwei Drittel der Strecke vor mir. Aber irgendwie hat es bis zum Ende nie gepasst, sodass ich tatsächlich mit einem Set Reifen 34.000 km gefahren bin. Die empfohlene Kilometerzahl verschweige ich an dieser Stelle lieber. Was bleibt? Metzeler Tourance Reifen sind sehr zu empfehlen :-).

Und ich habe tatsächlich mit meinem Buch angefangen. Das fühlt sich noch richtig seltsam an, aber es ist schließlich auch das erste Mal. Wie immer vor einer mir neuen Sache kaufe ich mir erstmal x Bücher zum Thema. Als ich mich mit Mitte 20 in einen Typen meines Alters verliebte, der bereits Vater war, war die erste Anschaffung das Buch „Der gebrauchte Prinz“. Geholfen hat es nicht :-). Manchmal muss ich wegen dieser Angewohnheit über mich selbst lachen – aber das ist ja auch nicht das Schlimmste. Wie es mir mit dem Schreiben ergeht, erfahrt Ihr allerdings nicht mehr an dieser Stelle. Dafür ganz bald – versprochen!

 

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