Wenn du Gott zum Lachen bringen willst…

… erzähl’ ihm deine Pläne.

Seit langer Zeit begleitet mich dieser Spruch und vielleicht ist er einer der Gründe dafür, dass ich nur selten konkrete Pläne mache. Nicht, dass ich Gott sein Lachen nicht gönnen würde, aber ich mag es doch lieber, wenn Angedachtes klappt.

Nun, meine Südosteuropa-Tour wird nicht klappen, wir alle kennen den Grund. Vor wenigen Tagen noch habe ich mir – begleitet von einem schlechten Gewissen – Gedanken darüber gemacht, ob es wegen der Flüchtlinge sicher wäre, in Bulgarien oder in Griechenland wild zu campen. Nun, auch das hat sich für dieses Jahr offenbar erledigt.

Und nun?

Sehr gute Frage.

Die Tour war so fest geplant (ha!), dass ich meine Wohnung ab dem 1. April bis Ende August untervermietet habe. Kein Scherz.

Und natürlich will ich weder die gute Zwischenmieterin rausschmeißen, noch – ich gebe es zu – auf die Kohle verzichten.

Zum 1.4. startet neben meiner nicht-Tour auch meine Selbstständigkeit als Motorradreise-Autorin – ich hab es einfach mal gewagt. Weil ich gemerkt habe, dass ich genau so leben will: fahren und schreiben, ride’n write.

Gedanken für den Sommer

In wenigen Tagen erscheint das ebook von »Hin und weg – als Motorrad-Vagabundin durch die USA« für Tolino, noch ein paar Tage später für den Kindle. Natürlich bin ich hier schon mächtig aufgeregt, wie das beim ersten Mal nun einmal so ist. Und vielleicht ist das ebook ja eine schöne Ablenkung, wenn man schon wegen Corona zuhause bleiben muss?

 

Im April, wahrscheinlich Mitte bis Ende, kommt dann endlich das Taschenbuch zum Anfassen, Lesen, Freuen. Ich schaffe es nicht mehr wie angekündigt im März, aber davon wird die Welt ganz bestimmt nicht untergehen.

Und wo werde ich wohnen? Natürlich kann ich immer bei meinem Liebsten unterschlüpfen und werde das mit Sicherheit auch tun. Aber ich habe auch schon einen netten Platz für mein Zelt entdeckt, gar nicht weit weg von Zuhause…

Zelt unter Balkon

Vor allem aber will ich unterwegs sein! Während meiner USA-Tour habe ich mich oft gefragt, ob so unkonventionelle Übernachtungen wie dort wohl auch in Deutschland möglich wären. Wild, in Vorgärten, in Gewerbegebieten, auf Einladung netter Menschen auch mal in Gästezimmern, in offen stehenden Autos – whatever.

Ich denke, so wird mein Sommer: Möglichst übernachtungskostenfrei unterwegs in Deutschland. Dann brauche ich auch wegen Corona kein schlechtes Gewissen zu haben – ich werde unterwegs mit weniger Menschen in Kontakt kommen als in Kiel. Und vielleicht werde ich dieses Mal sogar selbst kochen? Dieses Experiment dürfte dann ein eigenes Buch füllen ;-).

Und außerdem kann ich »Hin und weg – als Motorrad-Vagabundin durch die USA« ins Amerikanische übersetzen, damit die Menschen, von denen ich im Buch erzähle, auch etwas davon haben.

Ich finde, das klingt gut.

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Die Straße wartet…

… aber noch stecken die Planungen in den Kinderschuhen – und wie ich mich kenne, kommen sie darüber auch nicht hinaus, weil ich ja so gern flexibel bleibe. Immer wieder bin ich froh, dass ich meinen Liebsten habe; er erinnert mich an wichtige Dinge.

Fest steht: Anfang April geht es los, ich will so viele osteuropäische Länder besuchen wie möglich. Und jetzt ist auch klar, wo die Reise (vorläufig) endet: Mitte Juli in Verona. Gibt es einen besseren Ort, um meinen Schatz zu treffen? Wir werden dann zwei Wochen lang durch Italien fahren – ich freu mich jetzt schon so sehr! Natürlich auch auf meine Solo-Zeit: Albanien, Kroatien, Slowenien, es soll ja alles so schön sein!

Ich freu mich auf jeden einzelnen Tag, den ich unterwegs sein werde. Neulich bin ich fast vollständig beladen zur Location der Foto-Show gefahren und konnte nur denken: »Das ist es. So muss man unterwegs sein.« Verrückt, dass ich mich am freiesten fühle, wenn ich mich vor lauter Gepäck kaum bewegen kann … Wie gut, dass Josi die ganze Last trägt!

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Eine schläft, eine plant.

Josi ist in ihrem Winterquartier. ›Warm‹ nein, ›trocken‹ ja – ich denke, es geht ihr gut.

Ich selbst schlafe derzeit auch viel, was zum einen auf die Jahreszeit zu schieben ist, zum anderen und vor allem aber darauf, dass ich dankbar und beschenkt auf den derzeitigen Stand der Crowdfunding-Kampagne schaue:

3.137 Euro und noch 23 Tage Zeit

Es wird mein Buch also mit größter Wahrscheinlichkeit geben – dank vieler Unterstützerinnen und Unterstützer! Hier gibt es das Buch zum Unterstützerpreis.

Bevor ich also bald mit der Textüberarbeitung, der Bilderauswahl und -optimierung mit meinem Grafiker sowie mit Buchsatz und Druck beginne, kann ich schon ein wenig planen. Mein neues Ziel:

Europa – und zwar alle 47 Länder

Weil ich nicht hetzen will, wird das wohl in mehreren Etappen passieren. Ich halte euch auf dem Laufenden!

PS.: Es sind wirklich 47 – zählt mal nach 🙂

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