Da weiß man echt alles…

Wenn eine von mir erstellte Folie mit fettem Rechtschreibfehler in einem der wichtigsten Worte eine Stunde lang in den Raum leuchtet und knapp über 100 Gäste begrüßt, dann ist das ein Hinweis auf meinen Nervositätslevel vor meinem ersten richtig öffentlichen großen Vortrag (dafür kann ich jetzt schon wieder lange Sätze schreiben…).

Offenbar scheint aber niemand deshalb wieder gegangen zu sein, und so wurde es ein spaßiger Abend für alle Beteiligten. Das Team von Bergmann & Söhne hat mich toll unterstützt und Josi mit wertschätzenden Worten bedacht (danke, Christopher!), das Essen der Fleischerei Bracker aus Bordesholm war zünftig und lecker, und die Gäste interessiert, witzig, wunderbar.

Falls jemand überlegt, ob er zu einem meiner Vorträge kommen sollte, helfen vielleicht folgende (unaufgefordert eingesandte und vor allem unbezahlte!) Rückmeldungen von Gästen:

  • Danke dass wir mit dir einmal quer durch die USA reisen durften. Deine natürliche spritzige wortwitzige Art machte es uns leicht dir zuzuhören. Deine Freude und dein Spass war gut zu spüren. Ganz liebe Grüße Annette und Thomas
  • Ein unglaublicher Abend in cooler Atmosphäre mit fast 100 Gleichgesinnten. Eva Strehler hatte ihr Debüt mit dem faszinierenden Vortrag über ihre USA Reise. Redegewandt, rhetorisch mitnehmend hat sie das Publikum auf die Reise mit fahren lassen. Kecke Antworten auf Fragen der Besucher während des Vortrages brachten Stimmung in den Abend. Ganz ehrlich, ich habe schon viele Vorträge gesehen, aber sie hat es geschafft, eine ganz besondere Stimmung aufkommen zu lassen. Ich freue mich auf das nächste Mal!  (Carsten)
  • Sehr sympathisch und begeisternder Reisebericht – danke für den schönen Abend bei BergmannNMS!  (Lutz)
  • Danke für einen kurzweiligen Abend und Deinen ehrlichen und ungeschminkten Reisebericht. Dafür erhältst du von mir 5 Sterne. Top!  (Micha)

Die Bilder hab ich von Bergmann & Söhne geklaut (hier stehen sonst Motorräder, hier habe ich auch Josi gekauft):

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USA-Fotoshow – 3. Feb – Hannover

Es ist soweit!

Nach einigen kleinen und halb privaten Foto-Shows gibt es nun die erste richtig offensichtlich-offizielle-öffentliche Foto-Show!

Wir werden von Ost nach West reisen – von Kiel über den Atlantik bis Baltimore, die Ostküste hinauf nach Maine, die Appalachen hinunter bis Tennessee über Missouri, Nebraska, South Dakota, Wyoming, Colorado und Utah bis Twin Falls, Idaho. Tolle Begegnungen, großartige Landschaften, wundervolle Menschen und natürlich die Hochs und Tiefs des Alleinunterwegsseins.

Mehr geht kaum… Oder doch – bei Teil 2 “Von West nach Ost”. Der kommt dann irgendwann.

Du willst dabei sein? Dann komm doch:

  • am 3.2.
  • von 17:30 bis ca. 20:00 Uhr
  • ins KULTURCAFÉ GINKGOO – Landwehrstr. 75 – 30519 Hannover-Döhren – 0511-844 854 66.
  • Eintritt: 10 Euro

Das wird ein feiner Abend – ich freu mich drauf!

Und Kay (Kay Steffens, er organisiert die Veranstaltung und sonst Blues Sessions): Ich komme mit weniger Gepäck als für die Tour, versprochen!

