Suche Titel – biete Ruhm

Ihr Lieben,

jedes Kind braucht einen Namen, jedes Buch braucht einen Titel. So also auch meines, aber ich tu mich damit soooo schwer!

Habt Ihr Ideen? Was würde Euch ansprechen, was neugierig machen, was zum Kauf verführen? Ich bin für jede Idee dankbar!

Ich suche einen Titel ( + Untertitel), der…

  • … neugierig macht,
  • … nicht zu viel verrät,
  • … aber doch eine Ahnung vom Inhalt vermittelt,
  • … der Motorradreisende, Abenteurer und USA-Liebhaber gleichermaßen anspricht und
  • … den man sich auch noch merken kann.

Is klar, ne?

Und es gibt auch was dafür: Der- oder diejenige, dessen bzw. deren Titel ich tatsächlich verwende, findet selbstredend namentliche Erwähnung im Buch. Und ein Exemplar als Geschenk – Ehrensache. Ersteres wird natürlich zu ewigem Ruhm führen.

Hier ist ein ganz früher Cover-Entwurf, alles ist vorläufig. Noch 🙂

Danke!!!

 

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Was macht dein Buch (rereloaded)?

Es ist schon krass, wie schnell die Zeit vergeht. Vor einem Monat mein letzter Beitrag – höchste Zeit für ein Lebenszeichen!

Schreiben

Mit dem Buch geht es voran. Im Moment allerdings wiederholt sich am Laptop das, was ich vor fast zwei Jahren in Kalifornien gefühlt habe: ein Zögern, das Gefühl »Ich will nicht weiterfahren / -machen, denn das bedeutet, dass alles bald vorbei ist!«
Philosophisch gesehen nähern wir uns einem Ende natürlich schon ab dem Moment, in dem wir etwas beginnen. Aber Kalifornien war damals die letzte große Richtungsänderung.

Karte USA mit Route

Mit dem ›links Abbiegen‹ bei San Diego in Richtung Osten begann die letzte große Etappe meiner Reise. Das war echt schwer.
Ähnlich jetzt. Wenn ich den Text fertig habe, ist das Buch natürlich noch lange nicht fertig. Aber eben ein riesiger Brocken, das

Herzstück. Der 25. Oktober ist mein Stichtag: An diesem Tag soll das Manuskript zu meiner Lektorin. Das heißt, das Schreiben nähert sich dem Ende, und das macht mich schon jetzt ein bisschen wehmütig. Aber es gibt eine Lösung: mehr Bücher schreiben.

A propos: »Meine Lektorin« – klingt das nicht schick? Sie arbeitet freiberuflich für den Verlag, mit dem ich dann doch nicht zusammengekommen bin, und sie arbeitet freiberuflich für Autoren. Und ab Ende Oktober für mich. Das ist ganz schön aufregend.

Während mein Text bei ihr ist, werde ich mich um Bildauswahl, Covergestaltung, das Gesamtlayout und meine Crowdfunding-Kampagne kümmern.

Meine was???

Meine Crowdfunding-Kampagne

Ein Vorteil davon, ein Buch nicht bei einem Verlag herauszubringen, ist der, dass man alles allein entscheiden und sein Buch nach eigenen Vorstellungen gestalten kann.
Ein Nachteil davon, ein Buch nicht bei einem Verlag herauszubringen, ist der, dass man alles selbst finanzieren muss.

In eine erste Auflage muss ich etwa 5.000 Euro investieren.

WAAAAAAASSS???

Ich weiß. Unfassbar viel Geld.

Aber dann auch wieder nicht. Lektorat und Layout müssen einfach professionell gemacht werden, sonst habt weder ihr noch ich Freude am Buch. Den Satz werd ich selbst versuchen, und dass ich die Bücher nicht am heimischen Gerät drucken und dann von Hand binden kann, ist leider auch unumstößliche Tatsache.

Also muss das Geld von irgendwoher kommen – und beim nächsten Mal verrate ich euch, woher.

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Was macht dein Buch? (reloaded)

Kurz: Es geht voran.

Nun tut es dies natürlich mit jedem geschriebenen Buchstaben, aber es stimmt tatsächlich. In den Verhandlungen mit dem Verlag war für die Fertigstellung des Manuskripts das Ziel Ende Oktober ausgegeben – das fand ich wegen meines Geburtstags ganz charmant. Und auch wenn der Verlag und ich letztlich nicht zueinandergefunden haben, halte ich an diesem Ziel fest.

Vor einigen Tagen habe ich eine Reihe neuer Verlage postalisch mit meinem Manuskript beglückt (die wollten das so!), andere online. Vielleicht finde ich ja noch einen Verlag für mein Wunschlayout, sonst gibt es ja noch das Self Publishing – ein Abenteuer für sich.

