… und dann kam Polly – ins Zelt.

Viele von euch wissen, dass ich die Motte mit auf meine Motorradtouren nehmen will. Die nächste große Tour soll uns auf dem Landweg in die Mongolei und durch Sibirien bringen – ich kann es kaum erwarten, Polly ohne Geschirr und Firlefanz durch die Weite flitzen zu sehen!

Das Wichtigste ist natürlich, dass sie sich in diesem ungewohnten, unsteten Leben wohl fühlt – sie soll eine grandiose Zeit haben.
Erster Punkt ist das Zelten, denn die meisten Nächte  werden wir so verbringen. Wird sie mit den Geräuschen des Zelts und der Enge im Inneren klarkommen?

Anfangs war sie skeptisch. Beim Aufbau fegte der Wind durch die noch lockeren Zeltwände und verursachte fremde Geräusche. Auch der Tunnel, in den sie rein sollte, war ihr nicht geheuer.

Dabei hatte ich alles extra schön kuschelig eingerichtet. Unser Mädchenschlafzimmer mit ihrem Schlafnest von Zuhause und der kühlenden Matte. Gepäck passt dann allerdings nicht mehr ins Zelt…

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich sie ins Vorzelt gelockt hatte. Der Schinken meines Sandwichs spielte eine nicht unerhebliche Rolle dabei 🙂

Der Schritt ins eigentliche Zelt ging dann schneller, aber an Einschlafen ohne Körperkontakt war nicht zu denken. Das kann sie jederzeit haben! Sonst schläft sie ja neben meinem Bett – im Zelt werden wir das Kuscheln von nun an beide genießen.

Als Fazit bleibt zu sagen: Experiment “Zelten” ist geglückt. Und der Strand war die Aufregung allemal wert.

Jetzt fehlt nur noch das eigentliche Motorradfahren! Für kurze Touren hinten auf Josi, für lange im Gespann. Das Motorrad, das mein Herzenszweiradmechaniker für uns zum Gespann umbaut, steht bei Berlin. Und nächste Woche lernen wir Molly, unser Mongolei-Motorrad, kennen!

Ich werde berichten!


Ich mikro-abenteure jetzt — Berlin 3

Den Freitag darf ich von vorn bis hinten, von Anfang bis Ende in Francos Werkstatt, der BoxerTechnikBerlin, verbringen. Und ich darf schauen, stören, fragen, nerven, mitmachen – ein Traum!

Das neue Federbein von Wilbers Products GmbH packte Franco aus wie ein Weihnachtsgeschenk: ein Geschenk von Wilbers an mich. Aber nicht nur das, sondern auch neue Gabelfedern. Wahnsinn!

Und dann legte Franco noch ein Geschenk von BTB drauf: den kompletten Service für Josi. Neue Bremsscheiben, neue Bremsbeläge, einen Kettensatz, Wechsel von Brems- und Ölflüssigkeit, neuer Öl- und Luftfilter, neue Zündkerzen und ebensolche Schläuche fürs Innenleben. Mitarbeiter Marc hat den Hinterradbremssattel energisch, geduldig und liebevoll wieder in Form gebracht. Das Praliné am Schluss: ein nigelnagelneuer Scheinwerfer.

UND DAS ALLES FUCKING KOSTENFREI FÜR MICH!!!

Das ist doch unglaublich, oder? Danke an Wilbers, danke an Franco und BTB!
Natürlich hat meine Mithilfe das alles ganz entscheidend vorangebracht. Ausgeglichen wurden diese Voran-Schritte durch meine gefürcheten Warum-Fragen, aber ich kann einfach nicht anders. Ich hab total viel gelernt und das ist unbezahlbar.

Es gab noch ein zweites Praliné: Der TÜV-Mann war grad vor Ort und hat Josi begutachtet – keine Mängel! Nach über einem Jahr Fahren und Parken ohne TÜV muss ich mich an die neuen Freiheiten erstmal wieder gewöhnen

Endlich ist alles wieder, wie es sein soll.

Die Moral aus der Geschicht: Wenn euch Verrückte auf Facebook anschreiben, gebt ihnen eine Chance!

Der verrückte Franco und ich