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Vorsätze und so

Okay, nun ist also 2019. Und natürlich geht der “Gute-Vorsätze”-Kelch auch an mir nicht vorbei. Sei es als “Und? Was hast Du für Vorsätze?”-Frage von anderen, sei es als Frage an mich selbst. Einige können das mit einem Schulterzucken abtun – mir gelingt das nicht so gut. Was Vor- und Nachteile hat.

“Neujahrsvorsätze? ICH?? Was willst du damit sagen? Dass ich mich VERÄNDERN muss?? Kumpel, so wie ICH das sehe, bin ich perfekt, wie ich BIN!”

Inzwischen ist wohl bekannt, dass 80% der Vorsätze bis Ende Januar gebrochen werden – irgendwo ist da ein Fehler im System. Aber egal, wir halten daran fest.

Dabei bin ich gar nicht sicher, welche Vorsätze ich für 2018 gefasst hatte. Ich glaube, es ging in die Richtung “Wieder in Deutschland ankommen und klären, wie es weitergeht”. Herrlich unkonkret und gleichzeitig herrlich vertretbar. Mein Jahr 2018 lässt sich dann auch in etwa so zusammenfassen:

Januar

  • Herzensprojekt: Scheiße, meine Tour ist tatsächlich vorbei…
  • Zeit: Aber es ist cool, so viel Zeit zu haben!
  • Geld: Es lebe das Arbeitslosengeld!
  • Job: Och nö, noch nicht.
  • Wohnen: Ich liebe meine Wohnung.

Februar

  • Herzensprojekt: Schluchz, meine Tour ist tatsächlich vorbei…
  • Zeit: Meine freie Zeit verbringe ich damit, meine Finanzen durchzurechnen.
  • Geld: So richtig weit komme ich mit dem Arbeitslosengeld nicht.
  • Job: Na gut, wenn es denn sein muss…
  • Wohnen: Ich liebe meine Wohnung, aber ich kann sie mir nicht leisten.

März

  • Herzensprojekt: Okay, meine Tour ist tatsächlich vorbei. Aber ich schreibe jetzt ein Buch darüber.
  • Geld: Man reiche mir den Mantel des Schweigens.
  • Job: Ich habe wieder einen Job – bin schließlich ein großes, vernünftiges Mädchen. Und brauche Geld.
  • Zeit: Schreiben neben dem 40-Stunden-Job? Klar, locker! Alles eine Frage der Organisation.
  • Wohnen: Ich ziehe bis Oktober zu einem Kumpel, meine geliebte Wohnung vermiete ich unter.

April

  • Herzensprojekt: Ich mache mich schlau über Schreibprogramme, Buchlayouts, Verlage und so weiter. Aber schreibe noch nicht. Typisch – erstmal sieben Jahre Vorbereitung. Oder Schiss?
  • Wohnen: WG ist gut. Mitbewohner Jens klasse, Hund Balou zum Knutschen.
  • Job: Puh, 40 Stunden sind schon nicht ohne, wenn man gerade ein paar Monate ohne Uhr und Verpflichtungen gelebt hat.
  • Geld: Besser.

Mai

  • Herzensprojekt: Ich fange tatsächlich an zu schreiben und es macht richtig Spaß.
  • Zeit: Aber neben dem Vollzeitjob schaffe ich nicht so viel, wie ich möchte. Organisieren ist ja schön und gut, aber ich werde nie ein Mensch für eine 6-Stunden-Nacht sein…
  • Wohnen: Gut.
  • Job: Gut.
  • Geld: Ist endlich mal kein Thema. Kein Überfluss, aber auch kein Mangel.

Juni

  • Herzensprojekt: siehe Mai.
  • Zeit: Nun ja.
  • Wohnen: immer noch gut.
  • Job: Läuft.
  • Geld: Auch noch alles gut.

Juli

  • Herzensprojekt: Ich streng mich echt an, regelmäßig zu schreiben. Also täglich. Aber es ist SOMMER MIT MOTORRAD IN KIEL. Klar, dass mein Liebster und ich die Feierabende am Strand und die Wochenenden auf Touren genießen.

