Wer nichts ändert, darf nicht jammern.

Du kennst diese Sätze.

„Love it, change it or leave it.“  Oder – auch immer wieder gern genommen – das sogenannte Gelassenheitsgebet des US-Theologen Reinhold Niebuhr: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Ich gestehe, dass ich bisher dachte, der Überlebenskünstler Rüdiger Nehberg habe das gesagt – aber zum einen kann der das sicher auch gebrauchen und zum anderen macht es den Grundgedanken nicht weniger wahr.

Fakt ist, dass ich meine derzeitige Situation doof fand. Auf der einen Seite ein Job, der sich anders entwickelte als erwartet, auf der anderen zu wenig Zeit und/ oder zu viel Müdigkeit, anständig an meinem Buch zu schreiben. Bei acht Stunden Büro und neun bis zehn Stunden Schlaf bleibt nicht so viel übrig. Natürlich hätte ich weniger schlafen können, aber glaubt mir: Das willst Du nicht erleben.

Ich konnte mein Jammern, keine Zeit fürs Buch zu haben, selbst nicht mehr hören. Und wusste gleichzeitig, dass ich diesen Traum nicht aufgeben will, ohne alles versucht zu haben, ihn zu verwirklichen.

Und weil man seine schlauen Sätze nicht nur anderen sagen, sondern auch selbst danach leben sollte, habe ich gestern meinen Job gekündigt.

Nein, ich habe noch nichts anderes. Nein, ich weiß noch nicht, wie ich das – mich – finanziere. Und ja, ich hab Schiss. Hatte ich bei meiner Tour nicht, ganz seltsam. Sicher, da hatte ich einen Online-Job, der mir Grundversicherungen und einen kleinen Geldzufluss sicherte. Ich glaube aber, dass sich mein gutes, zuversichtliches Grundgefühl ohne diesen Job nicht geändert hätte.

Jetzt hingegen breche ich gefühlt zum zweiten Mal aus unserem ach so sicheren System aus – als wollte ich das Schicksal oder den Heiligen Geist des geordneten Lebens zum zweiten Mal so richtig ärgern. Dabei ist es nicht so, dass ich in mir ein riesiges Talent vermute – ich werde mit meinem Buch weder reich noch berühmt werden. Ich will es einfach nur in der Hand halten und mich daran freuen.

PS.: Du hast bis hierhin gelesen? Herzlichen Glückwunsch! Du hast Dir damit das Recht zum Kauf eines Exemplars erworben 🙂

Teile den Artikel am besten gleich mit drei Herzensmenschen – das bringt drei Jahre Glück! Und natürlich dürfen Deine Herzensmenschen auch ein Buch kaufen.

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