What a f*** decade these two years have been…

Habt ihr auch das Gefühl, so langsam aufatmen zu können nach diesen zwei langen, mühsamen Jahren? Ich habe es – und weiß natürlich, dass es dafür gar keinen wirklichen Grund gibt. Corona bleibt, die Affenpocken kommen, und an die Situation in der Ukraine mag ich gar nicht denken.

 

Veranstaltungen

Das Gefühl ist wohl rein subjektiv – aber ich gönne es mir jetzt und genieße es. Die letzten beiden Jahre waren als Soloselbstständige, die ihr Haupteinkommen aus Vorträgen und Lesungen beziehen wollte, einfach nur schwierig. Lange ging gar nichts, und als es wieder ging, wollte (und will) ich nicht viele Menschen in einem Raum versammeln. Ja, jeder ist für sich selbst verantwortlich – trotzdem. Ja, auch Open air ginge, aber das ist nicht meins – das überlasse ich Mario Barth.

 

Kohle | Mongolei | Gespann

Also kaum Einnahmen, ALG II (hört sich schicker an als Hartz IV, aber nicht so schick wie Bürgergeld). Das hat mich zwar am Leben erhalten, mehr aber auch nicht. Einen Job wollte nicht wieder annehmen – ich will flexibel bleiben, will reisen und schreiben.

Eigentlich wollte ich ja schon mit meinem Hund Polly auf Gespann Molly unterwegs nach Osten sein. Dafür reichte die Kohle nicht, Corona hätte das Ganze etwas erschwert, Putin noch viel mehr. Letztlich war es gut so, denn so hatte mein Motorradheld Franco mehr Zeit, Molly fertigzubauen. Da fehlen jetzt nur noch der TÜV und ein paar Kleinigkeiten – ich kann es kaum erwarten!

Bis Molly fertig ist, drehe ich kleine Runden mit Josi. Im letzten Jahr bin ich geld- und Polly-bedingt kaum gefahren – ich bin froh, dass ich mich noch zurechtgefunden habe!

 

Once Upon a Bike

Meine Crowdfunding-Kampagne für »Once upon a bike« war leider nicht erfolgreich. Ich hatte ja versucht, vor allem in den USA Unterstützer zu finden – und das war schwer. Die Menschen, die auf meiner Tour 2017 getroffen habe, waren begeistert, aber letztlich reichten die zugesagten Beträge bei Weitem nicht, um die Kosten für die Übersetzung und den Druck der ersten Auflage zu decken.

Nun muss ich mir also etwas anderes einfallen lassen, denn das Ziel bleibt: die Veröffentlichung von »Once Upon a Bike«, der englischen Version von »Als Motorrad-Vagabundin durch die USA«.

 

Hörbuch

Dafür habe ich ein neues Projekt gestartet: ein Hörbuch! Zunächst vom USA-Buch, wenn es gut klappt und gut ankommt, auch vom Karpaten-Buch.

Das ist mal was ganz Neues, und ich bin wirklich gespannt. Ich will es selbst einlesen – zum einen aus Kostengründen, zum anderen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand anders so tut/ liest, als hätte sie meine Abenteuer erlebt.

Letztes Wochenende habe ich deshalb ein Vorleseseminar bei Doris Hönig besucht – eine ganz besondere Frau. Und ich kann euch sagen: Vorlesen ist nicht einfach. Schon gar nicht, wenn man jemanden so toll vorlesen hört wie sie… Aber ich bin dran und halte euch natürlich auf dem Laufenden.

 

read4good

Und noch etwas habe ich gestartet: mein Angebot read4good. Wer Texte überarbeitet und korrigiert oder Audio-Aufnahmen transkribiert haben möchte, ist bei mir und read4good richtig!

 

Ich freu mich, dass ihr bis hierhin gelesen habt – jetzt seid ihr wieder auf dem Laufenden. Liebe Grüße und bis ganz bald!

 

Links

 


Von Leberwurstküssen und Buchübersetzungen

Ich liebe dieses Bild von der Dicken und mir. Aber – der Titel lässt es erahnen – ihr Kuss auf meine Wange entspringt erst in zweiter Linie Pollys Leidenschaft zu mir. In erster Linie ist es ihre Leidenschaft für Leberwurst.

Aber was macht die auf meiner Wange? Na, irgendwie musste ich das Tier doch schnell nah genug an mich ranholen, bevor sie sich ihre Motorradbrille wieder runterzubbelt…

Wir üben täglich, die Brille bleibt immer länger auf der behaarten Nase. Leberwurst sei Dank!

Übersetzung 1:  “Once upon a bike”

Liebe Leute, es ist echt aufregend!

Aktuell läuft meine dritte Crowdfunding Kampagne ( = viele Leute geben ein bisschen Geld, bekommen dafür was Tolles und machen was richtig Großes möglich). Mit den ersten beiden wurden Bücher in die Welt geholt, die es noch nicht gab. Nun soll eines davon, “Hin und weg – also Motorrad-Vagabundin durch die USA” ins Englische übersetzt werden. Dann kann es sich aufmachen und neue Welten erobern!

Ich freu mich sehr, wenn ihr mir die Daumen drückt! Natürlich könnt ihr es auch unterstützen – hier geht’s zur deutschen Seite. Wenn ihr englischsprachige Menschen kennt, die gern reisen/lesen/Motorradfahren/die USA entdecken, dann schickt ihnen gern die englische Seite – vielleicht unterstützen sie das Projekt ja. Es lohnt sich 🙂

Übersetzung 2:  Ted Simon

Letzten Oktober hatte ich die großartige und hoffentlich nicht einmalige Gelegenheit, Ted Simon in Südfrankreich zu besuchen. Anlass war sein Buch “The Gypsy in me” von 1997, das ich unbedingt ins Deutsche übersetzen wollte. Weil der gute Ted ( er ist wirklich toll!) aber gerade seine Autobiographie fertigstellte, schien es uns beiden sinnvoller, dass ich mich daran versuche.

Einige von euch haben nachgefragt, wie es damit läuft – es läuft leider gar nicht mehr. Schon beim Übersetzen habe ich an einigen Stellen gemerkt, dass ich Teds Erinnerungen und seiner Sprache nicht gerecht werde. Ein renommierter Verlagsmensch hat die ersten drei Kapitel, die als Probe vereinbare waren, geprüft und meinen Eindruck bestätigt.

Das war schon doof. Kennt ihr das, dass man in einer Sache ganz aus Versehen total brilliant sein möchte, obwohl man gar nicht die Voraussetzungen dafür mitbringt? So ging es mir – und diesmal hat es leider nicht geklappt. Mein Respekt vor Übersetzern ist dafür gestiegen.
Nun wird also jemand anders Teds Erinnerungen ins Deutsche bringen, und ich bin sicher, es wird toll!

… und was macht das Gespann?!

Es wird!!!

Ich hab es neulich kurz gesehen – es stand in der Werkstand und rief nach Polly und mir (Polly hat es nicht gehört, ich schon).
Wenn ich es richtig verstanden habe, muss das Boot noch angemalt, dann Lampen & Co. angebracht und Schläuche und Kabel gesichert werden. Liebe Leute, ich werde eine SITZHEIZUNG haben!!!

Und bis es soweit ist, werde ich Polly in alles Wichtige einweisen – klappt woanders ja auch.