  • Zeit: Siehe Herzensprojekt. Man lebt nur einmal.

  • Wohnen: Siehe Juni.
  • Geld: Ebenso.
  • Job: Läuft. Inzwischen zwar nur noch so rund wie ein Dreieck, aber läuft.

Die Zeit, die du brauchst, existiert.

August

  • Herzensprojekt: So geht das nicht weiter – ich brauche mehr Zeit.
  • Job: Ich kündige meinen Vollzeitjob, eine Teilzeitstelle muss her.
  • Wohnen: Noch immer gut, aber so langsam vermisse ich das Alleinwohnen. Wer gern allein wohnt, weiß, was ich meine.
  • Geld: Noch gut.

September

  • Herzensprojekt: Die Flyer für meine Fotoshows werden fertig! Hab Teile der Show zwar schon ein paar Mal gezeigt, aber man kann das Ganze ja auch professioneller angehen.
  • Zeit: Endlich wieder genug.
  • Wohnen: Siehe August. Mit mehr Vermissen. Und mit Vorfreude auf Oktober.
  • Job: Ab Mitte des Monats Teilzeitjob von POLO Motorrad – ich freu mich drauf!
  • Geld: Zum Weinen. Wegen Kündigung von meiner Seite kein ALG, Gehalt von POLO erst Ende des Monats.

Oktober

  • Herzensprojekt: Locations suchen, Flyer verteilen, weiter schreiben.
  • Zeit: Endlich genug für mein Wohlgefühl.
  • Wohnen: Endlich zurück in meiner Wohnung, es ist ein Traum. Aber für ein halbes Einzelhandelsgehalt ist sie immer noch zu teuer. Erste Gedanken an eine Teilzeitmitbewohnerin.

  • Job: Macht Spaß!
  • Geld: Siehe Wohnen.

November

  • Herzensprojekt: Autorenwettbewerb!
  • Zeit: Endlich genug für mein Wohlgefühl.
  • Wohnen: Das Experiment Mitbewohnerin entwickelt sich zum absoluten Albtraum und wird zu Ende des Monats beendet. Scheiße.
  • Job: Die ruhigen Zeiten beginnen – nur wenige fahren im Winter Motorrad.
  • Geld: Arschknapp – siehe Wohnen. Ich hab jetzt einen Putzjob.

Dezember

  • Herzensprojekt: Beim Autorenwettbewerb bin ich nicht unter den Gewinnern. Schade. Aber ich bekomme wertvolle Tipps zum Thema “Wie bringe ich mein Manuskript an den Verlag?” Sechs Verlage dürfen sich jetzt glücklich schätzen, mein Manuskript auf ihren Rechnern zu haben.
  • Zeit: Wohl mehr als die meisten in der Adventszeit. Teilzeit hat was.
  • Wohnen: Schön… Meine Schnuckelwohnung nur für mich.
  • Job: Die ruhigen Zeiten werden etwas lebendiger – jetzt kommen die Frauen und Mütter der Biker, um ihnen Geschenke und Gutscheine zu kaufen.
  • Geld: Geht. Wenn man die Augen zumacht. Alles wird gut.

Ich denke, ich habe meine beiden 2018-er Vorsätze erfüllt. Bin angekommen in Deutschland (obwohl ich ohne Zögern sofort wieder losführe, wenn ich das Geld hätte) und habe eine Richtung für mich gefunden. Keine, mit der ich reich werde, aber eine, mit der ich mich in meinem Leben zuhause fühle. Merkmal 1 dieser Richtung: nicht mehr Vollzeit arbeiten, mehr Lebenszeit haben. Merkmal 2: In dieser Lebenszeit sollen Motorradfahren und Schreiben angemessenen Raum einnehmen. Ride & write, das klingt doch gut.

Und 2019?

