»Du bist verrückt – das wird doch nie was!«

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Fan von Träumen bin – besonders von Träumen, die gelebt werden.

Für ein neues Buchprojekt suche ich Menschen, die …

  • … einen großen oder ungewöhnlichen Traum hatten, der sie nicht mehr losgelassen hat;
  • … sich Sätze wie »Das wird doch nie was!« und »Du bist doch verrückt!« immer wieder anhören mussten;
  • … ihren Weg trotzdem und gegen Widerstände gegangen sind und
  • …ihre Träume wahrgemacht haben.

Ich möchte mit diesen Menschen sprechen und ihre Erfahrungen in einem Interviewband sammeln.

Warum? Weil ich es cool finde zu sehen, dass die Hindernisse und Widerstände, die zwischen uns und unseren Träumen stehen, überwindbar sind. Und vielleicht inspiriert es ja den einen oder die andere?

 

Dafür brauche ich eure Hilfe

Acht ganz besondere Interviewpartnerinnen und -partner haben schon zugesagt – ich hätte gern um die 30.

Kennt ihr Menschen, die in diesem Interviewband einen Platz finden sollten? Deren Geschichte inspiriert? Dann würde ich mich über einen Namen oder sogar eine Kontaktanbahnung riesig freuen!

Oder habt ihr Fragen, die in den Interviews nicht fehlen sollten? Dann her damit!

Schreibt mir bei beidem einfach an kontakt@eva-hin-und-weg.de

Ich freu mich auf eure Unterstützung!

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“Wenn ich groß bin…

… werde ich Niki Lauda!”

Der größte Traum meines kleinen Bruders, er hätte alles dafür getan.

Mit dem Krebs kam die Lähmung – die Sache mit dem Rennfahren wurde schwierig.

Aber Christian wäre nicht Christian gewesen, wenn er sich nicht mit ansteckender Energie einen neuen Traum gesucht hätte: Bauarbeiter! Das ging auch im Sitzen – so konnte es weitergehen, auch ohne zu gehen.

Mein kleiner Bruder war cool. Und ich bin sicher, er hätte seine Träume wahrgemacht.

Mit vier Jahren ist er gestorben. Und heute, mit 70, Niki Lauda. Es ist seltsam, wenn der Traum eines Menschen stirbt, der schon gestorben ist.

Wer mich kennt und/ oder diesen Blog eine Weile gelesen hat, weiß, dass ich eine Traumtante bin. Meine Träume sind mir wichtig. Und wenn ich bei anderen auf große oder kleine Träume stoße, versuche ich zu ermutigen, wo ich kann.

Manchmal denke ich, wir schulden die Verwirklichung unserer Träume all denen, die ihre nicht verwirklichen können. Aber das stimmt nicht. Wir schulden sie nur uns selbst.

Das aber so richtig.

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Träume nicht dein Leben – lebe deinen Traum.*

Seit meiner Teenagerzeit war die Motorradtour einer meiner größten Träume. Erst mit Ende 30 habe ich meinen Führerschein gemacht, endlich rückte der Traum näher. Mit dem Motorrad durch die USA, als Frau, allein – das klang für andere immer verrückt. Für mich nur ein bisschen; ich wusste, ich würde diesen Traum wahr machen.

Deshalb gefiel mir der Gedanke, während der Verwirklichung dieses Traums Menschen nach ihrem größten Traum zu fragen. Ich war nicht vorbereitet auf die Offenheit, mit der mir diese Menschen, die meinen Weg ja nur zufällig kreuzten, antworten würden.

Von ihren Träumen zu erfahren, war und ist ein großes Geschenk, das ich hier gern mit Euch teilen möchte. Danke an alle Träumer, dass ich Euren Wunsch und Euer Bild hier weitergeben darf!

Außerdem möchte ich Euch einladen: Wenn Ihr mögt, schreibt Euren großen Traum ins Kommentarfeld oder direkt an mich – ich puzzle ihn dann direkt in die Träume-Seite hinein. Das wär doch eine schöne Inspiration für andere und vielleicht ein Ansporn für Euch!