Ein Abenteuer ist auch meine Jobsituation: Der Vertrag bei POLO läuft Mitte September aus.

Motorradfahren ist eben Saisonsache, da wird im Winter nicht viel verkauft. Ich finde das schade – ich arbeite dort sehr gern (nicht nur wegen der Ducati). Nun suche ich also wieder nach einer Tätigkeit, die mir Leben und Schreiben gleichermaßen ermöglicht – und auch noch Spaß macht. Das ist natürlich viel verlangt, aber ich bin zuversichtlich.

Inzwischen werde ich endlich mal wieder mit Josi und Zelt unterwegs sein: Im September will ich drei Wochen auf dem TET, dem TransEuroTrail, fahren. Das sind derzeit 51.000 Kilometer unbefestigter Straßen durch ganz Europa – ein grandioses Projekt, das von ehrenamtlichen Motorradverrückten getragen wird.

Losgehen soll es für mich in Deutschland und Polen – ich werde berichten!

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Testleser-Feedback – und die Sache mit dem Verlag

Es ist eine aufregende Sache, den eigenen Text an andere Menschen zu geben – und dann noch mit der Bitte um ehrliche Rückmeldung. Man liefert sich ein bisschen aus, und bei mir kommt dann auch gern mal Angst durch. Dass es doof ist, langweilig, was auch immer.

Aber bisher ist es gut und lässt mich motiviert weiterschreiben:

  • “Das liest sich richtig gut! Vor allem die Mischung aus Unterwegssein und Begegnung mit Fremden ist toll. Du schreibst flüssig – es ist ein Vergnügen, das zu lesen.” (Bernd)
  • “Der Leser wird richtig in die Reise eingebunden. Eins weiß ich: Ich möchte dein Buch haben und zu Ende lesen.” (Carsten)
  • “Ich habe gerade die Beschreibung der Tage auf dem Schiff unglaublich genossen. Die Atmosphäre fühlt sich phantastisch an. Und ich habe immer wieder feuchte Augen bekommen. Das passiert mir immer, wenn sich ein Buch oder ein Film intensiv anfühlt. Ich konnte mir so gut vorstellen, wie sich diese Zeit anfühlt. Danke für das Hinein-Nehmen in die diese Zeit… Und die ersten Seiten der Motorrad-Reise habe ich auch sehr genossen… Ich les gleich mal weiter…” (Harald)

Und bevor Rückfragen kommen: Ja, ich habe meinen Text auch Mädels gegeben! Und natürlich reiche ich deren Meinungen nach – eine hab ich schon, sogar von einer Lektorin:

  1. “Zunächst darf ich Ihnen berichten, dass Frau X von dem Manuskript ebenfalls sehr angetan war und Ihnen einen sehr unterhaltsamen, flüssigen und pointierten Stil bescheinigt. Das war auch mein Eindruck nach dem ersten Reinlesen, aber umso besser, es noch einmal bestätigt zu bekommen.” (Programmleiter Verlag)

Schön wäre natürlich auch Feedback von unvoreingenommenen Fremden, aber ich kenne keine…
Vorschläge sind willkommen!

Der Verlag, mit dem ich in Kontakt war, und ich gehen inzwischen übrigens getrennte Wege. Ich habe ja diesen Wunsch von einem bestimmten Bilderlayout, aber das war mit dem zur Verfügung stehenden Budget nicht drin. Der Verlag hat noch nach Optionen geschaut und alles durchkalkuliert, aber da war nix zu machen. Er war superseriös und ich bin echt dankbar, dass er mich und mein Anliegen so ernst genommen hat.

Ich schreibe also erstmal weiter, werde noch einige andere Verlage anschreiben und beschäftige mich mit Self Publishing. Irgendwie kriege ich mein Buch in die Welt und zwar so, wie ich es mir vorstelle.

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Wenn die Recherche ganz kurz ausfällt

Nein, nicht ich bin die Recherche. Auch wenn ich zwischen den beiden Cowboys so richtig kurz bin.

Ich wollte Hintergrundinfos zu Johnstown, Nebraska, sammeln, dem Ort, in dem ich meine ersten Cowboys getroffen hatte. Aber ich habe nur den wohl kürzesten Wikipedia-Eintrag gefunden, der mir je angezeigt wurde:

Auch der Link auf die offizielle Webseite Johnstowns versprach mehr, als er hielt:

 

 

 

 

Geht es noch deprimierender?

Ich hoffe, es gibt den Ort noch – ich hatte mich doch so über den Einwohneranstieg von 53 (2000) auf 64 (2010) gefreut!

Es bleibt nur Nostalgie…

Nebraska – jetzt aber!

