Und was machst Du da den ganzen Tag???

Einige von Euch haben mich vor meiner Abreise gefragt, was ich denn den ganzen Tag an Bord machen würde. Inzwischen hat sich da ein ganz charmanter Rhythmus entwickelt:

ausschlafen – frühstücken – Mittag essen – Mittagschlaf – Abendbrot essen – schlafen gehen

Wenig überraschend – wer mich kennt, weiß, dass schlafen sein muss. Zwischendrin ist es relativ ruhig – die meiste Zeit verbringe ich auf der Brücke in einer kleinen Sitzecke für Passagiere. Hier lese ich, schreibe etwas für den Blog, ziehe auf der Suche nach guten Bildern übers Schiff, arbeite, spiele Solitaire und höre Musik. Und all das in wechselnden Reihenfolgen. Abends trinke ich ein Glas Wein bei Sonnenuntergang, bei einem Buch oder beim Kapitän, der gern ein paar Leute spontan zu einer Bier- und Plauderrunde einlädt.

Ich hab mich auch mal wieder an einem Selfie versucht – ich bin einfach nicht dafür gemacht. Euer Wohlwollen vorausgesetzt, lasse ich Euch trotzdem daran teilhaben:

 

Zwischendurch unterhalte ich immer wieder mit der Besatzung, die gerade auf der Brücke Dienst hat – sie wechselt alle vier Stunden. Genug Abwechslung also und genug Ruhe – ich könnte das eine ganze Weile so machen. Bei dem Gedanken daran, dass nur noch 10 Tage auf See vor mir liegen, bin ich kurz zusammengezuckt. Sollte sich irgendeine Möglichkeit ergeben, wieder mit einem Frachter zurückzufahren, werde ich das tun. Auch wenn die See dann womöglich nicht so ruhig ist wie jetzt.

Allein schon wegen dieser Sonnenuntergänge…

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