Und wer weiß – vielleicht wird ja bald einigen dieser Träume Leben eingehaucht?

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* Hat schon Marc Chagall gesagt.

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Laura’s Dream

Laura habe ich in einem schnuckeligen Diner nördlich von Ogden, Utah, kennengelernt. Nachts herrschten inzwischen Temperaturen um 0°C – für mich nicht unbedingt eine Einladung zum Zelten. Trotzdem hätte ich es getan – der Inhaber des Diners hatte mir seinen Innenhof angeboten.

Mit Lauras Mom.

Plötzlich kam ein “You can sleep on my couch!” von links – dort saß Laura. Aus dem Nichts bot sie mir die Couch in ihrem Apartment an, in das sie erst einige Tage zuvor eingezogen war. Ich habe bei ihr ganz wunderbar geschlafen und ich freu mich sehr, dass sie mich und Euch an ihrem größten Traum teilhaben lässt:

“My biggest dream is to start an organization that provides housing, education, and developmental opportunities for children in foster care where they can progress and be better prepared for their future in an environment that is supporting and loving.”

Dass Laura fürsorglich ist, habe ich selbst erlebt – neben ihrer Badewanne konnte ich noch allerlei Beautyprodukte ausprobieren, während sie mit einer Freundin unterwegs war.

Vertrauen und Fürsorge – danke für beides, Laura, und von Herzen alles Gute für Deinen tollen Traum!

 

 

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“Traveling is my favorite activity.”

Um in die USA zu kommen, habe ich den Atlantik an Bord der “Independent Spirit” überquert – zwei großartige Wochen, an die ich voller Sehnsucht zurückdenke.

Das hat ganz bestimmt auch mit der tollen 22-köpfigen Crew zu tun. Ein Crewmitglied war Dmytro, ein freundlicher Hüne aus der Ukraine. Der Chief Engineer will seinen großen Traum in diesem Jahr umsetzen:

“Ich will im Sommer mit meiner Familie durch Europa fahren. Einfach ins Auto steigen und dann von Odessa durch Polen und Deutschland nach Dänemark. Und dann über die Niederlande, Belgien und Frankreich bis nach Spanien.

Ich hab so etwas schon einmal gemacht, aber das war eine kleinere Tour. Diesmal will ich mir mehr Zeit nehmen. So acht bis neun Wochen – darauf freue ich mich.”

Dmytro, wir wollen Fotos von der Reise – habt ganz viel Spaß!

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(c) Karte

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“… da ist meine Seele zuhause.”

Auf meiner Tour hatte ich das Glück, mit einigen ganz wunderbaren Taxifahrern unterwegs zu sein, wenn Josi gerade auf deutscher oder amerikanischer Seite im Zoll oder sogar noch auf ihrem Schiff war.

Einer von ihnen ist Ted, ein ganz großartig durchgeknallter Typ, der mich vom Überseehafen in Bremerhaven zum Hostel fahren soll. Ich habe das gesamte Gepäck für die Reise auf meinen Schultern und mein Herz ist schwer, weil ich Josi zwischen hunderttausenden von Containern zurücklassen musste. Nach einer Weile frage ich ihn nach seinem größten Traum:

“Ich habe keine Träume mehr – ich habe sie mir alle erfüllt. Ich war sieben Mal auf Jamaika, das war einfach nur großartig.” Er verfällt in Reggae-Slang und spricht/singt weiter: “Ich hab da so viel gesehen und mit so vielen Leuten gesprochen – da ist meine Seele zuhause. Und die Musik – hör mal hier!”

Die Reggae-Musik erfüllt das Auto und ist tatsächlich sehr cool – man muss unwillkürlich grinsen. “Das ist Sugar Minott. You know: Bob (Marley) is the creator (of Reggae) and Sugar is the Master. Ich hab ihn mal für ein Konzert hergeholt in mein Dorf, von gesammelten Spenden. Ein größerer Traum geht gar nicht.”

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