Two nights in Antwerp

Irgendwo zwischen Großbritannien und Irland – mit Liverpool im Rücken – versuche ich mal, diesen Bericht noch zu Euch zu schicken. Es ist herrlich altmodisch, so weit rückblickend zu erzählen – scheiß auf zeitgleich und hyperaktuell. Da es hier ohnehin nicht anders geht und der nächste Bericht wohl erst von der US-Küste kommt, machen wir jetzt einen auf retro. Ich liebe es!
Die Bilder haken m.E. ein wenig – das bringe ich jenseits des Atlantiks in Ordnung.

Liverpool, 30. Juni
Ihr Lieben, ich bin in Liverpool, sitze auf der Brücke meines Frachters, habe die ersten beiden Tage und Nächte auf See ohne jede Übelkeit hinter mir – jippieh!

Weil ich es aber nicht komplett durcheinander berichten will und ich nicht weiß, wie lange mir das gute alte Internet noch zur Verfügung steht, kommen jetzt erstmal die Eindrücke aus Antwerpen. Dahin wurde ja mein Startpunkt verlegt, mein Abenteuer hat also nicht erst in der Neuen, sondern schon der Alten Welt begonnen 🙂

Antwerpen, 26. Juni
Antwerpen ist schön. Ich habe zwar nicht viel von dieser alten Stadt gesehen, aber das, was ich gesehen habe, war aufgrund meines Gepäckschleppschneckentempos sehr intensiv. Ein wenig marode (Antwerpen, meine ich. Na gut, ich auch…), aber liebevoll in vielen Details. Die flandrische Architektur ist wunderschön und der ehemalige Reichtum überall sichtbar.

Die letzten beiden Punkte treffen auf mein Hostel leider nicht zu, aber ich habe es auch nicht nach Schönheit ausgesucht. Für 21 Euro inkl. Frühstück ist es vollkommen in Ordnung, zumal es wirklich im Zentrum der Altstadt liegt. Ich habe ein Bett in einem 16-Betten-Raum – zum Glück ist außer mir nur eine Dame anwesend. Die beiden entsprechenden Herren-Räume hingegen scheinen voll belegt. Ob das junge Flüchtlinge sind? Ich bin zu müde für ein entsprechendes Gespräch.
Sobald es dunkel wird, habe ich von meinem Bett aus den schönsten Blick zum Einschlafen – die verzierten Zinnen der alten Häuser am Grote Markt.

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