Will ich das Buch so weit bringen wie möglich. Wieder etwas schwammig, ich weiß. Aber das Leben kommt einem ja gern mal in die Quere. Und es hängt auch nicht alles nur von mir ab. Wenn es das täte, könntest Du das Buch als Weihnachtsgeschenk für einen oder mehrere Herzensmenschen kaufen. Nachdem Du es selbst voller Begeisterung gelesen hast, versteht sich.

Das Motorradfahren wird natürlich nicht zu kurz kommen. Mein Liebster und ich überlegen schon, wohin es gehen wird. Für meine Alleintouren machen sich in meinem Herzen zwei Ziele immer breiter: der TET (TransEuroTrail, eine 38.000 km lange offroad-Strecke durch Europa) und Pakistan (total bekloppt, aber wer mal hier reinschaut, wird mich verstehen). Keines davon werde ich in diesem Jahr ansteuern, aber das macht nichts. Träume dürfen auch wachsen.

“Gib niemals einen Traum auf wegen der Zeit, die vergehen wird, um ihn zu verwirklichen. Die Zeit vergeht in jedem Fall.”
Earl Nightingale

 

Hast Du Pläne, Wünsche, Vorsätze?

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Ich würde mich freuen!

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Tolle Foto-Show sucht Locations!

Meine USA-Bilder wollen ans Licht und ich hab Lust, sie mit den dazugehörigen Geschichten aus ihrem digitalen Schlaf zu wecken!

Und die kommenden Monate scheinen für beides doch sehr geeignet.

Deshalb hab ich da mal was vorbereitet: Vier Etappen-Shows zu je etwa 90 Minuten und glaubt mir: Das werden nette Abende.

Ein paar Locations in Kiel und Umgebung habe ich schon auf dem Zettel – aber vielleicht habt Ihr ja auch noch eine Idee, wo so eine Foto-Show nett wäre. Ich würde dafür auch ein bisschen fahren.

Für Ideen und Hinweise bin ich sehr dankbar! Sehr gern könnt Ihr auch meinen allgemeinen Info-Flyer__Foto-Shows__Mit dem Motorrad durch die USA nutzen, wenn Ihr direkt mit jemandem sprechen solltet. Also, mit Location-Leuten, meine ich.

Sobald sich was ergibt, stelle ich die Termine natürlich hier ein. Und dann heißt es: Ich freu mich auf Euch!

Und dass Ideengeber dann in der ersten Reihe sitzen, versteht sich wohl von selbst.

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Beitragsbild: (c) Vivian Maier – die Beste

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Klein, aber fein – das Motorrad Globetrotter Treffen in Struppen

Ich freu mich, Anfang Mai wieder von meiner Tour erzählen zu können! Im kleinen, aber feinen Struppen… Was? Wo das ist? Wartet – hier: “… auf der linkselbischen Seite der vorderen Sächsischen Schweiz im Rathener Elbbogen zum Teil auf einer Hochebene – der Struppener Ebenheit.” Alles klar? Grob gesagt: Zwischen Dresden und der tschechischen Grenze, nicht weit von Elbsandsteingebirge und Sächsischer Schweiz. Also in einer traumhaften Gegend, die manchmal auch an die USA erinnert.

… findet nun das ebenso kleine und ebenso feine Motorrad Globetrotter Treffen statt. Motorradfreunde, die ich im Apfelhotel kennengelernt hab, haben mich auf das Treffen hingewiesen, es muss echt schnuckelig sein. Für die riesigen Treffen mit hunderten Motorrädern bin ich ja nicht gemacht.

30 Minuten Redezeit habe ich, danach versinkt das Mikro im Boden. Das reicht natürlich nicht für die ganze Tour – ich denke, ich werde mit den Anwesenden nach Wyoming, Colorado und Utah reisen. Ist irgendwie auch das Herz meiner Tour.

Ich bin gespannt und ich freu mich!

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Beitragsbild: (c) Iven Eissner, http://www.eissner-dresden.de

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