Von Leberwurstküssen und Buchübersetzungen

Ich liebe dieses Bild von der Dicken und mir. Aber – der Titel lässt es erahnen – ihr Kuss auf meine Wange entspringt erst in zweiter Linie Pollys Leidenschaft zu mir. In erster Linie ist es ihre Leidenschaft für Leberwurst.

Aber was macht die auf meiner Wange? Na, irgendwie musste ich das Tier doch schnell nah genug an mich ranholen, bevor sie sich ihre Motorradbrille wieder runterzubbelt…

Wir üben täglich, die Brille bleibt immer länger auf der behaarten Nase. Leberwurst sei Dank!

Übersetzung 1:  “Once upon a bike”

Liebe Leute, es ist echt aufregend!

Aktuell läuft meine dritte Crowdfunding Kampagne ( = viele Leute geben ein bisschen Geld, bekommen dafür was Tolles und machen was richtig Großes möglich). Mit den ersten beiden wurden Bücher in die Welt geholt, die es noch nicht gab. Nun soll eines davon, “Hin und weg – also Motorrad-Vagabundin durch die USA” ins Englische übersetzt werden. Dann kann es sich aufmachen und neue Welten erobern!

Ich freu mich sehr, wenn ihr mir die Daumen drückt! Natürlich könnt ihr es auch unterstützen – hier geht’s zur deutschen Seite. Wenn ihr englischsprachige Menschen kennt, die gern reisen/lesen/Motorradfahren/die USA entdecken, dann schickt ihnen gern die englische Seite – vielleicht unterstützen sie das Projekt ja. Es lohnt sich 🙂

Übersetzung 2:  Ted Simon

Letzten Oktober hatte ich die großartige und hoffentlich nicht einmalige Gelegenheit, Ted Simon in Südfrankreich zu besuchen. Anlass war sein Buch “The Gypsy in me” von 1997, das ich unbedingt ins Deutsche übersetzen wollte. Weil der gute Ted ( er ist wirklich toll!) aber gerade seine Autobiographie fertigstellte, schien es uns beiden sinnvoller, dass ich mich daran versuche.

Einige von euch haben nachgefragt, wie es damit läuft – es läuft leider gar nicht mehr. Schon beim Übersetzen habe ich an einigen Stellen gemerkt, dass ich Teds Erinnerungen und seiner Sprache nicht gerecht werde. Ein renommierter Verlagsmensch hat die ersten drei Kapitel, die als Probe vereinbare waren, geprüft und meinen Eindruck bestätigt.

Das war schon doof. Kennt ihr das, dass man in einer Sache ganz aus Versehen total brilliant sein möchte, obwohl man gar nicht die Voraussetzungen dafür mitbringt? So ging es mir – und diesmal hat es leider nicht geklappt. Mein Respekt vor Übersetzern ist dafür gestiegen.
Nun wird also jemand anders Teds Erinnerungen ins Deutsche bringen, und ich bin sicher, es wird toll!

… und was macht das Gespann?!

Es wird!!!

Ich hab es neulich kurz gesehen – es stand in der Werkstand und rief nach Polly und mir (Polly hat es nicht gehört, ich schon).
Wenn ich es richtig verstanden habe, muss das Boot noch angemalt, dann Lampen & Co. angebracht und Schläuche und Kabel gesichert werden. Liebe Leute, ich werde eine SITZHEIZUNG haben!!!

Und bis es soweit ist, werde ich Polly in alles Wichtige einweisen – klappt woanders ja auch.

 


… und dann kam Polly – ins Zelt.

Viele von euch wissen, dass ich die Motte mit auf meine Motorradtouren nehmen will. Die nächste große Tour soll uns auf dem Landweg in die Mongolei und durch Sibirien bringen – ich kann es kaum erwarten, Polly ohne Geschirr und Firlefanz durch die Weite flitzen zu sehen!

Das Wichtigste ist natürlich, dass sie sich in diesem ungewohnten, unsteten Leben wohl fühlt – sie soll eine grandiose Zeit haben.
Erster Punkt ist das Zelten, denn die meisten Nächte  werden wir so verbringen. Wird sie mit den Geräuschen des Zelts und der Enge im Inneren klarkommen?

Anfangs war sie skeptisch. Beim Aufbau fegte der Wind durch die noch lockeren Zeltwände und verursachte fremde Geräusche. Auch der Tunnel, in den sie rein sollte, war ihr nicht geheuer.

Dabei hatte ich alles extra schön kuschelig eingerichtet. Unser Mädchenschlafzimmer mit ihrem Schlafnest von Zuhause und der kühlenden Matte. Gepäck passt dann allerdings nicht mehr ins Zelt…

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich sie ins Vorzelt gelockt hatte. Der Schinken meines Sandwichs spielte eine nicht unerhebliche Rolle dabei 🙂

Der Schritt ins eigentliche Zelt ging dann schneller, aber an Einschlafen ohne Körperkontakt war nicht zu denken. Das kann sie jederzeit haben! Sonst schläft sie ja neben meinem Bett – im Zelt werden wir das Kuscheln von nun an beide genießen.

Als Fazit bleibt zu sagen: Experiment “Zelten” ist geglückt. Und der Strand war die Aufregung allemal wert.

Jetzt fehlt nur noch das eigentliche Motorradfahren! Für kurze Touren hinten auf Josi, für lange im Gespann. Das Motorrad, das mein Herzenszweiradmechaniker für uns zum Gespann umbaut, steht bei Berlin. Und nächste Woche lernen wir Molly, unser Mongolei-Motorrad, kennen!

Ich werde berichten!