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“Nu Jim bald wird singen vor Freude…”

Na, kann jemand das Zitat einordnen? Ich gebe zu: Das Bild oben hilft.

Heute Mittag hab ich angesichts eines total verrückten Zufalls fast vor Freude gesungen: Ich war gerade dabei, über meine Fahrt durch Cairo, Illinois, zu schreiben. Diese Stadt macht einfach nur traurig, sie ist wohl die desolateste der Vereinigten Staaten. Selbst Geisterstädte sind angenehmer, weil in ihnen niemand mehr lebt, der seine Hoffnung auf Besserung begräbt oder am Leben hält – ich weiß nicht, was schlimmer ist.

Ein Sprung in die Vergangenheit ist nötig, um zu dem Zufall zu kommen.
Aufgrund seiner Lage geriet Cairo Ende des 19. Jahrhunderts in der Sklavenhalterfrage zwischen die Fronten der Nord- und Südstaaten. Was es dazwischen überhaupt geben kann? Sehr, sehr wenig. Ein bisschen Wasser, mehr nicht.

(c) www.legendsofamerica.com

Cairo, zu Illinois und damit einem Gegner der Sklavenhaltung gehörig, war auf drei Seiten von den Südstaaten Kentucky und Missouri umgeben – und entschied sich, bei den alten Gepflogenheiten zu bleiben und nix auf freie Schwarze zu geben. Die geselltschaftlichen Entwicklungen im restlichen Illinois und in den anderen freien Nordstaaten ignorierte man einfach. Das wurde für viele Schwarze, die aus dem tieferen Süden nach Norden flohen, zur Falle – Cairo war eben nicht das ersehnte Tor zur Freiheit, sondern bedeutete oft den Rückverkauf in den Süden.

Lange Rede, hoffentlich auch Sinn: Ihr erinnert Euch an Huckleberry Finn? Und vielleicht sogar an den Schwarzen Jim, der “Jim von Mrs. Watson” (=Sklave von Mrs. Watson)? Eine meiner Notizen behauptete, Twain habe beide auf einem Floß in Richtung Cairo fahren lassen!

Solchen Dingen muss ich ja immer gleich auf den Grund gehen. WLAN gibt es in meinem Schreibcafé nicht, auf dem Handy war mir die Recherche zu mühsam. Also ab nach Hause zum Internet!

Manch eine/r von Euch weiß, dass ich an keiner Bücherkiste vorbeigehen kann, seien die Bücher nun zu verschenken oder zu verkaufen. Und wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass die Überwachung auf der Holtenauer Straße 1A funktioniert. Denn dort lagen, ohne Scheiß, diese beiden Bücher in einer Kiste:

Ist das verrückt oder ist das verrückt? Reflexartig hab ich sie eingesteckt, denn sie haben ja eindeutig auf mich gewartet. Zuhause hab ich dann mein eigenes Exemplar aus dem Regal gezogen: eine Ausgabe von 1974, ein Jahr älter als ich. In diesem Buch habe ich schon als Kind gelesen…

… und jetzt als erwachsene, reife und abgeklärte Frau nachgeschaut, was es mit Huck und Jim und Cairo auf sich hatte.

Jim ist seiner Mrs. Watson weggelaufen. Auf seiner Flucht treffen er und Huckleberry aufeinander (sie kennen sich). Sie suchen sich ein Floß und fahren den Mississippi hinab – hinauf ist mit einem Floß sehr anstrengend. Ihre Hoffnung und ihr Ziel stromabwärts ist die Stadt Cairo, Illinois. Für Jim ist klar, dass “er … im selben Augenblick, wo er sie zu Gesicht bekäm, ein ‘n freier Mann wär.” Immer wieder ruft er beim Anblick von Lichtern in der Dunkelheit: “Da ist Cairo!” – “Da ist die Stadt!”

In den freien Staaten will Jim arbeiten und das Geld sparen, um seine Frau freizukaufen. Dann “wollten sie beide schuften wie’n paar Pferde, um auch ihre beiden Kinder loszukaufen.”

Hucks Reaktionen auf Jims Träume sind ein spannendes Thema für sich, ebenso wie Jims Schicksal. Das wird aber heute nix mehr, und überhaupt kann das ja jeder selbst nachlesen. Nur so viel: An Cairo fahren die beiden aus Versehen vorbei…

Habe ich jetzt erzählt, was ich erzählen wollte?? Dass Mark Twains Helden mein Cairo kannten? Jep. Und dass genau das Buch in einer Bücherkiste lag, nach dem ich mich grad umschaute? Ja, irgendwie auch.

Es muss ja nicht immer alles stringent erzählt sein, oder?

PS.: Über Cairo findet Ihr so einiges im Netz, unter anderem einen Beitrag auf Deutschlandfunk Kultur.

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